
Jason Momoa wird nach übereinstimmenden Berichten mehrerer US-Branchenmedien nicht mehr in der geplanten Filmadaption von Helldivers mitspielen. Das Projekt Jason Momoa Helldivers von Sony Pictures und PlayStation Productions bleibt vorerst aktiv, der Konzern sucht aber jetzt einen neuen Hauptdarsteller. Eine offizielle Begründung für den Ausstieg wurde zunächst nicht veröffentlicht.
Die Nachricht erschien am 9. Juni 2026 zunächst in US-Branchenmedien wie Variety, Deadline, The Hollywood Reporter und JustJared. Sony selbst hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt nicht ausführlich öffentlich geäußert. Belastbar ist, dass Momoa das Projekt verlässt und dass die Hauptrolle damit neu besetzt werden muss. Wann genau der Wechsel intern beschlossen wurde und welche Rolle Momoa übernehmen sollte, blieb zunächst offen.
Helldivers basiert auf der gleichnamigen Spielreihe von Arrowhead Game Studios. Der erste Teil erschien 2015, deutlich bekannter wurde die Marke jedoch durch Helldivers 2. Der kooperative Shooter erschien 2024 und entwickelte sich zu einem der auffälligsten PlayStation-Erfolge der vergangenen Jahre.
Inhaltlich dreht sich die Spielreihe um Eliteeinheiten, die für den fiktiven Planeten Super Earth in interstellare Gefechte geschickt werden. Das Spiel verbindet Science-Fiction-Action mit einem satirischen Blick auf Militarismus, Propaganda und den Begriff der gelenkten Demokratie. Dieser Ton gilt als eine der zentralen Herausforderungen für eine Kinoadaption, weil Helldivers nicht nur auf spektakuläre Gefechte setzt, sondern auch auf Überzeichnung und schwarzen Humor.
Die Filmpläne wurden Anfang 2025 im Umfeld von Sonys CES-Auftritt öffentlich. Sony will damit seine Strategie fortsetzen, erfolgreiche PlayStation-Marken stärker in Film und Fernsehen auszuwerten. Zu den bekanntesten Beispielen dieser Strategie zählen unter anderem The Last of Us, Uncharted und Gran Turismo.
Helldivers passt in diese Strategie, weil die Marke global bekannt ist und mit Helldivers 2 einen großen Popularitätsschub erhielt. Der Reiz der Spiele entsteht nicht nur aus Action, sondern auch aus der gemeinschaftlichen Spielmechanik und der satirischen Erzählhaltung.
Trotz des Ausstiegs von Jason Momoa bleibt Justin Lin nach den bisherigen Berichten an Helldivers beteiligt. Lin steht für große Actionproduktionen und franchiseerprobtes Kino. Neben seiner Arbeit an Fast and Furious inszenierte er auch Star Trek Beyond. Für Sony ist diese Erfahrung naheliegend, weil Helldivers als Science-Fiction-Actionfilm eine Mischung aus Weltraumkrieg, Teamdynamik und Effektszenen verlangt.
Zum Drehbuch wurden bislang nur begrenzte Details öffentlich. In früheren Berichten wurde Gary Dauberman mit dem Projekt in Verbindung gebracht. Dauberman ist vor allem durch Arbeiten im Horrorbereich bekannt, darunter Beiträge zu It und Annabelle. Wie nah der Film an der Handlung der Spiele bleiben wird, ist nicht gesichert. Ebenso offen blieb zunächst, welche Figur Momoa spielen sollte. Dass er als Hauptdarsteller vorgesehen war, wurde berichtet. Eine konkrete Rollenbeschreibung wurde jedoch nicht verlässlich veröffentlicht.
Für Jason Momoa ist Helldivers nicht das einzige Großprojekt. Im weiteren Verlauf des Jahres 2026 ist er unter anderem in Dune Part Three zu sehen. Außerdem wird Momoa als Lobo in Supergirl aus dem neuen DC-Universe genannt. Hinzu kommt seine Rolle in Street Fighter, der gemeinsamen Realfilm-Adaption von Paramount und Legendary. Dort übernimmt Momoa die Figur Blanka.
Damit bleibt der Schauspieler weiterhin Teil eines Segments, das für Hollywood stark an Bedeutung gewonnen hat. Videospielverfilmungen werden nicht mehr nur als Nischenprojekte behandelt, sondern zunehmend als globale Markenfilme mit großem Publikumspotenzial. Momoas Karriere ist seit Jahren eng mit großen Genreproduktionen verbunden. International bekannt wurde er unter anderem durch Game of Thrones, in dem er Khal Drogo spielte. Später folgten Hauptrollen und markante Nebenrollen in Aquaman, Dune, Fast X und weiteren Action- und Fantasyproduktionen.
Die Nachricht ist vor allem deshalb relevant, weil Helldivers für Sony mehr ist als eine einzelne Filmproduktion. Der Konzern baut seine PlayStation-Marken gezielt über Spiele hinaus aus. Kino- und Serienadaptionen sollen bekannte Franchises für neue Zielgruppen öffnen und zugleich die Bindung bestehender Fans stärken. Gleichzeitig ist die Adaption anspruchsvoll. Der Reiz der Spiele entsteht nicht nur aus Action, sondern auch aus der gemeinschaftlichen Spielmechanik und der ständigen Überzeichnung militärischer Rituale.
Ein Wechsel in der Hauptrolle kann deshalb mehr bedeuten als eine normale Umbesetzung. Der neue Hauptdarsteller muss zu einem Stoff passen, der Pathos und Ironie bewusst gegeneinanderstellt. Ob Sony die Neubesetzung schnell abschließen kann, blieb zunächst offen. Eine unabhängige Bestätigung dafür, dass sich der geplante Starttermin verschiebt, lag zunächst nicht vor.
Die ersten Reaktionen kamen vor allem aus Film- und Gaming-Medien. Dort wurde der Ausstieg als Besetzungswechsel in einem weiterhin aktiven Projekt eingeordnet. Belastbare öffentliche Aussagen der beteiligten Studios oder von Momoa selbst lagen zunächst nicht vor. Für Fans der Spielreihe dürfte nun vor allem entscheidend sein, wen Sony als neuen Hauptdarsteller auswählt und wie der Film den Ton der Vorlage trifft.
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