
Lea Wagner soll bei der Fußball-WM 2026 für die ARD vor der Kamera stehen. Die 31 Jahre alte Sportjournalistin gehört zum Moderationsteam der „Sportschau“ und ist seit 2023 auch in der Bundesliga-Ausgabe am Samstag zu sehen. Für das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada ist sie nach bisherigen Planungen weiterhin eingeplant. Die WM beginnt am 11. Juni und endet am 19. Juli.
Der Einsatz ist auch deshalb bemerkenswert, weil Wagner ihr erstes Kind erwartet. Die Schwangerschaft hatte sie im März öffentlich gemacht. ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky erklärte damals, Wagner bekomme die Unterstützung, die sie brauche. Geplant sei ihr Einsatz bis zum Sommer, solange es ihr gut gehe und sie sich wohl dabei fühle. Damit bleibt die Entscheidung eng an ihre persönliche Situation und die redaktionelle Planung des Senders gebunden.
Wagner hat sich in den vergangenen Jahren vor allem im ARD-Sport etabliert. Seit 2021 präsentiert sie Skispringen im Ersten, seit 2023 gehört sie zum Moderatorenteam der „Sportschau“ am Samstag. Auf der re:publica 2026 wurde sie ebenfalls als „Sportschau“-Moderatorin geführt, unter anderem im Zusammenhang mit einer Veranstaltung zur besonderen Rolle der Fußball-WM für „Sportschau“ und „tagesschau“.
Die WM 2026 wird für die Sportredaktionen ohnehin ein außergewöhnliches Turnier. Erstmals findet die Endrunde in drei Ländern statt. Zudem ist das Teilnehmerfeld erweitert. Für Fernsehsender bedeutet das mehr Spiele, mehr Sendeplätze und eine komplexere Planung. Wagner ist dabei eines der Gesichter, mit denen die ARD den deutschen Blick auf das Turnier prägen will.
Zuletzt war Wagner auch wegen eines emotionalen Moments bei den Olympischen Winterspielen in Italien im Gespräch. Beim Olympiasieg des deutschen Skispringers Philipp Raimund auf der Normalschanze zeigte sie im ARD-Einsatz sichtbar Emotionen. In einem aktuellen Interview ordnete sie diesen Augenblick als besonders intensiven Moment ihrer bisherigen Laufbahn ein.
Der Vorgang ist für das Sportfernsehen nicht nur eine persönliche Episode. Er berührt auch die Frage, wie viel Nähe und Emotion in Live-Übertragungen möglich sind. Gerade im Skispringen begleiten Moderatorinnen und Experten Athleten oft über eine ganze Saison hinweg. Erfolge wirken dadurch anders als bei Sportarten, in denen größere finanzielle Strukturen und häufigere Spitzenspiele den Alltag prägen.
Wagners Rolle fällt in eine Phase, in der Frauen im deutschen Sportfernsehen deutlich sichtbarer geworden sind. In der „Sportschau“ moderieren neben ihr auch Esther Sedlaczek und weitere bekannte TV-Gesichter. Wagner selbst verwies bereits im März darauf, dass es innerhalb der ARD mehrere Frauen gebe, die zeigten, wie sich Sportjournalismus und Familie verbinden lassen.
Für die ARD ist ihr WM-Einsatz deshalb mehr als eine Personalie. Er steht für eine Entwicklung, in der große Sportereignisse nicht mehr fast ausschließlich von Männern präsentiert werden. Gleichzeitig bleibt die konkrete Belastung eines solchen Turniers hoch. Live-Sendungen, Vorbereitung, kurzfristige Spielverläufe und internationale Zeitpläne machen die Arbeit anspruchsvoll. Wagner soll nach bisherigen Planungen dennoch Teil dieser Berichterstattung bleiben.
Nach dem WM-Sommer soll Wagner eine Auszeit nehmen. Wie die ARD ihre Vertretung während dieser Zeit organisiert, war zunächst nicht abschließend festgelegt. Der Sender hatte im März erklärt, die personelle Planung werde in der ARD-Sportchef-Runde besprochen.
Fest steht: Lea Wagner bleibt vorerst eines der prägenden Gesichter der ARD-Sportberichterstattung. Ihr Jahr 2026 verbindet große Sportereignisse mit einer privaten Veränderung, die sie nur so weit öffentlich macht, wie sie für ihre berufliche Rolle relevant ist. Für das Publikum wird sie vor allem dort sichtbar bleiben, wo sie sich in den vergangenen Jahren profiliert hat: im Live-Sport, bei der „Sportschau“ und nun auch rund um die Fußball-WM.
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