
Das ZDF-Talkformat Markus Lanz läuft am Dienstag, den 19. Mai 2026, ab 23:15 Uhr und versammelt erneut Gäste aus Politik, Journalismus und Wirtschaft im Studio. Im Mittelpunkt der heutigen Ausgabe stehen die anhaltende Krise beim Wolfsburger Automobilhersteller Volkswagen sowie Deutschlands Frage nach dem richtigen wirtschaftspolitischen Kurs in einem veränderten globalen Umfeld.
Olaf Lies ist Wirtschaftsminister des Landes Niedersachsen und als solcher einer der wichtigsten politischen Akteure in der VW-Krise. Niedersachsen ist nicht nur Anteilseigner des Konzerns, sondern steht auch für Tausende von Arbeitsplätzen, die direkt und indirekt vom Volkswagen-Konzern abhängen. Lies hat in den vergangenen Monaten immer wieder öffentlich Stellung bezogen und sich für den Erhalt der Standorte eingesetzt. Im Lanz-Studio wird er Rede und Antwort stehen, wie die Politik auf die Umstrukturierungspläne des Konzerns reagiert und welche konkreten Maßnahmen das Land Niedersachsen plant, um Jobs zu sichern.
Kerstin Münstermann ist Leiterin des Hauptstadtbüros der Rheinischen Post und eine der profiliertesten politischen Journalistinnen Deutschlands. Sie wird die Sendung mit ihrer Einordnung aus bundespolitischer Perspektive bereichern. Münstermann analysiert seit Jahren die wirtschaftspolitische Debatte in Berlin und kann einschätzen, welche Handlungsspielräume die Bundesregierung bei Themen wie Industriepolitik, Fachkräftemangel und Standortsicherung hat.
Jörg Wuttke war langjähriger Präsident der EU-Handelskammer in China und gilt als ausgewiesener Kenner der sino-europäischen Wirtschaftsbeziehungen. Er bringt in die Runde einen globalen Blick: Wie verändert Chinas Strategie die internationalen Lieferketten? Welche Rolle spielt Peking bei der künftigen Entwicklung der Elektromobilität, und was bedeutet das konkret für deutsche Automobilhersteller wie Volkswagen?
Frederik Pleitgen, CNN-Korrespondent mit langjähriger Erfahrung aus Russland und dem Nahen Osten, rundet die Runde ab. Er liefert den geopolitischen Rahmen: Der Krieg in der Ukraine, die internationalen Sanktionen gegen Russland und die Verflechtungen zwischen Rüstungslieferungen, Energiepolitik und Wirtschaftsinteressen bestimmen den weltpolitischen Kontext, in dem sich auch Deutschlands Industrie behaupten muss.
Volkswagen steht vor einer der größten Herausforderungen seiner Geschichte. Der Konzern kämpft mit rückläufigen Absatzzahlen in China, dem einstigen Wachstumsmarkt schlechthin, mit dem schwierigen Übergang zur Elektromobilität und mit steigendem Kostendruck durch internationale Konkurrenz. Werksschließungen und ein massiver Stellenabbau stehen im Raum. Für Niedersachsen ist das eine existenzielle Frage: Zehntausende Beschäftigte und ganze Regionen hängen am wirtschaftlichen Schicksal des Wolfsburger Konzerns.
Deutschland diskutiert seit Monaten intensiv über seine Rolle als Wirtschaftsstandort. Hohe Energiepreise, bürokratische Hürden und fehlende Fachkräfte machen dem Industrieland zu schaffen. Gleichzeitig setzt die neue US-Handelspolitik mit Strafzöllen auf europäische Waren deutschen Exporteuren unter Druck. Markus Lanz nutzt das Format, um diese vielschichtigen Themen mit Experten zu beleuchten, die unterschiedliche Perspektiven einbringen – von der Landes- über die Bundes- bis zur Weltpolitik.
Markus Lanz läuft am 19. Mai 2026 ab 23:15 Uhr im ZDF. Die Sendung ist im Anschluss in der ZDF-Mediathek abrufbar.
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