
Bei Borussia Dortmund könnte nach den jüngsten Entscheidungen in der Geschäftsführung auch die Zukunft von Cheftrainer Niko Kovac langfristig geklärt werden. Nach Informationen der Bild sollen sich der Bundesligist und der 54-Jährige grundsätzlich auf eine Verlängerung seines Vertrages bis zum Sommer 2029 verständigt haben. Unterschrieben sei der neue Kontrakt dem Bericht zufolge allerdings noch nicht. Eine offizielle Bestätigung des BVB für eine Verlängerung bis 2029 lag zunächst nicht vor. Der bislang gültige Vertrag von Kovac läuft nach Angaben des Vereins bis zum 30. Juni 2027.
Die von Bild gemeldete Einigung würde die Zusammenarbeit damit um weitere zwei Jahre verlängern. ran berichtete am 30. September ebenfalls über die Personalie und berief sich dabei ausdrücklich auf die Angaben der Bild. Demnach seien die wesentlichen Punkte grundsätzlich geklärt, während die Unterschriften noch ausstünden. Damit ist die Niko-Kovac-Zukunft beim BVB zwar offenbar weit fortgeschritten, formal aber zunächst noch nicht abschließend besiegelt.
Borussia Dortmund hatte Kovac erst im August 2025 vorzeitig bis zum 30. Juni 2027 gebunden. Ursprünglich war der Trainer bei seiner Verpflichtung Anfang 2025 mit einem Vertrag bis zum Sommer 2026 ausgestattet worden. Der BVB bestätigte die erste Verlängerung am 26. August 2025 offiziell. Sportgeschäftsführer Lars Ricken begründete die Entscheidung damals unter anderem mit der sportlichen Entwicklung und dem gegenseitigen Vertrauen. Wörtlich sagte Ricken: „Dieses gegenseitige Vertrauen ist die Basis unserer Zusammenarbeit.“
Auch Kovac selbst hatte sich im Mai 2026 grundsätzlich positiv zu seiner Situation in Dortmund geäußert. Nach einem Bundesligaspiel sagte er bei Sky: „Ich fühle mich hier sehr wohl. Wir passen sehr gut zueinander mit der Mannschaft.“ Zugleich verwies er damals darauf, noch ein Jahr Vertrag zu besitzen, und ließ seine weitere Zukunft offen. Nach Informationen von Sky wollte der BVB zu diesem Zeitpunkt grundsätzlich über 2027 hinaus mit ihm weiterarbeiten.
Der Zeitpunkt der aktuellen Meldung passt zu den jüngsten Personalentscheidungen auf der Führungsebene von Borussia Dortmund. Am 28. September bestätigte der Verein die vorzeitigen Vertragsverlängerungen mit Carsten Cramer, Lars Ricken und Thomas Treß. Cramer wurde zugleich zum Vorsitzenden der Geschäftsführung ernannt und bis 2031 gebunden. Rickens Vertrag als Geschäftsführer Sport läuft nun bis zum 30. Juni 2030, Treß bleibt bis zum Sommer 2028.
Nach Darstellung der Bild soll Kovac zunächst Klarheit über die Zukunft von Ricken abgewartet haben. Erst nachdem dessen langfristiger Verbleib feststand, seien auch die Gespräche über Kovacs eigenen Vertrag zum Abschluss gebracht worden. Diese Darstellung ist bislang nicht vom Verein bestätigt. Fest steht dagegen, dass Ricken im sportlichen Bereich die übergeordnete Verantwortung trägt und nun selbst langfristig gebunden ist. Eine Verlängerung mit Kovac bis 2029 würde die personelle Kontinuität an der Spitze der sportlichen Abteilung weiter ausbauen.
Kovac ist seit dem 2. Februar 2025 Cheftrainer von Borussia Dortmund. Er übernahm die Mannschaft während der Saison 2024/25 auf Tabellenplatz elf. In den letzten acht Bundesligaspielen jener Spielzeit holte Dortmund unter ihm sieben Siege und ein Unentschieden und beendete die Saison noch auf Rang vier. Damit erreichte der BVB die Champions League. In seiner ersten vollständigen Bundesliga-Saison 2025/26 wurde Dortmund mit 73 Punkten deutscher Vizemeister und gewann 22 seiner 34 Ligaspiele.
Auch statistisch entwickelte sich Kovacs Dortmunder Amtszeit auffällig erfolgreich. Anfang September 2026 absolvierte er sein 50. Bundesligaspiel als BVB-Trainer. Nach Vereinsangaben standen zu diesem Zeitpunkt 33 Siege, acht Unentschieden und neun Niederlagen zu Buche. Die daraus erzielten 107 Punkte waren die beste Ausbeute eines Dortmunder Trainers nach seinen ersten 50 Bundesligaspielen. Der Punkteschnitt lag bei 2,14.
Ricken würdigte diese Bilanz damals unmittelbar nach dem Jubiläum. „107 Punkte nach 50 Spielen hatte noch kein Trainer bei uns“, sagte der Sportgeschäftsführer. Kovac selbst ordnete die Bestmarke zurückhaltender ein und erklärte bei Sky: „Die Statistik ist jetzt die, die sie ist.“
Eine Verlängerung des Trainers würde sich auch in die längerfristige Kaderplanung des BVB einfügen. In seinem Geschäftsbericht für 2025/26 verweist Borussia Dortmund ausdrücklich auf Kontinuität bei wichtigen Spielern und Trainern. Felix Nmecha wurde bis 2030 gebunden, Nico Schlotterbeck bis 2031, Samuele Inácio bis 2029. Kovacs bislang gültiger Vertrag bis 2027 wird dort ebenfalls aufgeführt.
Auch der aktuelle Profikader enthält mehrere Spieler, die für eine längerfristige sportliche Entwicklung stehen. Zum Aufgebot gehören unter anderem Jobe Bellingham, Felix Nmecha, Konstantinos Karetsas, Joey Veerman, Giannis Konstantelias, Maximilian Beier und Samuele Inácio. In der Vorbereitung auf die Saison hatte Ricken zugleich betont, dass Dortmund den Kader qualitativ und in der Breite weiter verstärken wolle. „Wir wollen aber noch ein bisschen mehr Qualität reinbringen, auch in die Breite“, sagte er im August.
Damit würde ein neuer Kovac-Vertrag über die Laufzeit zahlreicher kurzfristiger Personalentscheidungen hinausreichen. Gleichzeitig bliebe die sportliche Verantwortung bei einem Trainer, unter dem Dortmund nach einem schwierigen Start Anfang 2025 wieder dauerhaft die Champions-League-Plätze erreichte und in der Saison 2025/26 Vizemeister wurde.
Entscheidend ist zunächst der formale Abschluss. Die Bild meldet eine Einigung bis 2029, zugleich sollen die Unterschriften noch fehlen. ran gibt diesen Stand unter Berufung auf die Bild ebenfalls wieder. Borussia Dortmund selbst führte Kovac zuletzt weiterhin mit der bisherigen Vertragslaufzeit bis zum 30. Juni 2027. Eine neue Laufzeit bis 2029 war vom Verein zunächst nicht bekanntgegeben worden.
Sollte die gemeldete Vereinbarung unterschrieben werden, hätte Borussia Dortmund innerhalb weniger Tage weitere zentrale Positionen langfristig besetzt. Ricken ist bis 2030 gebunden, Cramer bis 2031 und Kovac würde dem Bericht zufolge bis 2029 bleiben. Damit wären sowohl die sportliche Geschäftsführung als auch die Trainerposition über mehrere Jahre vertraglich festgelegt.






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