Radio Caroline löst aus Versehen Todesprotokoll für Charles aus

Helen Dorn Verdammte Familie – ZDF Krimi heute Abend
Tech Daily

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Ein britischer Radiosender hat König Charles III. versehentlich für tot erklärt und sich anschließend öffentlich für die Falschmeldung entschuldigt. Nach Angaben mehrerer Medien wurde bei Radio Caroline am Dienstagnachmittag ein vorbereitetes Verfahren für den Todesfall eines Monarchen ausgelöst. Der Sender führte den Vorfall auf einen Computerfehler im Hauptstudio in Maldon in der englischen Grafschaft Essex zurück.

König Charles III. war zu diesem Zeitpunkt nicht verstorben. Der Monarch befand sich gemeinsam mit Königin Camilla auf einem mehrtägigen Besuch in Nordirland. Das britische Königshaus dokumentierte für den 19. und 20. Mai mehrere öffentliche Termine des Paares, unter anderem in Belfast, Hillsborough und County Down.

Computerfehler löste vorbereitetes Verfahren aus

Nach den vorliegenden Berichten wurde bei Radio Caroline ein Verfahren aktiviert, das britische Sender für den Todesfall eines Monarchen bereithalten. Solche internen Abläufe sollen im Ernstfall sicherstellen, dass Programme geordnet unterbrochen und angemessene Hinweise gesendet werden. Im konkreten Fall wurde dieses Verfahren jedoch fälschlicherweise ausgelöst.

Radio Caroline erklärte den Vorfall mit einem Computerfehler. Der Sender unterbrach nach der irrtümlichen Meldung das laufende Programm und fiel zeitweise stumm. Genau diese Sendepause machte den Fehler offenbar intern erkennbar. Anschließend wurde das reguläre Programm wieder aufgenommen und eine Entschuldigung ausgestrahlt.

Unklar bleibt, wie lange die falsche Meldung tatsächlich auf Sendung war. Einige Berichte verweisen auf Hörerangaben und eine zeitweise nicht verfügbare Archivaufnahme des betroffenen Sendeabschnitts. Eine belastbare offizielle Angabe zur genauen Dauer liegt nach den bisher veröffentlichten Informationen nicht vor.

Charles nahm währenddessen Termine in Nordirland wahr

Der Vorfall ereignete sich während eines offiziellen Besuchs von König Charles III. und Königin Camilla in Nordirland. Nach Angaben des Königshauses begann die Reise am 19. Mai in Belfast. Das Paar besuchte unter anderem das Titanic Quarter, traf Beteiligte eines Kulturfestivals und nahm Termine rund um Bildung, Wirtschaft und gesellschaftliches Engagement wahr. Am 20. Mai standen weitere Termine in Hillsborough und County Down auf dem Programm.

Damit war die Falschmeldung besonders leicht überprüfbar. Während Radio Caroline versehentlich den Tod des Königs verkündete, absolvierte Charles öffentliche Verpflichtungen. Der Fall zeigt zugleich, wie sensibel Meldungen über Mitglieder des Königshauses sind. Nachrichten über den Gesundheitszustand des Monarchen haben international hohe Aufmerksamkeit, zumal Charles seit 2024 wegen einer Krebserkrankung behandelt wird.

Radio Caroline hat historische Bedeutung in Großbritannien

Radio Caroline ist in Großbritannien kein beliebiger Sender. Die Station wurde 1964 bekannt, weil sie als Piratensender von Schiffen außerhalb britischer Hoheitsgewässer sendete und damit das damalige Rundfunkmonopol der BBC herausforderte. Später wurde Radio Caroline zu einem festen Namen der britischen Radiogeschichte.

Gerade deshalb fand die Panne international Beachtung. Aus einem technischen Fehler wurde eine Falschmeldung über das britische Staatsoberhaupt. Eine politische Krise entstand daraus nicht, doch der Vorfall unterstreicht, wie wichtig technische Sicherungen und redaktionelle Kontrollmechanismen bei vorbereiteten Notfallabläufen sind.

Keine Hinweise auf tatsächliche Gefährdung des Königs

Für eine tatsächliche Gefährdung oder einen ernsten medizinischen Zwischenfall bei König Charles III. gibt es im Zusammenhang mit der Radiopanne keine belastbaren Hinweise. Die überprüfbaren Informationen sprechen klar für eine technische Fehlaktivierung bei Radio Caroline. Der Sender entschuldigte sich bei Charles und den Hörern für mögliche Verunsicherung.

Der Vorgang bleibt damit vor allem ein Beispiel für die Risiken automatisierter oder halbautomatischer Sendeabläufe. Gerade bei vorbereiteten Sonderprotokollen für Todesfälle, Katastrophen oder nationale Ereignisse können technische Fehler erhebliche Verwirrung auslösen. Im Fall von Radio Caroline wurde die Falschmeldung jedoch vergleichsweise schnell als Irrtum eingeordnet.

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