
Borussia Mönchengladbach arbeitet offenbar daran, eines seiner größten Nachwuchstalente langfristig an den Verein zu binden. Der 17-jährige Offensivspieler Wael Mohya soll nach Informationen von Sky Sport einen verbesserten Vertrag erhalten. Obwohl sein bisheriger Kontrakt dem Bericht zufolge noch bis 2028 läuft, beschäftigt sich der Bundesligist bereits mit einer Verlängerung. Gleichzeitig sollen mehrere deutsche Spitzenvereine die Entwicklung des jungen Profis verfolgen.
Die Personalie hat durch Mohyas jüngste Leistungen zusätzliche Bedeutung erhalten. Beim ersten Bundesliga-Saisonsieg der Gladbacher gegen den VfB Stuttgart am 23. Oktober überzeugte der Offensivspieler mit einem Treffer und einer Torvorlage. Für die Borussia geht es nun darum, die sportliche Entwicklung eines eigenen Nachwuchsspielers mit der langfristigen Kaderplanung zu verbinden.
Nach Informationen von Sky Sport laufen bereits Gespräche zwischen Borussia Mönchengladbach, Mohyas Umfeld und seinen Beratern. Der Verein wolle den Offensivspieler über die bisherige Vertragslaufzeit hinaus halten und dafür auch seine finanziellen Bedingungen verbessern.
Eine konkrete Gehaltssumme wurde nicht genannt. Ebenso gibt es keine bestätigten Angaben dazu, wie hoch eine mögliche Erhöhung ausfallen würde. Eine Verdopplung des bisherigen Gehalts ist damit nicht gesichert.
Auch über die neue Laufzeit gibt es noch keine verbindlichen Informationen. Laut Sky ist Mohya derzeit bis 2028 an Borussia gebunden. Eine Verlängerung über dieses Datum hinaus wäre ein deutliches Signal für die künftige Kaderplanung.
Ein weiterer möglicher Bestandteil der Verhandlungen ist eine Ausstiegsklausel. Damit könnte vertraglich geregelt werden, unter welchen Voraussetzungen der Spieler den Verein vorzeitig verlassen darf. Ob eine solche Regelung tatsächlich vereinbart wird und welche Summe dafür gelten könnte, ist bislang offen.
Dass Borussia Mönchengladbach die Zukunft von Wael Mohya beschäftigt, hat Sportdirektor Rouven Schröder bereits öffentlich bestätigt. In der Sport1-Sendung Doppelpass am 25. Oktober erklärte er: „Wir sind mit ihm, seinen Eltern und seiner Agentur im Austausch.“
Schröder machte zugleich deutlich, dass der Verein seine wirtschaftlichen Möglichkeiten berücksichtigen müsse. Er gehe nicht davon aus, dass Mohya seine gesamte Karriere in Mönchengladbach verbringen werde. Transferüberschüsse seien für Borussia ein Bestandteil der wirtschaftlichen Planung.
Eine bereits abgeschlossene Vertragsverlängerung kündigte der Sportdirektor allerdings nicht an. Auch zu möglichen Vertragskonditionen machte er keine konkreten Angaben.
Mohya wurde am 31. Dezember 2008 in Mettmann geboren und besitzt die deutsche sowie die marokkanische Staatsangehörigkeit. Der offensive Mittelfeldspieler kann sowohl zentral hinter den Angreifern als auch auf den Außenpositionen eingesetzt werden.
Seine fußballerische Ausbildung absolvierte er überwiegend bei Borussia Mönchengladbach. Nach Angaben von Transfermarkt kam er 2016 aus dem Nachwuchs des SV Straelen zum Verein. Seitdem durchlief er verschiedene Jugendmannschaften.
Einen wichtigen Erfolg erreichte Mohya im Juni 2025, als er mit der Gladbacher U17 Deutscher Meister wurde. In den vier Endrundenspielen erzielte er drei Tore und bereitete drei weitere Treffer vor. Wenige Wochen später verlängerte Borussia seinen Vertrag und ermöglichte ihm die Vorbereitung mit der Profimannschaft.
In der Saison 2025/26 etablierte sich der Offensivspieler schrittweise im Profibereich. Er wurde zum jüngsten Pflichtspielspieler und später zum jüngsten Bundesligatorschützen der Gladbacher Vereinsgeschichte.
Mittlerweile gehört Mohya auch zum deutschen U21-Nationalteam. Anfang Oktober kam er beim erfolgreichen Abschluss der EM-Qualifikation gegen Georgien zum Einsatz.
Die sportliche Entwicklung erklärt, weshalb Borussia den Nachwuchsspieler langfristig halten möchte.
In der laufenden Saison 2026/27 absolvierte Mohya bis zum 29. Oktober sieben Bundesligaspiele und erzielte dabei zwei Tore. Hinzu kam eine Torvorlage. Im DFB-Pokal bestritt er zwei weitere Partien und erzielte einen Treffer. Insgesamt steht der Offensivspieler damit bei neun Pflichtspieleinsätzen, drei Toren und einer Vorlage.
Unter Trainer Alexander Blessin erhielt Mohya zuletzt zusätzliche Verantwortung. Der 17-Jährige stand gegen Hoffenheim und Stuttgart in der Startformation. Blessin lobte neben den offensiven Fähigkeiten insbesondere seine Arbeit gegen den Ball.
Auch hinsichtlich des wachsenden öffentlichen Interesses zeigte sich der Trainer zuversichtlich. Mohya mache trotz seines jungen Alters einen gefestigten Eindruck und könne seine Situation gut einschätzen.
Die Vertragsgespräche finden vor dem Hintergrund eines offenbar wachsenden Interesses anderer Bundesligisten statt.
Nach Informationen von Sky Sport beschäftigen sich der FC Bayern München, Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und RB Leipzig mit Mohyas Entwicklung. Auch Vereine aus dem europäischen Ausland sollen den Spieler beobachten.
Konkrete Angebote oder offizielle Verhandlungen mit diesen Klubs sind bislang nicht bestätigt. Ebenso gibt es keine gesicherten Angaben darüber, ob einer der Interessenten bereits einen Transfer vorbereitet.
Sky hält einen Wechsel im kommenden Winter für unwahrscheinlich. Für den Sommer 2027 sei die Situation hingegen offen. Eine unabhängige Bestätigung für konkrete Wechselpläne lag zunächst nicht vor.
Für Borussia Mönchengladbach hat die Entscheidung über Mohyas Zukunft auch eine sportliche Dimension. Der Verein steht nach einem schwierigen Saisonbeginn unter erheblichem Druck.
Nach sechs Bundesliga-Niederlagen gelang den Gladbachern am 23. Oktober der erste Ligasieg. Vier Tage später erreichte die Mannschaft das Achtelfinale des DFB-Pokals. In der Bundesliga befindet sich die Borussia weiterhin im Tabellenkeller.
Laut Sky Sport könnte der Klassenerhalt eine entscheidende Voraussetzung dafür sein, dass Mohya auch über die Saison hinaus in Mönchengladbach bleibt. Diese Einschätzung wurde vom Verein bislang nicht als verbindliche Vertragsbedingung bestätigt.
Eine Verlängerung würde Borussia größere Planungssicherheit geben. Gleichzeitig könnte eine mögliche Ausstiegsklausel einen späteren Wechsel zu einem anderen Verein erleichtern.
Für die Gladbacher geht es damit um zwei unterschiedliche Ziele: einen entwicklungsfähigen Offensivspieler möglichst lange sportlich einzubinden und zugleich den wirtschaftlichen Wert eines selbst ausgebildeten Profis zu sichern.
Mohyas bisheriger Vertrag bietet nach den Angaben von Sky Sport noch eine Bindung bis 2028. Ob Borussia diese Laufzeit tatsächlich verlängern kann, unter welchen finanziellen Bedingungen dies geschieht und welche Rolle mögliche Ausstiegsklauseln spielen, blieb zunächst offen.
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