
Apple hat am Montag, 26. Oktober 2026, ein neues iPad mini vorgestellt. Die nächste Generation des kompakten Tablets erhält erstmals ein OLED-Display und den A20-Pro-Prozessor. Außerdem verbessert der US-Konzern die Kameras, die Funktechnik und den Schutz des Gehäuses. In Deutschland beginnen die Preise bei 749 Euro. Die Markteinführung ist für Anfang November vorgesehen.
Zu den wichtigsten Änderungen gehört der Bildschirm. Apple ersetzt die bisherige LCD-Technologie durch ein OLED-Panel mit einer Diagonale von 8,5 Zoll. Weil die Bildschirmränder um 24 Prozent schmaler ausfallen, bleiben die äußeren Abmessungen gegenüber dem Vorgänger weitgehend unverändert.
Das neue Super-Retina-XDR-Display erreicht nach Herstellerangaben eine Spitzenhelligkeit von bis zu 1.200 Nits. Einzelne Bildpunkte können unabhängig voneinander beleuchtet werden, wodurch insbesondere dunkle Bildbereiche kontrastreicher erscheinen. Optional bietet Apple eine Oberfläche mit Nanotexturglas an, die störende Spiegelungen reduzieren soll.
Gleichzeitig verändert sich das Gehäuse. Mit einer Dicke von 5,4 Millimetern fällt das Tablet dünner aus als sein Vorgänger. Erstmals verfügt die Modellreihe außerdem über einen zertifizierten Schutz gegen Staub und Wasser nach IP67. Dieser Schutz kann durch normale Abnutzung nachlassen.
Im Inneren arbeitet der neue A20 Pro, den Apple in einem 2-Nanometer-Verfahren fertigen lässt. Gegenüber der vorherigen Generation verspricht der Hersteller bei bestimmten Anwendungen eine um bis zu 60 Prozent höhere Prozessorleistung. Die Grafikleistung soll sich unter den von Apple getesteten Bedingungen um das bis zu 2,7-Fache erhöhen.
Dabei unterscheiden sich die Chipkonfigurationen je nach Speicherausstattung. Die Varianten mit 128 und 256 Gigabyte besitzen fünf CPU-Kerne und eine Neural Engine mit 16 Kernen. Das Modell mit 512 Gigabyte erhält dagegen sechs CPU-Kerne und eine Dual 16-Core Neural Engine mit insgesamt 32 Kernen.
Die zusätzliche Rechenleistung ist insbesondere für anspruchsvolle Grafikprogramme, Spiele und KI-Anwendungen vorgesehen. Eine unabhängige Überprüfung der von Apple angegebenen Leistungssteigerungen liegt zunächst nicht vor.
Auch bei der Ausstattung nimmt Apple mehrere Änderungen vor. Die Frontkamera mit zwölf Megapixeln befindet sich künftig an der längeren Gehäuseseite. Dadurch soll sie sich besser für Videokonferenzen im Querformat eignen. Auf der Rückseite bleibt eine Kamera mit zwölf Megapixeln erhalten, die unter anderem 4K-Videos mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen kann.
Für drahtlose Verbindungen setzt Apple auf den eigenen N1-Chip. Er unterstützt WLAN 7, Bluetooth 6 und den Funkstandard Thread. Die Mobilfunkmodelle erhalten zudem das C2-Modem, das nach Angaben des Unternehmens bis zu 50 Prozent schnellere Datenverbindungen als beim Vorgänger ermöglichen soll.
Neu ist außerdem ein überarbeitetes Lautsprechersystem, das Apple als Acoustic Display bezeichnet.
Parallel zur Hardwarevorstellung bereitet Apple die nächste Version seiner Betriebssysteme vor. Bereits am 19. Oktober veröffentlichte das Unternehmen einen sogenannten Release Candidate von iOS 27.2 und iPadOS 27.2 für Entwickler. Dabei handelt es sich um eine weitgehend fertiggestellte Testversion, die vor der allgemeinen Freigabe geprüft wird.
Ein verbindliches Veröffentlichungsdatum für die endgültigen Versionen hat Apple bislang nicht genannt. Das neue iPad mini soll zunächst mit iPadOS 27 ausgeliefert werden. Für iPadOS 27.2 kündigt Apple unter anderem einen erweiterten Anzeigemodus an, mit dem das Tablet an einem externen Bildschirm zusätzliche Möglichkeiten zur Fensterverwaltung erhält.
iOS 27.2 richtet sich an kompatible iPhones, während die entsprechende Tablet-Version unter der Bezeichnung iPadOS 27.2 erscheint.
Apple bietet das neue iPad mini in den Farben Mitternacht und Polarstern sowie mit 128, 256 oder 512 Gigabyte Speicher an.
Die WLAN-Version kostet in Deutschland laut Apple mindestens 749 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Für die Variante mit zusätzlicher Mobilfunkunterstützung werden mindestens 919 Euro fällig. Das Modell mit 512 Gigabyte Speicher beginnt bei 1.129 Euro ohne Mobilfunk.
Vorbestellungen sind ab Mittwoch, 28. Oktober 2026, um 18:10 Uhr deutscher Zeit möglich. Der reguläre Verkauf beginnt am Freitag, 6. November. Das Tablet unterstützt weiterhin den Apple Pencil Pro und den Apple Pencil mit USB-C-Anschluss. Beide Eingabestifte sind separat erhältlich.
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