Lkw brennt auf A9 komplett aus und löst Warnung für Bindlach aus

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Ein schwerer Lastwagenbrand hat am Dienstagabend die Autobahn 9 bei Bayreuth über Stunden erheblich beeinträchtigt. Ein mit Bodenbelägen beladener Sattelzug geriet zwischen den Anschlussstellen Bindlacher Berg und Bayreuth-Nord in Fahrtrichtung München in Brand. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde die Autobahn zeitweise in beiden Richtungen vollständig gesperrt. Für das Gemeindegebiet Bindlach löste die Leitstelle zudem eine Bevölkerungswarnung aus. Verletzt wurde bei dem Brand niemand.

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Am Mittwochmorgen, 9. September, ist die akute Lage beendet. Die Warnung für die Bevölkerung wurde bereits am Dienstagabend aufgehoben. Auch die Vollsperrung der A9 war noch am Abend beendet worden. Die Ursache des Feuers blieb zunächst ungeklärt.

Feuer beginnt im Motorraum des Sattelzugs

Mehrere Verkehrsteilnehmer meldeten den brennenden Lastwagen am Dienstag gegen 17.15 Uhr über den Notruf. Die Feuerwehren Bindlach und Bayreuth wurden nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbands gegen 17.20 Uhr alarmiert. Bereits bei der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung am Fuß des Bindlacher Bergs zu erkennen.

Nach Angaben der Polizei brannte das Fahrzeug zunächst im Bereich des Motorraums. Die Flammen griffen anschließend auf den Anhänger und die Ladung über. Der Sattelzug brannte vollständig aus. Dass der Brand im Motorbereich begann, lässt noch keinen gesicherten Schluss auf seine Ursache zu. Diese war zunächst weiter Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

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Der Fahrer konnte den Lastwagen auf dem Standstreifen abstellen und das Fahrzeug unverletzt verlassen. Weitere Verletzte wurden ebenfalls nicht gemeldet.

Laminat und kunststoffhaltige Bodenbeläge erschweren Löscharbeiten

Bei der Ladung handelte es sich nach Polizeiangaben um Laminat. Die Feuerwehr beschrieb die Fracht allgemeiner als kunststoffhaltige Bodenbeläge. Durch die starke Hitze schmolzen Teile der Ladung zusammen. Brennendes Material tropfte teilweise auf die Fahrbahn und flammte auch während der Bergungsarbeiten immer wieder auf.

Die Feuerwehr musste deshalb das Brandgut schrittweise mit einem Radlader aus dem Fahrzeug entfernen. Erst danach konnten tiefer liegende Brandstellen und Glutnester gezielt gelöscht werden. Wasser und weitere Löschmittel wurden während des Einsatzes im Pendelverkehr zur Brandstelle gebracht.

Insgesamt waren nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbands rund 70 Feuerwehrkräfte im Einsatz. Neben den Feuerwehren aus Bindlach und Bayreuth wurden Kräfte aus Ramsenthal, Bad Berneck und Neudrossenfeld hinzugezogen. Auch ein Fachberater für Gefahrgut war an der Einsatzstelle. Hinzu kamen Rettungsdienst, Verkehrspolizei Bayreuth und Autobahnmeisterei.

Auch das Landratsamt Bayreuth und das Wasserwirtschaftsamt wurden eingebunden. Hintergrund war, dass Löschschaum in ein Regenrückhaltebecken gelangt war. Der Schaden am Lastwagen und an seiner Ladung wurde nach Polizeiangaben auf rund 400.000 Euro geschätzt.

Rauch zieht nach Bindlach und führt zu amtlicher Warnung

Im Verlauf des Abends veränderte sich die Richtung der Rauchwolke. Der Rauch zog zunehmend in Richtung des Gemeindegebiets Bindlach. Nach Angaben der Feuerwehr waren insbesondere Ramsenthal und Crottendorf betroffen. Daraufhin veranlasste die Integrierte Leitstelle Bayreuth/Kulmbach eine Bevölkerungswarnung über das Modulare Warnsystem MoWaS.

Die amtliche Meldung wurde um 20.25 Uhr ausgegeben. Darin wurde auf Beeinträchtigungen durch den Rauch des Lkw-Brandes auf der A9 auf Höhe Eckershof hingewiesen. Die Warnung war mit einer niedrigen Gefahrenstufe versehen.

Den Menschen im betroffenen Gebiet wurde vorsorglich empfohlen, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Klimaanlagen auszuschalten. Die Feuerwehr erklärte am Abend, nach damaliger Einschätzung bestehe keine akute Gesundheitsgefahr durch den Rauch. Auch Autofahrer, die an der Einsatzstelle vorbeifuhren, sollten die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen beachten.

Um 21.39 Uhr verbreitete die Leitstelle die Entwarnung. Damit war die zuvor für das Gemeindegebiet Bindlach herausgegebene Warnmeldung aufgehoben.

A9 mehrere Stunden gesperrt

Die starken Rauchschwaden und die aufwendigen Löschmaßnahmen wirkten sich erheblich auf den Verkehr aus. Obwohl der Lastwagen auf der Fahrbahn in Richtung München brannte, wurde die A9 zwischen Bayreuth-Nord und Bindlacher Berg zeitweise auch in Richtung Berlin vollständig gesperrt.

In beiden Fahrtrichtungen bildeten sich mehrere Kilometer lange Staus. Eine genauere amtlich bestätigte maximale Staulänge lag zunächst nicht vor. Der Verkehr wurde großräumig umgeleitet.

Die Fahrbahn in Richtung Berlin konnte gegen 20.15 Uhr beziehungsweise nach Feuerwehrangaben gegen 20.20 Uhr wieder freigegeben werden. Um 21.40 Uhr meldete der Kreisfeuerwehrverband auch die Freigabe der Fahrtrichtung Süden. Damit endete die vollständige Sperrung des Autobahnabschnitts.

Wegen der anschließenden Bergungsarbeiten bestanden in Richtung Nürnberg zunächst weiterhin Einschränkungen. Eine Verkehrsmeldung sah zeitweise nur den linken Fahrstreifen als befahrbar vor. Die unfallbedingte Fahrbahnverengung war dort bis in die Nacht zum Mittwoch gemeldet.

Am Mittwochmorgen bestand die am Vorabend ausgelöste Gefahrenwarnung nicht mehr. Der Lkw-Brand auf der A9 hatte damit über mehrere Stunden einen umfangreichen Feuerwehr- und Polizeieinsatz, kilometerlange Staus sowie eine vorsorgliche Warnung für Teile der angrenzenden Gemeinde Bindlach ausgelöst. Die genaue Brandursache blieb zunächst offen.

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