
Minerva Hase und Nikita Volodin setzen ihre gemeinsame Eiskunstlauf-Karriere fort. Das Paarlauf-Duo will nach Angaben der Deutschen Eislauf-Union bis zu den Olympischen Winterspielen 2030 weitermachen. Damit ist die sportliche Zukunft des deutschen Weltmeisterpaares nach mehreren Wochen der Unklarheit entschieden. Nach Olympia-Bronze in Mailand und dem WM-Titel in Prag hatte das Paar zunächst offengelassen, ob es seine Laufbahn fortsetzt.
Für den deutschen Eiskunstlauf ist die Entscheidung sportlich bedeutsam. Hase und Volodin gelten derzeit als wichtigstes deutsches Paarlauf-Team. Sie gewannen 2026 zunächst Bronze bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und holten wenige Wochen später bei der Weltmeisterschaft in Prag ihren ersten WM-Titel. Die DEU verweist zudem auf weitere Erfolge des Duos, darunter den EM-Titel 2025, zwei Siege im Grand-Prix-Finale sowie WM-Bronze 2024 und WM-Silber 2025.
Die Fortsetzung kommt nach der erfolgreichsten Phase ihrer bisherigen gemeinsamen Karriere. Bei der WM 2026 in Prag gewann das deutsche Paar mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 228,33 Punkten Gold im Paarlauf. Zuvor hatte es bei den Olympischen Winterspielen in Mailand Bronze geholt. Damit komplettierten Hase und Volodin innerhalb von drei Jahren ihren WM-Medaillensatz nach Bronze 2024, Silber 2025 und Gold 2026.
Die Frage nach der Zukunft war nach diesen Erfolgen offen geblieben. Nun planen beide einen weiteren Olympiazyklus. Nach DEU-Angaben wollen sie in den kommenden vier Jahren weiter international konkurrenzfähig bleiben und sich als Paar sportlich weiterentwickeln. Offiziell bestätigt war zunächst vor allem die gemeinsame Entscheidung, bis zu den Winterspielen 2030 weiterzulaufen.
Der neue sportliche Horizont reicht bis zu den Olympischen Winterspielen 2030. Die Spiele sind an die französischen Alpen vergeben. Das Internationale Olympische Komitee hatte die französische Bewerbung 2024 für die Winterspiele 2030 ausgewählt, die formale Vertragsbestätigung folgte nach finanziellen Garantien.
Für Hase und Volodin bedeutet die Entscheidung eine klare langfristige Ausrichtung. Beide sind 26 Jahre alt und laufen seit 2022 gemeinsam. In kurzer Zeit hat sich das Paar in der internationalen Spitze etabliert. Gerade im Paarlauf ist Kontinuität ein zentraler Faktor, weil Hebungen, Würfe, Pirouetten und Präsentation über Jahre abgestimmt werden müssen.
Die Deutsche Eislauf-Union bestätigte auch, dass Hase und Volodin weiter mit ihrem bisherigen Trainerteam arbeiten. Head Coach bleibt Dmitry Savin, das tägliche Training in Berlin soll weiterhin Knut Schubert begleiten. Außerdem gehören Sidnei Brandao für Tanz, Choreografie und Ballett sowie Marten Reich für Athletik zum Betreuerteam. Für den Sommer ist nach DEU-Angaben zudem Arbeit an den Skating Skills mit Joti Polizoakis geplant.
Das ist auch deshalb relevant, weil das Paar nach dem Olympia-Winter nicht nur an Ergebnissen gemessen wird, sondern an der Frage, wie es sich technisch und künstlerisch weiterentwickeln kann. Die Internationale Skating Union nimmt für die kommende Saison Regeländerungen im Paarlauf vor. In der Kür kommen neue vorgeschriebene choreografische Elemente hinzu, darunter eine Choreo-Hebung und eine Choreo-Pirouette.
Nach der intensiven Olympiasaison ist für Hase und Volodin ein etwas späterer Einstieg in die Saison 2026/2027 vorgesehen. Nach Angaben der DEU soll der Fokus in Richtung Grand-Prix-Serie liegen. Möglich ist zuvor ein Start bei einem Challenger-Wettbewerb. In der ersten Saisonhälfte sollen die Qualifikation für das Grand-Prix-Finale 2026 in Chongqing und die Deutschen Meisterschaften im Dezember wichtige Stationen sein.
In der zweiten Saisonhälfte stehen die Europameisterschaften 2027 in Lausanne und die Weltmeisterschaften 2027 in Tampere im Kalender. Bei der WM würden Hase und Volodin nach aktuellem Stand als Titelverteidiger antreten. Damit bleibt das deutsche Paar auch nach der Olympiasaison im internationalen Fokus.
Mit ihrer Entscheidung geben Hase und Volodin dem deutschen Paarlauf Planungssicherheit. Deutschland hat in dieser Disziplin eine lange Tradition, zugleich war die internationale Spitze in den vergangenen Jahren stark umkämpft. Der WM-Titel von Prag war der erste große Höhepunkt des Duos und zugleich ein wichtiges Signal für die deutsche Mannschaft.
Hase und Volodin werden nun nicht mehr nur als aufstrebendes Paar betrachtet, sondern als Titelverteidiger und Olympia-Medaillengewinner. Das verändert die sportliche Ausgangslage. Die nächsten Wettbewerbe werden zeigen, wie sie mit dieser Rolle umgehen und welche Programme sie für den neuen Olympiazyklus entwickeln.
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