
Das Ohnsorg-Theater kehrt am Samstagabend mit einer neuen Fernsehaufzeichnung ins NDR Fernsehen zurück. „Kribbeln in’n Buuk“ erzählt von sechs älteren Singles, die beim Speeddating noch einmal nach Nähe und einer neuen Partnerschaft suchen. Die plattdeutsche Komödie wurde erst im Januar 2026 in Hamburg uraufgeführt und feiert nun ihre deutsche TV-Premiere.
Der NDR bestätigt die angekündigte Sendezeit: „Kribbeln in’n Buuk – Der Himmel voller Geigen“ läuft am Samstag, 26. September 2026, von 20.15 bis 22.00 Uhr im NDR Fernsehen. Damit sind für den Stand am Samstagnachmittag keine Abweichungen von der vorab veröffentlichten Programmübersicht erkennbar. Die angesetzte Fernsehlaufzeit liegt bei 105 Minuten.
Es handelt sich nicht um die Wiederholung einer älteren Fernsehfassung. Die Sendung wird als deutsche TV-Premiere am 26. September 2026 geführt. Gleichzeitig kündigte der NDR für diesen Tag eine Aufzeichnung im Ohnsorg-Theater an. In der plattdeutschen Sendung „Wi snackt Platt“ war ausdrücklich von einer Live-Aufzeichnung am 26. September und einer Ausstrahlung noch am selben Abend die Rede. Das Ohnsorg-Theater führt den Termin ebenfalls als „TV-Aufzeichnung“ im Großen Haus.
Eine genaue Uhrzeit der Aufzeichnung lag zunächst nicht vor. Damit lässt sich aus den veröffentlichten Angaben auch nicht sicher ableiten, mit welchem zeitlichen Abstand die Bühnenaufzeichnung zur Fernsehausstrahlung erfolgt.
Im Mittelpunkt stehen sechs Menschen mit unterschiedlichen Lebenswegen, die sich zu einem Speeddating anmelden. Hinter ihnen liegen frühere Beziehungen, gleichzeitig hoffen sie auf einen neuen Anfang. Die kurzen Begegnungen verlangen ihnen einiges ab: Wie beginnt man nach vielen Jahren wieder einen Flirt, wie viel erzählt man von sich und was geschieht, wenn zwei völlig unterschiedliche Charaktere für wenige Minuten an einem Tisch sitzen?
Begleitet wird die Gruppe von Frauke und Manfred, die den Abend moderieren und den Teilnehmern Tipps für ihre Begegnungen geben. Die Komödie verbindet dabei komische, absurde und melancholische Situationen, ohne die Frage vorwegzunehmen, ob aus den Begegnungen tatsächlich neue Beziehungen entstehen. Autor des Stücks ist Marc Becker. Die plattdeutsche Fassung stammt von Meike Meiners.
Die Bühneninszenierung stammt nach dem offiziellen Programmheft des Ohnsorg-Theaters ebenfalls von Marc Becker. Für Bühne und Kostüme war Sabine Flunker verantwortlich, Musik, Arrangements und musikalische Leitung übernahm Jonathan Wolters. Die Fernsehregie der NDR-Aufzeichnung liegt bei Klaus-Dieter Rentel.
Auffällig ist eine Abweichung in den veröffentlichten NDR-Programmdaten: Dort wird bei der Inszenierung „Marcus Becker“ genannt. Das offizielle Programmheft des Ohnsorg-Theaters nennt dagegen eindeutig Autor und Regisseur Marc Becker. Für die Bühneninszenierung ist deshalb die Angabe des Theaters maßgeblich.
Der NDR führt für die Fernsehausstrahlung Laura Uhlig als Frauke Jakobs, Johannes Schäfer als Manfred Würzer, Beate Kiupel als Rosi Zapp, Birthe Gerken als Sabine Walter, Meike Meiners als Wilma Löwe, Oskar Ketelhut als Gabor Nordermann und Robert Eder als Udo Lotter auf. In der Rolle des Klaus Siemer nennt die aktuelle Fernsehankündigung Frank Grupe.
Damit gibt es einen dokumentierten Besetzungswechsel gegenüber der ursprünglichen Bühnenfassung. Bei der Premiere im Januar spielte Till Huster den Klaus Siemer. Das Programmheft des Theaters führt ihn ausdrücklich in dieser Rolle, ebenso zeigen die veröffentlichten Szenenbilder Huster mit dem Ensemble. Für die TV-Fassung wird dagegen Grupe genannt.
Die Bühnenpremiere fand am 11. Januar 2026 im Großen Haus des Ohnsorg-Theaters statt. Die erste Spielserie lief dort bis zum 15. Februar. Das Theater gab für die Bühnenfassung eine Spieldauer von ungefähr zwei Stunden einschließlich Pause an. Die Fernsehfassung ist dagegen auf 105 Minuten programmiert.
Auch die heutige TV-Aufzeichnung findet nach Angaben des Theaters im Ohnsorg-Theater statt. Das Haus befindet sich am Heidi-Kabel-Platz in Hamburg und spielt seit 2011 im Bieberhaus am Hauptbahnhof. Im August 2026 jährte sich der Umzug an diesen Standort zum 15. Mal.
Die heute gezeigte Fassung ist plattdeutsch. Das Ohnsorg-Theater plant mit dem Stoff allerdings auch eine hochdeutsche Variante: Unter dem Titel „Der Himmel voller Geigen“ ist für April und Mai 2027 eine hochdeutsche Tournee angekündigt. Zuvor geht „Kribbeln in’n Buuk – Der Himmel voller Geigen“ ab Februar 2027 noch einmal in plattdeutscher Sprache auf Tournee.
Die Fernsehübertragungen haben beim Ohnsorg-Theater eine lange Tradition. Bereits im März 1954 kam eine Aufführung des Hauses erstmals ins Fernsehen. Der NDR hat seitdem mehr als 230 Inszenierungen übertragen.
Im Programm der ARD Mediathek ist die Sendung für Samstag um 20.15 Uhr aufgeführt. In der vorab abrufbaren Detailansicht war jedoch noch kein Video verfügbar. Ein konkreter Zeitraum, wie lange die vollständige Aufzeichnung nach der Ausstrahlung in der ARD Mediathek abrufbar sein wird, lag zunächst nicht vor.
Auch eine belastbare öffentlich zugängliche Einschaltquote samt Marktanteil der unmittelbar vorausgegangenen Ohnsorg-Ausstrahlung im NDR ließ sich zunächst nicht bestätigen. Die jüngste neue Ohnsorg-TV-Produktion vor dem heutigen Stück war „Buddenbrooks – Eine Familiensaga“, die am 25. Oktober 2025 ihre deutsche TV-Premiere im NDR hatte. Verifizierbare Quotendaten dazu lagen zunächst nicht vor.
Direkt anschließend bleibt der NDR beim Ohnsorg-Theater. Von 22.00 bis 23.30 Uhr läuft „Späte Liebe geht ins Geld“. Die Komödie mit Fritz Hollenbeck, Jochen Schenck, Hilde Sicks, Christa Wehling, Karl Otto Ragotzky und Ulla Mahrt stammt aus dem Jahr 1981. Die deutsche TV-Premiere war am 27. Juni 1981. Für die Fernsehregie war Alfred Johst verantwortlich, die Bühneninszenierung stammte von Hans Timmermann.
Damit verbindet der NDR am Samstagabend eine aktuelle Ohnsorg-Erstausstrahlung mit einer mehr als 45 Jahre alten Produktion aus dem Fernseharchiv.
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