
Joschka Kroll bleibt dem SC Wiedenbrück erhalten. Der 20 Jahre alte Abwehrspieler wird auch in der Saison 2026/27 für den Regionalligisten auflaufen. Der VfL Osnabrück bestätigte am 18. Juni 2026, dass Kroll seinen Vertrag in Osnabrück verlängert hat und erneut in die Regionalliga West ausgeliehen wird. Damit setzt der VfL bei seinem Defensivspieler weiter auf das Modell, das bereits in der vergangenen Saison Spielpraxis im Herrenbereich ermöglichen sollte.
Für den VfL Osnabrück ist die erneute Leihe vor allem ein Entwicklungsschritt. Kroll wurde bei der TSG Burg Gretesch ausgebildet und durchlief seit 2019 die Nachwuchsmannschaften des VfL. Nach Vereinsangaben führte er die U19 zwischenzeitlich als Kapitän auf den Platz. Im Sommer 2025 erhielt er in Osnabrück einen Profivertrag und wechselte anschließend erstmals auf Leihbasis zum SC Wiedenbrück. Bereits damals begründete der VfL den Schritt damit, dass Kroll in der Regionalliga möglichst viele Spielminuten sammeln und sich auf hohem Niveau weiterentwickeln solle.
Krolls erste Saison in Wiedenbrück verlief nicht ohne Rückschläge. Im Januar 2026 berichtete der VfL, dass sich der Verteidiger nach anfänglichen Kurzeinsätzen zur Stammkraft entwickelt hatte. Er kam überwiegend als Rechtsverteidiger zum Einsatz, lief wegen einer Sperre eines Teamkollegen aber auch als linker Innenverteidiger auf. Nach Angaben des VfL hatte er zu diesem Zeitpunkt sechs Startelfeinsätze gesammelt und stand in den letzten drei Saisonspielen vor der Winterbilanz jeweils über die volle Distanz auf dem Platz. Die Entwicklung zeigt, dass Kroll in Wiedenbrück nicht nur Kaderbreite bedeutete, sondern zunehmend Verantwortung in der Defensive erhielt.
In der Rückrunde wurde Kroll zeitweise ausgebremst. Der VfL berichtete im März 2026, dass der damals 20-Jährige die ersten sechs Spiele des Kalenderjahres wegen Pfeifferschen Drüsenfiebers verpasst hatte. Sein Comeback feierte er demnach am 13. März gegen Borussia Mönchengladbach II. Direkt danach musste er wegen seiner fünften Gelben Karte erneut aussetzen. Diese Phase fiel in eine sportlich schwierige Situation des SC Wiedenbrück, der zu diesem Zeitpunkt im Abstiegskampf der Regionalliga West steckte. Für Kroll blieb die Saison damit eine Mischung aus Spielpraxis, Anpassung an den Herrenbereich und Rückschlägen.
Auch der Verein selbst erlebte eine besondere Saison. Der VfL Osnabrück schreibt in seiner Meldung zur erneuten Leihe, Wiedenbrück habe sportlich auf einem Abstiegsplatz abgeschlossen, sei aber durch den Abstieg von Fortuna Düsseldorf aus der 2. Bundesliga und den daraus folgenden Zwangsabstieg der zweiten Mannschaft der Fortuna aus der Regionalliga vom Gang in die Oberliga verschont geblieben. Auch FuPa berichtete, dass der 16. Tabellenplatz durch diese Konstellation plötzlich zum Klassenerhalt reichte und der SC Wiedenbrück davon profitierte. Damit spielt Kroll auch 2026/27 weiter in der Regionalliga West.
Sportlich bringt Kroll ein Profil mit, das ihn für mehrere Defensivrollen interessant macht. Der VfL beschrieb ihn bereits bei der ersten Leihe als 1,90 Meter großen Verteidiger mit Zweikampfstärke und Schnelligkeit. Transfermarkt führt ihn als Innenverteidiger mit Nebenposition rechter Verteidiger, das DFB-Datencenter nennt den SC Wiedenbrück als aktuellen Verein und führt für die Saison 2025/26 23 Regionalliga-Einsätze auf. Damit decken sich die offiziellen Leistungsdaten mit den Angaben aus der VfL-Meldung. Für Osnabrück bleibt Kroll vertraglich gebunden, soll aber zunächst ein weiteres Jahr in Wiedenbrück Erfahrung sammeln.
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