Sieben Schankkellner verlassen Paulaner-Zelt auf der Wiesn

Badwirtschaft Malleichen Gestratz neue Pächterin
Symbolbild

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Im Paulaner-Festzelt auf dem Münchner Oktoberfest ist es zu einem ungewöhnlichen Personalengpass beim Bierausschank gekommen. Sieben Schankkellner verließen am Montagabend, 28. September, ihre Arbeitsplätze. Andere Beschäftigte und kurzfristig hinzugezogene Kräfte übernahmen daraufhin die Arbeit an den Schänken. Am Dienstagmorgen waren nach Angaben aus dem Festzelt bereits acht neue Schankkellner verfügbar.

Über den genauen Auslöser für den Konflikt gibt es unterschiedliche Darstellungen. Nach Darstellung der Sprecherin von Festwirt Lorenz Stiftl waren zwei Schankkellner während des Dienstes beim Biertrinken angetroffen worden. Alkoholkonsum während der Arbeitszeit sei für die Beschäftigten untersagt. Eine andere Schilderung aus Bedienungskreisen nennt einen abweichenden Hintergrund. Diese Darstellung ließ sich zunächst nicht unabhängig bestätigen.

Unterschiedliche Angaben zum Beginn des Konflikts

Nach der Darstellung aus dem Umfeld des Festwirts traf Stiftl zwei Schankkellner in einem Nebenbereich beim Biertrinken an. In der Folge verließen insgesamt sieben Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze. Weshalb sich weitere Beschäftigte anschlossen, blieb zunächst teilweise offen.

Die Süddeutsche Zeitung berichtete unter Berufung auf Bedienungskreise dagegen von einem Streit, bei dem zunächst ein Schankkellner seinen Arbeitsplatz verloren haben soll. In dieser Darstellung ging es auch um die Frage, ob ein Mitarbeiter außerhalb einer Pause gegessen habe. Demgegenüber stand die Schilderung der Wirtsseite, wonach zwei Beschäftigte Alkohol konsumiert hätten.

Damit steht fest, dass sieben Paulaner Schankkellner am Montagabend nicht weiterarbeiteten. Welche Vorgänge unmittelbar vor dem Personalabgang im Einzelnen stattgefunden haben, wird jedoch unterschiedlich beschrieben.

Bedienungen und Kollegen springen beim Ausschank ein

Für die Besucher des Festzelts hatte der Personalengpass offenbar keine größeren Folgen. Bedienungen übernahmen vorübergehend Aufgaben beim Zapfen. Zusätzlich halfen zwei Braumeister von Paulaner aus, die sich zu diesem Zeitpunkt im Zelt befanden.

Unterstützung kam auch aus einem benachbarten Festzelt. Drei Schankkellner aus dem Hacker-Pschorr-Festzelt wurden nach Angaben der Beteiligten für rund eine Stunde ausgeliehen. Damit konnte der Ausschank trotz des kurzfristigen Ausfalls fortgesetzt werden.

Die Vereinigung der Münchner Wiesn Wirte erklärte in diesem Zusammenhang, die Betriebe unterstützten sich bei solchen Engpässen gegenseitig. Zugleich verwies die Vereinigung darauf, dass Alkohol am Arbeitsplatz auch auf dem Oktoberfest nicht akzeptiert werde.

Acht neue Schankkellner stehen am Dienstag bereit

Der Engpass dauerte nach Angaben der Wirtsseite nicht lange an. Bereits am Dienstagmorgen, 29. September, standen acht neue Schankkellner für den Einsatz zur Verfügung. Die vakanten Positionen konnten damit kurzfristig neu besetzt werden.

Schankkellner haben in den großen Festzelten eine zentrale Funktion. Sie füllen die Maßkrüge an den Schänken und sorgen dafür, dass die Bedienungen laufend mit Getränken versorgt werden können. Gerade zu stark frequentierten Zeiten hängt ein reibungsloser Ausschank deshalb von ausreichend Personal an den Zapfstellen ab.

Das Paulaner-Festzelt gehört zu den großen Zelten des Münchner Oktoberfests. Betreiber des Zelts ist 2026 die Stiftl KG. Das diesjährige Oktoberfest läuft vom 19. September bis zum 4. Oktober auf der Theresienwiese.

Vorfall fällt mitten in die zweite Wiesn-Woche

Der Personalwechsel ereignete sich zu Beginn der zweiten Oktoberfest-Woche. Trotz des kurzfristigen Ausfalls wurde der Betrieb im Paulaner-Festzelt fortgesetzt. Hinweise darauf, dass der Ausschank für die Gäste vollständig eingestellt werden musste, lagen nicht vor.

Auch eine längerfristige Beeinträchtigung zeichnete sich am Dienstag nicht ab. Mit den neu eingesetzten Kräften war die Besetzung der Schänken nach Angaben der Wirtsseite wieder hergestellt.

Offen blieb dagegen, wie die arbeitsrechtlichen Vorgänge rund um die ausgeschiedenen Mitarbeiter im Einzelnen einzuordnen sind. Zu individuellen Vertragsverhältnissen oder möglichen weiteren Konsequenzen gab es zunächst keine gesicherten Angaben. Ebenso wenig lässt sich die abweichende Darstellung zum ursprünglichen Konflikt abschließend auflösen.

Damit konzentrieren sich die gesicherten Folgen des Vorfalls auf einen kurzfristigen personellen Engpass: Sieben Schankkellner verließen am Montagabend das Paulaner-Festzelt, Kollegen aus anderen Bereichen halfen aus und bereits am folgenden Morgen standen neue Kräfte zur Verfügung.

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