
Die Feuerwehr Bremerhaven ist innerhalb weniger Stunden zu mehreren größeren Einsätzen ausgerückt. Neben zwei Bränden in Wohnhäusern beschäftigten ein brennender Akku eines Elektroautos und ein automatisch ausgelöster Smartwatch-Notruf die Einsatzkräfte. Bei einem Feuer wurde ein Bewohner verletzt. Die Ursachen der Brände sind bislang nicht geklärt.
Am späten Montagnachmittag geriet der Dachstuhl eines Wohngebäudes in der Eichendorfstraße in Brand. Die Berufsfeuerwehr wurde bei den Löscharbeiten von der Freiwilligen Feuerwehr Weddewarden unterstützt.
Um ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Häuser zu verhindern, richteten die Einsatzkräfte über eine Drehleiter eine sogenannte Riegelstellung ein. Dabei wird gezielt Wasser zwischen dem brennenden Gebäude und den gefährdeten Nachbarhäusern eingesetzt. Nach Angaben der Feuerwehr konnte eine weitere Ausbreitung des Feuers dadurch verhindert werden.
Insgesamt waren 31 Feuerwehrleute an dem Einsatz beteiligt. Angaben zur Höhe des entstandenen Sachschadens lagen zunächst nicht vor. Auch die Ursache des Dachstuhlbrandes ist noch unklar.
In der folgenden Nacht wurde die Feuerwehr zu einem weiteren Feuer gerufen. Dieses Mal brannte es in einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Lehe. Bei dem Vorfall erlitt ein Bewohner leichte Verbrennungen.
Der Rettungsdienst versorgte den Verletzten zunächst an der Einsatzstelle. Anschließend wurde er zur weiteren medizinischen Behandlung in ein Bremerhavener Krankenhaus gebracht. Weitere Verletzte wurden in der Mitteilung der Feuerwehr nicht genannt.
An diesem Einsatz waren 23 Kräfte beteiligt. Ob Wohnungen durch das Feuer vorübergehend unbewohnbar wurden, ist derzeit nicht bekannt. Auch zum Umfang der Schäden machte die Feuerwehr keine Angaben.
Während des Einsatzes im Mehrfamilienhaus mussten weitere Feuerwehrkräfte zu einem Parkplatz im Stadtteil Lehe ausrücken. Dort war der Akku eines Elektrofahrzeugs in Brand geraten.
Die Einsatzkräfte löschten das Feuer und sicherten das Fahrzeug anschließend. Dabei kam ein spezielles Gerät zum Einsatz, mit dem verunreinigtes Löschwasser aufgenommen werden kann. Diese Maßnahme soll verhindern, dass belastetes Wasser unkontrolliert in den Boden oder die Kanalisation gelangt.
Nähere Angaben zum Fahrzeug, zur möglichen Brandursache oder zur Schadenshöhe veröffentlichte die Feuerwehr zunächst nicht.
Zeitgleich ging in der Leitstelle ein automatischer Notruf einer Smartwatch ein. Die übermittelten Daten deuteten auf einen möglichen Herzstillstand im Stadtteil Fehrmoor hin. Da die betroffene Person auf Rückrufe nicht reagierte, alarmierte die Leitstelle vorsorglich Rettungskräfte.
Nach einer längeren Suche fanden die Einsatzkräfte die Person unverletzt. Ein medizinischer Notfall lag nicht vor. Weshalb die Smartwatch den Alarm ausgelöst hatte, blieb offen.
Die Ermittlungen zu den Ursachen der Brände übernimmt die Polizei. Erkenntnisse zu den Schäden lagen zum Zeitpunkt der Mitteilung noch nicht vor.
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