Nach Artemis-2-Start macht Bär Druck bei deutscher Raumfahrt und Frauenförderung

Nach Artemis-2-Start macht Bär Druck bei deutscher Raumfahrt und Frauenförderung
Symbolfoto: Caroline Muffert

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Mit dem erfolgreichen Start der Artemis-2-Mission ist das Thema Artemis 2 Deutschland auch politisch wieder stärker in den Fokus gerückt. Bundesforschungs- und Raumfahrtministerin Dorothee Bär hat in einem WDR-Interview betont, dass Deutschland sich als Raumfahrtnation verstehe und bei der Mondmission nicht nur politisch, sondern auch technologisch sichtbar beteiligt sei. Zugleich kündigte sie an, sich für mehr Frauen in der europäischen Astronautik einzusetzen. Konkret nannte sie das Ziel, bald eine deutsche ESA-Astronautin zu bekommen.

Artemis-2-Mission Deutschland: Welche Rolle deutsche Technik spielt

Aus Sicht der Ministerin zeigt der Start der NASA-Mission, dass Deutschland bei großen Raumfahrtprojekten weiterhin eine wichtige Rolle spielt. Im Mittelpunkt steht dabei das European Service Module, das für das Orion-Raumschiff benötigt wird und laut Bär in Bremen mit deutscher und europäischer Beteiligung zusammengebaut wird. Artemis II war am 1. April 2026 von Cape Canaveral gestartet und ist die erste bemannte Mission auf dem Weg zum Mond seit mehr als 50 Jahren. Die vierköpfige Crew soll den Mond umrunden und nach rund zehn Tagen zur Erde zurückkehren.

Deutscher Astronaut für Mondmission bleibt möglich

Bär verwies außerdem darauf, dass Deutschland sich Ende November nach ihren Worten in einer wichtigen Personalfrage habe durchsetzen können. Demnach soll der erste Europäer mit der Chance auf einen Flug zum Mond ein Deutscher sein. Wer bei einer künftigen Mission tatsächlich ausgewählt wird, ist nach ihren Angaben noch offen. Im Gespräch nannte sie dabei Matthias Maurer und Alexander Gerst als Kandidaten, deren Auswahl sich am Ende an den wissenschaftlichen Anforderungen der jeweiligen Mission orientieren soll. Einen möglichen Zeithorizont umriss sie mit Blick auf das Jahr 2028.

Deutsche ESA-Astronautin ist für Bär ein politisches Ziel

Besonders deutlich äußerte sich die Ministerin zur Frage der Frauenförderung. Ihr Ziel sei es, bald eine deutsche ESA-Astronautin zu bekommen. Sie verwies darauf, dass die ESA in diesem Jahr bereits eine Frau zur Internationalen Raumstation geschickt habe und dass es in Deutschland zwei Reserveastronautinnen gebe. Daraus lässt sich ablesen, dass Bär das Thema nicht nur als Gleichstellungsfrage versteht, sondern auch als strategischen Punkt für die künftige Position Deutschlands in der Raumfahrt. Die politische Botschaft des Interviews ist damit klar: Dorothee Bär Raumfahrt soll stärker sichtbar machen, technologisch wie personell.

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