
Der italienische Fußballverband FIGC beschäftigt sich offenbar mit einer prominenten Lösung für den Posten des Nationaltrainers. Wie der kicker berichtet, soll die neue sportliche Leitung um Paolo Maldini und den beratend tätigen Leonardo zwei mögliche Kandidaten favorisieren: den früheren Weltmeister Andrea Pirlo und Startrainer Pep Guardiola. Eine Entscheidung sei bislang nicht gefallen. Guardiola befinde sich demnach ebenso wie Pirlo zunächst im Kreis der diskutierten Namen.
Mit Guardiola soll es laut kicker bereits informelle Gespräche gegeben haben. Wie konkret der Austausch gewesen sei und ob der Spanier grundsätzlich Bereitschaft für ein Engagement bei der italienischen Nationalmannschaft signalisiert habe, ist bislang nicht bekannt. Eine offizielle Bestätigung der FIGC oder Guardiolas liegt nicht vor. Dennoch zeigt das kolportierte Interesse, dass Italiens neue sportliche Führung offenbar auch eine international besonders beachtete Trainerlösung prüft.
Ein möglicher Wechsel zur Squadra Azzurra wäre für Guardiola mit mehreren Fragen verbunden. Der Erfolgstrainer hatte dem Bericht zufolge eigentlich geplant, nach seiner intensiven Zeit im Vereinsfußball länger zu pausieren. Zudem müsste er bei einem Engagement als Nationaltrainer vermutlich auf einige Nullen bei seinem bisherigen Gehalt verzichten. Nationalverbände können bei den Bezügen üblicherweise kaum mit den finanziellen Möglichkeiten europäischer Spitzenklubs konkurrieren. Ob die sportliche Aufgabe für Guardiola dennoch reizvoll genug wäre, bleibt offen.
Grundsätzlich würde Italien jedoch gut zu Guardiolas persönlicher Fußballbiografie passen. Der Spanier hat sein Faible für das Land und den italienischen Fußball nie verheimlicht. Als Spieler stand er unter anderem bei Brescia Calcio und der AS Rom unter Vertrag und kennt die Serie A daher aus eigener Erfahrung. Andrea Pirlo wäre dagegen die stärker italienisch geprägte Lösung. Der ehemalige Nationalspieler kennt das Umfeld der Squadra Azzurra bestens, verfügt als Trainer bislang aber über deutlich weniger internationale Erfahrung als Guardiola. Nach Angaben des kicker dürften beide Namen bei der weiteren FIGC-Suche eine wichtige Rolle spielen.
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