Isar Aerospace plant zweiten Spectrum-Testflug von Andøya

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Grzegorz Walczak

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Das Münchner Raumfahrt-Startup Isar Aerospace will in der Nacht zu Donnerstag den zweiten Testflug seiner Trägerrakete Spectrum unternehmen. Für die Mission „Onward and Upward“ ist ein Startfenster ab 20:00 Uhr UTC vorgesehen. In Deutschland entspricht das wegen der Sommerzeit 22:00 Uhr MESZ. Gestartet werden soll vom Weltraumbahnhof Andøya Spaceport im Norden Norwegens. Der Flug bleibt wetter-, sicherheits- und systemabhängig.

Der zweite Spectrum-Testflug ist für Isar Aerospace ein wichtiger Schritt nach dem ersten Startversuch im März 2025, der nur kurz dauerte. Damals sammelte das Unternehmen nach eigenen Angaben dennoch wichtige Daten für die Weiterentwicklung der Rakete. Nun soll Spectrum erstmals Nutzlasten mitführen.

Fünf CubeSats an Bord

Bei „Onward and Upward“ sollen fünf CubeSats europäischer Partner transportiert werden. Nach Angaben von Isar Aerospace gehören dazu unter anderem Nutzlasten der TU Berlin, der Universität Maribor, von EnduroSat, der NTNU sowie des TU Wien Space Teams. Zusätzlich ist ein Experiment namens „Let It Go“ vorgesehen. Die Mission wird über das ESA-Boost!-Programm unterstützt, das kommerzielle europäische Startdienstleister stärken soll.

Für Isar Aerospace ist der Flug vor allem ein Qualifikationstest. Entscheidend ist daher nicht allein, ob alle Missionsziele erreicht werden. Von Bedeutung sind auch Flugdaten, Systemverhalten, Startabläufe und die weitere Reifung der Spectrum-Rakete.

Bedeutung für Europas Raumfahrt

Der geplante Start hat über das einzelne Unternehmen hinaus politische und wirtschaftliche Bedeutung. Europa arbeitet seit Jahren daran, unabhängiger beim Zugang zum Weltraum zu werden. Kleine und mittlere Satelliten spielen dabei eine wachsende Rolle, etwa für Kommunikation, Erdbeobachtung, Forschung und sicherheitsrelevante Anwendungen.

Isar Aerospace steht für eine neue Generation europäischer Raumfahrtfirmen, die Startdienste kommerziell anbieten wollen. Gelingt der Aufbau solcher Anbieter, könnte Europa langfristig flexibler und unabhängiger Satelliten in niedrige Erdumlaufbahnen bringen. Die ESA ordnet die Mission entsprechend als Beitrag zur Stärkung kommerzieller europäischer Raumtransportkapazitäten ein.

Testflug mit offenem Ausgang

Trotz der hohen Erwartungen bleibt der Spectrum-Flug ein Test. Verzögerungen, Abbrüche oder technische Probleme sind bei frühen Raketenprogrammen nicht ungewöhnlich. Frühere Startversuche der Mission wurden bereits verschoben oder abgebrochen, unter anderem wegen Sicherheits- und Ablaufbedingungen im Startgebiet.

Sollte der Start heute Nacht erfolgen, wäre er ein weiterer sichtbarer Schritt für die private europäische Raumfahrt. Für Isar Aerospace geht es dabei um mehr als einen einzelnen Flug: Die Mission soll zeigen, wie weit Europas kommerzielle Microlauncher-Industrie inzwischen gekommen ist.

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