Lufthansa benennt Klimatarif in Impact Fare um

Mittendrin Flughafen Frankfurt – Terminal 3 Testbetrieb mit Komparsen
Mittendrin Flughafen Frankfurt heute um 21:00 Uhr im HR (Foto: Symbolbild)

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Die Lufthansa Group verabschiedet sich vom Namen „Green Fare“. Der bisherige Klimatarif heißt künftig „Impact Fare“. Wie der Luftfahrtkonzern am Freitag, 23. Oktober 2026, bekannt gab, reagiert er damit auf strengere regulatorische Anforderungen an die Umweltkommunikation. Das bestehende Tarifangebot wird unter neuer Bezeichnung fortgeführt.

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Der Klimatarif der Lufthansa soll Reisenden ermöglichen, durch ihre Buchung den zusätzlichen Einsatz nachhaltiger Flugkraftstoffe und ausgewählte Klimaschutzprojekte zu unterstützen. Mit dem neuen Namen stellt der Konzern diesen konkreten Beitrag stärker in den Vordergrund.

Neue EU-Regeln schränken Umweltwerbung ein

Hintergrund ist die EU-Richtlinie 2024/825, die unter der Bezeichnung „Empowering Consumers for the Green Transition“ bekannt ist. Ihre Bestimmungen werden seit dem 27. September 2026 angewendet. Deutschland hatte die europäischen Vorgaben bereits im Februar 2026 in nationales Recht umgesetzt.

Die Regelungen sollen Verbraucher besser vor irreführenden Umweltaussagen schützen. Unternehmen dürfen Produkte und Dienstleistungen nicht mehr mit allgemeinen, unbelegten Umweltversprechen bewerben. Auch Aussagen über angebliche Klimaneutralität, die ausschließlich auf der Kompensation von Treibhausgasemissionen beruhen, sind von den neuen Verboten erfasst.

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Dabei können auch Produktnamen als Umweltaussagen gelten. Ein grundsätzliches Verbot des Begriffs „grün“ besteht allerdings nicht. Entscheidend ist, ob die damit verbundene Aussage den gesetzlichen Anforderungen entspricht.

Die Lufthansa Group begründet ihre Umbenennung ausdrücklich mit diesen veränderten Anforderungen. Eine behördliche Feststellung, dass der bisherige Tarifname rechtswidrig gewesen sei, ist damit nicht verbunden.

So funktioniert der neue Impact Fare

Das Grundprinzip des Angebots bleibt bestehen. Wer den Impact Fare bucht, unterstützt nach Angaben der Lufthansa Group den zusätzlichen Einsatz von Sustainable Aviation Fuel, kurz SAF. Dabei handelt es sich um alternative Flugkraftstoffe, die gegenüber herkömmlichem Kerosin über ihren Lebenszyklus geringere Treibhausgasemissionen verursachen können.

Für jede entsprechende Buchung will Lufthansa innerhalb von sechs Monaten nach dem Abflug eine zusätzliche Menge SAF im eigenen Flugbetrieb einsetzen. Eine Verwendung des Kraftstoffs unmittelbar auf dem gebuchten Flug wird damit nicht zugesagt.

Hinzu kommen Beiträge zu Klimaschutzprojekten außerhalb der eigenen Wertschöpfungskette. Diese sollen abhängig vom jeweiligen Projekt CO₂-Emissionen vermeiden oder Kohlendioxid aus der Atmosphäre entfernen.

Bei europäischen Flügen orientiert sich die SAF-Komponente an 20 Prozent der geschätzten flugbezogenen CO₂-Emissionen. Für den Beitrag zu Klimaschutzprojekten werden die übrigen 80 Prozent zugrunde gelegt. Auf interkontinentalen Verbindungen beträgt dieses Verhältnis zehn zu 90 Prozent. Daraus lässt sich keine entsprechende Emissionsminderung für den einzelnen gebuchten Flug ableiten.

Mehr als fünf Millionen Fluggäste nutzten den bisherigen Tarif

Der Impact Fare ist nach Konzernangaben bei den Fluggesellschaften der Lufthansa Group in sämtlichen Reiseklassen buchbar. Neben den Umweltbeiträgen erhalten Reisende zusätzliche Meilen und Statuspunkte. Abhängig von Reiseklasse und Flugziel können auch günstigere oder gebührenfreie Umbuchungsmöglichkeiten enthalten sein.

Das ursprüngliche Angebot hatte die Lufthansa Group 2023 eingeführt. Seitdem haben nach Unternehmensangaben mehr als fünf Millionen Fluggäste einen Green Fare gebucht.

Mit der Umbenennung verändert der Konzern vor allem die Darstellung seines Nachhaltigkeitsangebots. Statt ein Flugticket pauschal als grün zu bezeichnen, soll der Name Impact Fare den finanziellen Beitrag der Reisenden zu zusätzlichen Umweltmaßnahmen hervorheben.

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