Krones korrigiert Wachstumspläne deutlich nach unten

Aktienhandel: Kurstafel mit Kursverläufen an der Börse
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Der Maschinen- und Anlagenbauer Krones aus Neutraubling bei Regensburg hat seine Wachstumserwartungen für das laufende Geschäftsjahr deutlich reduziert und zugleich seine langfristige Umsatzplanung zurückgenommen. Wie der Hersteller von Abfüll- und Verpackungsanlagen am Donnerstag, 22. Oktober 2026, in einer Ad-hoc-Mitteilung bekannt gab, fällt die Umsatzprognose für 2026 niedriger aus als bisher angenommen. Auch das für 2028 angestrebte Umsatzvolumen wird erheblich reduziert. Die Krones-Aktie geriet nach der Veröffentlichung unter Druck.

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Krones senkt Umsatzprognose für 2026

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Krones nur noch ein um Wechselkurseffekte bereinigtes Umsatzwachstum von 1 bis 2 Prozent. Bislang hatte der Vorstand mit einem Anstieg von 3 bis 5 Prozent gerechnet. Damit wird die gesamte bisherige Prognosespanne nach unten verschoben.

Als Gründe nennt das Unternehmen eine ungünstigere Entwicklung wichtiger Absatzmärkte, geopolitische Belastungen und gestiegene Kosten bei den Kunden. Hinzu kommen anhaltende Unsicherheiten in der Weltwirtschaft. Diese Faktoren sollen sich insbesondere im vierten Quartal auf das Wachstum auswirken.

Krones liefert Maschinen und komplette Produktionsanlagen an Unternehmen der Getränke- und Lebensmittelindustrie. Die Investitionsentscheidungen seiner international tätigen Kunden haben daher erheblichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung.

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Umsatzziel für 2028 sinkt um bis zu eine Milliarde Euro

Noch deutlicher fällt die Anpassung der mittelfristigen Planung aus. Für 2028 erwartet Krones nun einen Konzernumsatz zwischen 6,0 und 6,2 Milliarden Euro. Ursprünglich hatte sich der Vorstand einen Umsatz von rund 7 Milliarden Euro vorgenommen.

Gegenüber der früheren Zielgröße entspricht dies einer Reduzierung um etwa 800 Millionen bis eine Milliarde Euro. Der Konzern rechnet somit auch über das laufende Geschäftsjahr hinaus mit einem geringeren Wachstum als bislang vorgesehen.

Gleichzeitig verändert Krones die angestrebte Profitabilität für 2028. Die Zielspanne für die EBITDA-Marge, also das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen im Verhältnis zum Umsatz, liegt künftig bei 11 bis 12 Prozent. Zuvor waren 11 bis 13 Prozent vorgesehen.

Das langfristige Ziel für die Kapitalrendite ROCE von mehr als 20 Prozent bleibt dagegen unverändert.

Vorläufige Geschäftszahlen zeigen schwaches Umsatzwachstum

Die vorläufigen Ergebnisse für die ersten neun Monate 2026 zeigen, dass das Umsatzwachstum bereits hinter den bisherigen Erwartungen zurückgeblieben ist. Krones erzielte nach eigenen Angaben Erlöse von rund 4,1 Milliarden Euro. Bereinigt um Währungsumrechnungseffekte waren es etwa 4,14 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem bereinigten Wachstum von lediglich 0,8 Prozent.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen lag voraussichtlich bei 453 Millionen Euro. Darin enthalten ist ein positiver Ergebniseffekt von etwa 10 Millionen Euro aus der Rückerstattung von US-Zöllen. Gleichzeitig wirkten sich die Zollrückerstattungen mit rund 20 Millionen Euro negativ auf den ausgewiesenen Umsatz aus.

Ohne den positiven Ergebniseffekt erreichte Krones in den ersten drei Quartalen voraussichtlich eine EBITDA-Marge von 10,8 Prozent. Trotz der reduzierten Umsatzerwartungen hält der Vorstand an seiner Margenprognose für das Gesamtjahr 2026 von 10,7 bis 11,1 Prozent fest. Auch das Jahresziel für die Kapitalrendite ROCE von 19 bis 20 Prozent bleibt bestehen.

Die Zahlen sind vorläufig. Den ausführlichen Quartalsbericht will Krones am 6. November 2026 veröffentlichen.

Krones-Aktie reagiert mit deutlichen Kursverlusten

An der Börse wurde die veränderte Planung mit Kursverlusten aufgenommen. Die Krones-Aktie notierte am Donnerstag um 12:20 Uhr auf Xetra bei 109,00 Euro. Gegenüber dem Schlusskurs des Vortages von 115,00 Euro entsprach dies einem Rückgang um 5,22 Prozent beziehungsweise 6,00 Euro. Quelle der Kursdaten ist FinanzNachrichten.de.

Damit belastete die gesenkte Prognose auch die Börsenbewertung des im MDAX vertretenen Unternehmens. Insbesondere die niedrigere Umsatzplanung bis 2028 verändert die bisherigen Wachstumserwartungen an den Anlagenbauer.

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