Kreuzfahrtschiff „Ambition“ darf Bordeaux nach Norovirus-Fällen wieder verlassen

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

Teilen:

Auf dem Kreuzfahrtschiff „Ambition“ ist nach einem Magen-Darm-Ausbruch ein Norovirus nachgewiesen worden. Das Schiff lag in Bordeaux, nachdem französische Behörden wegen mehrerer Erkrankungen an Bord zunächst ein verstärktes Gesundheitsverfahren eingeleitet hatten. Betroffen waren Passagiere und Crewmitglieder. Mehr als 1.700 Menschen befanden sich an Bord. Nach den Laboranalysen wurde die zunächst geltende Einschränkung für nicht erkrankte Personen gelockert. Erkrankte Menschen sollten weiter isoliert und an Bord medizinisch betreut werden.

Norovirus als Ursache bestätigt

Die Gesundheitsbehörde ARS Nouvelle-Aquitaine bestätigte, dass die Auswertung der epidemiologischen Untersuchung und der Proben am Universitätsklinikum Bordeaux auf eine virale Gastroenteritis durch Norovirus hinweist. Die Übertragung könne von Mensch zu Mensch oder über die Umgebung erfolgen. Schwere Fälle wurden zunächst nicht gemeldet. Die Behörden ordneten an, dass Erkrankte weiter isoliert bleiben und die Hygienemaßnahmen an Bord verschärft werden. Dazu gehörten unter anderem verstärkte Reinigung und der Hinweis auf regelmäßiges Händewaschen.

Mehr als 1.700 Menschen an Bord der „Ambition“

Die „Ambition“ wird von Ambassador Cruise Line betrieben. Nach Angaben von Reuters befanden sich 1.233 Passagiere und 514 Crewmitglieder auf dem Schiff. Viele Passagiere kamen aus Großbritannien und Irland. Das Schiff hatte zuvor unter anderem Belfast, Liverpool und Brest angelaufen und erreichte Bordeaux am Dienstagabend. Zunächst durften Passagiere und Besatzung nicht regulär von Bord. Später wurde das Ausstiegsverbot für Menschen ohne Symptome aufgehoben. Erkrankte Personen sollten weiterhin an Bord bleiben und dort medizinisch versorgt werden.

Todesfall ohne bestätigten Zusammenhang zum Ausbruch

An Bord war zuvor ein 92 Jahre alter britischer Passagier gestorben. Reuters berichtete unter Berufung auf die zuständige französische Regionalbehörde, der Mann sei während eines Stopps in Brest nach einem Herzstillstand gestorben. Ein Zusammenhang mit dem Magen-Darm-Ausbruch war zunächst nicht erkennbar. Auch die Reederei erklärte laut AP, der Todesfall stehe nach bisheriger Darstellung nicht im Zusammenhang mit den gemeldeten gastrointestinalen Erkrankungen. Die genauen medizinischen Hintergründe wurden zunächst nicht abschließend öffentlich gemacht.

Ausstieg für symptomfreie Passagiere erlaubt

Nach der Bestätigung des Norovirus lockerten die Behörden die Maßnahmen. Nicht erkrankte Passagiere durften in Bordeaux von Bord, während Erkrankte weiter isoliert wurden. Ambassador Cruise Line erklärte laut AP, geplante Landgänge könnten stattfinden. Am Donnerstagmorgen meldete die Reederei demnach 60 erkrankte Passagiere und vier erkrankte Crewmitglieder. Das Schiff sollte zunächst in Bordeaux bleiben und anschließend seine Route mit Anpassungen wegen schlechten Wetters fortsetzen.

Kein Hinweis auf Verbindung zu anderem Kreuzfahrt-Ausbruch

Die französischen Behörden grenzten den Fall von einem anderen Krankheitsgeschehen auf einem Kreuzfahrtschiff ab. Ein Zusammenhang mit einem Hantavirus-Ausbruch auf der „MV Hondius“ wurde nicht bestätigt. Bei der „Ambition“ ging es nach den Laboranalysen um Norovirus. Die Erkrankung verursacht typischerweise Erbrechen und Durchfall, breitet sich in geschlossenen Umgebungen leicht aus und erfordert konsequente Hygiene, Isolation Erkrankter und Reinigung gemeinsam genutzter Flächen.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu