Lufthansa-Streik kurz vor Ferienende setzt Flugverkehr in Frankfurt und München unter Druck

Lufthansa Streik FMO München
Foto: Erich Westendarp

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Der Lufthansa-Streik in Frankfurt und München dürfte am Freitag bundesweit spürbare Folgen haben. Nach dem Aufruf der Flugbegleitergewerkschaft UFO sollen von 0.01 Uhr bis 22 Uhr alle Abflüge der Deutschen Lufthansa AG an den Drehkreuzen Frankfurt und München bestreikt werden. Im selben Zeitraum sind auch Starts der Regionaltochter Lufthansa Cityline an weiteren deutschen Flughäfen betroffen. Lufthansa hat auf die angekündigten Arbeitsniederlegungen mit einem Sonderflugplan reagiert und will zusätzliche Verbindungen anderer Konzernairlines einsetzen. Trotzdem rechnen Branche und Flughäfen mit zahlreichen Ausfällen.

Wo der Streik ansetzt und wie groß die Folgen ausfallen dürften

Der Ausstand konzentriert sich auf die beiden wichtigsten Lufthansa-Drehkreuze Frankfurt und München, reicht aber deutlich darüber hinaus. Nach den Ankündigungen werden auch Lufthansa-Cityline-Abflüge in Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover bestreikt. Der Flughafenverband ADV geht von mehr als 520 gestrichenen Flügen aus. Für Frankfurt wurde bereits berichtet, dass rund 75 Prozent der geplanten Lufthansa-Abflüge aus dem Plan genommen wurden. Auch an anderen Flughäfen zeichnen sich deutliche Einschnitte ab. In Berlin fallen nach aktuellen Berichten rund 20 Lufthansa-Flüge aus. In Hamburg teilte der Flughafen mit, dass sämtliche Frankfurt-Verbindungen gestrichen sind und bei den München-Flügen nur wenige Verbindungen bestehen bleiben.

Warum gerade Rückkehrer aus den Osterferien betroffen sein könnten

Die Streikankündigung trifft einen Tag, an dem vielerorts noch Rückreiseverkehr aus den Osterferien läuft. Das erhöht die praktische Wirkung des Arbeitskampfs deutlich. Nicht nur Abreisende in Deutschland müssen mit Änderungen rechnen. Nach Medienberichten könnten auch Umläufe aus dem Ausland betroffen sein, weil Maschinen und Besatzungen nicht wie vorgesehen an den deutschen Drehkreuzen ankommen oder weiter eingesetzt werden können. Lufthansa versucht, diese Folgen mit Zusatzkapazitäten abzufedern. Nach Unternehmensangaben sollen unter anderem Discover, Lufthansa City und Eurowings einspringen. Zudem sollen internationale Töchter wie Austrian Airlines, Swiss, Brussels Airlines, Air Dolomiti und ITA Airways zusätzliche Frequenzen anbieten oder größere Flugzeuge einsetzen, wo das möglich ist.

Welche Flüge bisher öffentlich konkret genannt sind

Eine vollständige zentrale Liste aller gestrichenen Einzelverbindungen ist öffentlich bislang nicht an einer einzigen Lufthansa-Seite gebündelt abrufbar. Belastbar bestätigt sind derzeit vor allem Flughafenangaben und einzelne öffentlich genannte Strecken. Hamburg hat für Freitag 13 geplante Ankünfte und 13 Abflüge von beziehungsweise nach Frankfurt sowie 12 Ankünfte und 12 Abflüge von beziehungsweise nach München genannt. Bereits gestrichen sind dort nach Flughafenangaben alle Frankfurt-Verbindungen. Bei den München-Flügen bleiben nach diesem Stand nur zwei Abflüge und zwei Ankünfte bestehen. Genannt werden die Abflüge LH2056 und LH2062 sowie die Ankünfte LH2057 und LH2063. Für Berlin ist bislang von rund 20 gestrichenen Verbindungen die Rede, betroffen sind dort innerdeutsche Flüge von und nach Frankfurt und München.

Was Reisende jetzt beachten sollten

Für Betroffene ist vor allem der aktuelle Flugstatus entscheidend. Lufthansa weist auf laufend aktualisierte Fluginformationen hin und kündigt an, Passagiere über Änderungen zu informieren und wenn nötig automatisch umzubuchen. Flughäfen wie Berlin, Hamburg und Hannover verweisen Reisende ebenfalls direkt an Lufthansa und empfehlen, den Flugstatus vor der Anreise zum Airport noch einmal zu prüfen. Wer über Reiseveranstalter oder Reisebüros gebucht hat, soll sich zusätzlich an diese Stellen wenden. Gerade weil sich der Stand kurzfristig ändern kann, ist die jetzt veröffentlichte Liste nur eine Momentaufnahme. Für einen Artikel ist deshalb wichtig: belastbar sind vor allem die bereits bestätigten Streichungen und die offiziell genannten verbleibenden Verbindungen.

Lufthansa-Streik • Freitag, 10. April 2026

Umfangreiche Übersicht der betroffenen Flüge und Strecken

Öffentliche Bestätigungen, Teilstände und bekannte Ausfälle nach Flughafen. Die Liste trennt sauber zwischen bestätigten Streichungen, teilweise bestätigten Ausfällen und bislang nur angekündigten Auswirkungen.

Bestätigt gestrichen Teilweise bestätigt Geplant, Status offen Nur Streikankündigung bestätigt
Flughafen Strecke / Bereich Bekannter Umfang Stand Details
Frankfurt Alle Lufthansa-Abflüge knapp 350 Abflüge geplant Teilweise bestätigt Nach veröffentlichtem Plan sind rund 75 % der geplanten Lufthansa-Abflüge gestrichen.
München Alle Lufthansa-Abflüge Streik für alle Abflüge angekündigt Ankündigung bestätigt Öffentlich liegt bislang keine vollständige Einzelliste aller gestrichenen Starts vor.
Berlin (BER) Verbindungen von/nach Frankfurt und München rund 20 Starts und Landungen Bestätigt gestrichen Am BER sind nach aktuellem Stand nur die innerdeutschen Lufthansa-Verbindungen zu den beiden Drehkreuzen betroffen.
Hamburg Frankfurt 13 Ankünfte / 13 Abflüge geplant Bestätigt gestrichen Alle Frankfurt-Verbindungen sind gestrichen.
Hamburg München 12 Ankünfte / 12 Abflüge geplant Teilweise bestätigt Fast alle München-Flüge sind gestrichen. Verbleibend sind laut veröffentlichtem Stand nur LH2056, LH2062 sowie LH2057 und LH2063.
Hamburg Gesamtbild Lufthansa 23 Flüge gestrichen Bestätigt gestrichen Öffentlich bestätigte Gesamtzahl der gestrichenen Lufthansa-Flüge ab beziehungsweise nach Hamburg.
Hannover Frankfurt 10 Flüge betroffen Bestätigt gestrichen Gestrichen sind fünf Abflüge nach Frankfurt um 6.10, 8.40, 10.50, 15.10 und 18.25 Uhr sowie fünf Ankünfte aus Frankfurt um 8.00, 10.15, 14.00, 17.50 und 23.00 Uhr.
Hannover München 6 Flüge betroffen Bestätigt gestrichen Gestrichen sind drei Abflüge nach München um 8.35, 17.20 und 20.05 Uhr sowie drei Ankünfte aus München um 7.55, 16.35 und 19.20 Uhr.
Hannover Lufthansa City Airlines nach/von München 4 Verbindungen weiter geplant Geplant, Status offen Weiter geplant sind Starts um 6.05 und 13.05 Uhr sowie Landungen um 12.25 und 22.55 Uhr. Diese Flüge gehören nicht zur bestreikten CityLine.
Köln/Bonn München 4 Abflüge / 4 Ankünfte geplant Bestätigt gestrichen Gestrichen sind Abflüge nach München um 13.05, 18.25 und 20.10 Uhr sowie Ankünfte aus München um 12.25, 17.40 und 19.30 Uhr.
Düsseldorf Frankfurt / München 13 Lufthansa-Abflüge geplant Geplant, Status offen Davon waren laut Airport fünf Abflüge nach Frankfurt und acht nach München vorgesehen. Eine belastbare Einzelliste der Streichungen lag öffentlich zunächst nicht vor.
Düsseldorf Lufthansa City Airlines nach München 2 zusätzliche Abflüge geplant Geplant, Status offen Diese Flüge wurden vom Flughafen gesondert erwähnt, eine konkrete Streichung war öffentlich zunächst nicht bestätigt.
Stuttgart Frankfurt / München 10 Flüge mit Frankfurt, 8 mit München im regulären Plan Teilweise bestätigt Der Flughafen ist betroffen, eine vollständige öffentliche Einzelliste der annullierten Flüge lag zunächst nicht vor.
Leipzig/Halle Frankfurt 8 Flüge von und nach Frankfurt Bestätigt gestrichen Für Leipzig/Halle wurden konkret acht betroffene Lufthansa-Flüge von und nach Frankfurt genannt.
Bremen Lufthansa CityLine-Abflüge Streikankündigung bestätigt Ankündigung bestätigt Bremen ist unter den bestreikten CityLine-Standorten genannt, eine belastbare öffentliche Einzelliste der Ausfälle lag zunächst nicht vor.
Gesamtbild Deutschlandweit mehr als 520 Flugausfälle erwartet Teilweise bestätigt Diese Zahl wurde in aktuellen Berichten als Erwartung für den bundesweiten Lufthansa-Streik genannt.
Zeitraum
Freitag, 10. April 2026
00:01 Uhr bis 22:00 Uhr
Direkt betroffen
Lufthansa ab Frankfurt und München sowie CityLine an neun deutschen Flughäfen
Wichtiger Hinweis
Lufthansa rechnet derzeit damit, ab Samstag weitgehend wieder regulär zu fliegen.
Disclaimer
Diese Übersicht bildet den öffentlich bekannten Stand ab. Flugpläne, Streichungen, Ersatzverbindungen und Uhrzeiten können sich kurzfristig ändern. Maßgeblich ist immer der aktuelle Status bei Lufthansa beziehungsweise der individuellen Buchung. Vor der Anreise zum Flughafen sollte der Flugstatus daher erneut geprüft werden.

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