
Ein Dachstuhlbrand hat am Montag ein Einfamilienhaus in Paderborn schwer beschädigt. Das Feuer brach im Bereich einer Solaranlage aus und erfasste den gesamten Dachfirst. Alle Bewohner konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen. Verletzt wurde niemand. Das Haus ist nach dem Brand vorerst nicht mehr bewohnbar.
Die Feuerwehr Paderborn wurde am Montag, 13. Juli 2026, um 15.37 Uhr zu dem Einsatz an der Straße Am Silberbrink alarmiert. Nach Angaben der Einsatzkräfte war das Feuer aus bislang ungeklärter Ursache im Bereich der Solarpaneele entstanden. Diese dienten bei dem betroffenen Gebäude zugleich als Dacheindeckung.
Als die ersten Feuerwehrleute eintrafen, brannte der Dachfirst bereits auf seiner gesamten Länge. Ein Atemschutztrupp ging mit einem Strahlrohr in das Wohnhaus vor. Gleichzeitig begannen weitere Kräfte mit der Brandbekämpfung von außen. Eine Drehleiter wurde in Stellung gebracht.
Der Dachstuhl war als Nagelbinderkonstruktion ausgeführt und stürzte kurz nach dem Eintreffen der Feuerwehr auf seiner gesamten Länge ein. Der im Gebäude eingesetzte Atemschutztrupp musste daraufhin den Innenangriff abbrechen. Die weitere Brandbekämpfung erfolgte überwiegend von außen.
Über tragbare Leitern löschten die Einsatzkräfte gezielt verbliebene Glutnester. Teilweise mussten dazu Fassadenplatten entfernt werden. Da nach dem Einsturz zwei Giebel frei standen und zeitweise ebenfalls einzustürzen drohten, wurde ein Baufachberater des Technischen Hilfswerks hinzugezogen.
Der zuständige Energieversorger unterbrach während des Einsatzes vorsorglich die Strom- und Gasversorgung des Hauses. Die Paderborner Notfallseelsorge kümmerte sich um die Bewohner, die ihr Zuhause verlassen mussten.
Im Einsatz waren die hauptamtlichen Kräfte der Feuer- und Rettungswachen Nord und Süd sowie die ehrenamtlichen Löschzüge Stadtmitte und Elsen. Zur umfangreichen Fahrzeugflotte gehörten unter anderem mehrere Löschfahrzeuge, zwei Drehleitern, ein Tanklöschfahrzeug, ein Rettungswagen und zwei Einsatzleitwagen. Auch ein mit Auszubildenden besetztes Fahrzeug der Feuerwehrschule wurde eingesetzt.
Ein Gerätewagen des Rettungsdienstes brachte Getränke und saubere Schutzkleidung zur Einsatzstelle. Dadurch konnten Feuerwehrleute ihre während des Einsatzes verunreinigte Kleidung unmittelbar wechseln.
Erst gegen 20 Uhr war das Feuer vollständig gelöscht. Gegen 22 Uhr kontrollierte die Feuerwehr das Gebäude noch einmal auf mögliche Glutnester. Die genaue Ursache des Dachstuhlbrandes ist weiterhin unklar. Das Einfamilienhaus wurde durch das Feuer und den Einsturz des Daches so stark beschädigt, dass es derzeit nicht bewohnt werden kann.
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