Lufthansa Notlandung Athen: A321neo nach Feuerwarnung evakuiert

Mittendrin Flughafen Frankfurt – Terminal 3 Testbetrieb mit Komparsen
Mittendrin Flughafen Frankfurt heute um 21:00 Uhr im HR (Foto: Symbolbild)

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Am Montagabend, dem 11. Mai 2026, musste ein Lufthansa-Airbus auf dem Flug von Athen nach München kurz nach dem Start umkehren. Eine Feuerwarnung im Cockpit sowie Gerüche nach Rauch in der hinteren Kabine veranlassten die Besatzung zur Lufthansa Notlandung Athen. Alle 184 Personen an Bord wurden sicher evakuiert – drei Passagiere erlitten dabei leichte Verletzungen.

Was passierte an Bord von Flug LH1753?

Flug LH1753 startete um 18:19 Uhr vom internationalen Flughafen Athen-Eleftherios Venizelos in Richtung München. Das Flugzeug – ein sieben Jahre alter Airbus A321neo mit dem Kennzeichen D-AIEA – stieg gerade auf Reiseflughöhe, als die Besatzung im Cockpit eine Feuerwarnung für die APU (Auxiliary Power Unit, Hilfstriebwerk) erhielt.

Gleichzeitig meldeten Kabinenbesatzung und Passagiere einen starken Geruch nach Rauch im hinteren Teil der Kabine. Rund 16 Minuten nach dem Start entschied der Kapitän, das Flugzeug sofort nach Athen zurückzubringen und einen Notruf abzugeben. Die Crew deklarierte den Luftnotfall, um Vorrang bei der Landung zu erhalten.

Die Maschine kehrte auf dem Flughafen Athen sicher auf, doch angesichts des anhaltenden Verdachts auf einen Kabinenbrand ordnete der Kapitän umgehend die Evakuierung aller Insassen über die Notrutschen an. Die Kabinenbesatzung öffnete die Notausgänge und wies die Passagiere an, das Flugzeug sofort zu verlassen.

Drei Verletzte bei der Evakuierung über Notrutschen

Bei der Evakuierung über die aufgeblasenen Notrutschen erlitten drei Passagiere leichte Verletzungen und wurden zur weiteren Versorgung in ein Athener Krankenhaus gebracht. Insgesamt befanden sich 177 Passagiere und 7 Crewmitglieder – zusammen 184 Personen – an Bord von Flug LH1753.

Lufthansa bestätigte den Vorfall und erklärte, dass die Sicherheit der Passagiere und der Besatzung höchste Priorität habe. Techniker nahmen die Maschine nach dem Vorfall umgehend unter die Lupe, um die genaue Ursache der Feuerwarnung zu ermitteln. Nach aktuellem Stand gilt ein Problem mit der Auxiliary Power Unit als wahrscheinlichste Ursache.

Die APU ist ein kleines Hilfstriebwerk im Heck moderner Verkehrsflugzeuge. Sie dient der Strom- und Druckluftversorgung am Boden und im Notfall auch im Flug. Feuerwarnungen in diesem Bereich gelten als kritischer Luftnotfall, da Brände im hinteren Rumpfbereich besonders gefährlich sind.

Konsequenzen für Passagiere und Untersuchung

Für die betroffenen Reisenden bedeutete der Vorfall zunächst eine mehrstündige Verzögerung in Athen. Lufthansa organisierte Ersatzbeförderung für alle Passagiere, die ihren Flug nach München fortsetzen wollten. Das betroffene Flugzeug D-AIEA wurde aus dem aktiven Betrieb genommen und steht bis zur vollständigen technischen Überprüfung nicht zur Verfügung.

Vorfälle dieser Art, bei denen eine Notlandung und Evakuierung am Ausweichflughafen erforderlich wird, kommen im globalen Luftverkehr gelegentlich vor. Moderne Flugzeuge wie der Airbus A321neo sind mit umfangreichen Warnsystemen ausgestattet, die genau für solche Situationen entwickelt wurden. Das frühzeitige Erkennen der Feuerwarnung und die konsequente Reaktion der Besatzung verhinderte hier möglicherweise Schlimmeres.

Der Vorfall verdeutlicht erneut, wie wichtig regelmäßige Trainings der Kabinenbesatzung für Evakuierungssituationen sind. Innerhalb weniger Minuten mussten 184 Personen geordnet und sicher das Flugzeug verlassen. Dass dabei nur drei Personen leichte Verletzungen erlitten, spricht für den professionellen Einsatz der Crew.

Lufthansa und der Luftfahrtsektor im Jahr 2026

Lufthansa verzeichnete zuletzt trotz des Drucks auf die Branche solide Ergebnisse: Die Lufthansa Quartalszahlen 2026 zeigen einen Umsatz auf Rekordniveau. Gleichzeitig kämpft der Sektor mit Kostendruck und Personalengpässen. Am Frankfurter Flughafen machte zuletzt der Fraport Stellenabbau 2026 Schlagzeilen. Auch bei anderen Fluggesellschaften gab es Turbulenzen: Ryanair musste wegen Kerosinmangels im Sommer 2026 Flüge streichen.

Die Flugsicherheitsbehörden werden den Vorfall auf Flug LH1753 nun sorgfältig analysieren. Pilot-Berichte, Cockpit-Aufzeichnungen und die technische Inspektion des Airbus A321neo D-AIEA sollen Aufschluss geben, was genau die Feuerwarnung auslöste. Das Ergebnis der Untersuchung dürfte in einigen Wochen vorliegen.

Quellen: Griechenland.net, Greek City Times, Aviation Herald

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