dm, Alnatura und dennree rufen Pinienkerne wegen möglicher Salmonellen zurück

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Mehrere Lebensmittelhändler haben am Donnerstag, 5. November 2026, Rückrufe von Pinienkernen bekannt gegeben. Betroffen sind Produkte der Marken dmBio, Alnatura und dennree. Bei Alnatura umfasst die Warnung außerdem einen Salatkerne-Mix. Hintergrund ist eine mögliche Belastung mit Salmonellen. Alnatura bestätigte bereits den Nachweis der Bakterien in einer Pinienkernprobe. Verbraucher sollten die betroffenen Produkte nicht mehr essen und die Angaben auf den Verpackungen überprüfen. Der Rückruf von Pinienkernen betrifft unterschiedliche Mindesthaltbarkeitsdaten bis Juli 2027.

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Diese Pinienkerne und Mindesthaltbarkeitsdaten sind betroffen

Die Rückrufe betreffen insgesamt vier Produkte von drei Marken. Entscheidend sind die jeweiligen Mindesthaltbarkeitsdaten und bei dennree zusätzlich die Chargennummern.

dmBio Pinienkerne, 60 Gramm: Betroffen sind sämtliche Mindesthaltbarkeitsdaten vom 31. Mai 2027 bis einschließlich 2. Juli 2027. Das Datum befindet sich auf der Seitenfläche der Verpackung.

Alnatura Pinienkerne, 60 Gramm: Der Rückruf gilt für Packungen mit Mindesthaltbarkeitsdaten vom 31. Mai 2027 bis einschließlich 2. Juli 2027.

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Alnatura Salatkerne-Mix, 100 Gramm: Hier sind die Mindesthaltbarkeitsdaten vom 3. Juni 2027 bis einschließlich 13. Juli 2027 betroffen.

dennree Pinienkerne, 60 Gramm: Zurückgerufen werden zwei Chargen. Die erste trägt das Mindesthaltbarkeitsdatum 03.06.2027 und die Chargennummer L CA09036. Die zweite hat das Mindesthaltbarkeitsdatum 16.06.2027 und die Chargennummer L CA09162.

Andere Mindesthaltbarkeitsdaten beziehungsweise Chargen sind nach den jeweiligen Unternehmensangaben nicht Gegenstand dieser Rückrufe.

dm ruft bundesweit verkaufte Bio-Pinienkerne zurück

Die Drogeriemarktkette dm veröffentlichte ihre Rückrufmeldung am Donnerstagvormittag. Das Unternehmen erklärte, dass eine Salmonellenbelastung der betroffenen Pinienkerne nicht ausgeschlossen werden könne. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur wurde das Produkt bundesweit verkauft.

Der Rückruf beschränkt sich auf die 60-Gramm-Packungen mit den genannten Mindesthaltbarkeitsdaten. Eine gesonderte Eingrenzung auf bestimmte Chargennummern enthält die veröffentlichte Verbraucherinformation nicht.

dm fordert Kunden auf, die betroffenen Pinienkerne nicht zu verzehren. Die Packungen können in den Filialen zurückgegeben werden. Das gilt ausdrücklich auch für bereits geöffnete Verpackungen. Der Kaufpreis wird erstattet.

Alnatura nimmt auch Salatkerne-Mix aus dem Verkauf

Bei Alnatura geht der Rückruf über reine Pinienkernprodukte hinaus. Das Unternehmen nimmt zusätzlich einen Salatkerne-Mix aus dem Sortiment, der ebenfalls Pinienkerne enthält.

Nach Angaben von Alnatura wurden in einer untersuchten Pinienkernprobe Salmonellen festgestellt. Damit liegt für diesen Rückruf ein bestätigter Erregernachweis vor. Die betroffenen Waren seien bereits aus dem Verkauf genommen worden.

Alnatura erklärte, dass ausschließlich die genannten Produkte mit den entsprechenden Mindesthaltbarkeitsdaten betroffen seien. Diese Angaben stehen bei den Verpackungen auf der Seite beziehungsweise auf der Unterseite.

Kunden, die entsprechende Packungen gekauft haben, sollen sie nicht mehr verwenden. Das Unternehmen bietet für zurückgegebene Produkte Ersatz an.

dennree nennt zwei konkrete Chargen

Der Bio-Großhändler dennree hatte seinen Rückruf bereits am 4. November 2026 veröffentlicht. Er betrifft Pinienkerne in 60-Gramm-Packungen, die bei Denns BioMarkt sowie in ausgewählten Naturkostfachgeschäften erhältlich waren.

Für die beiden zurückgerufenen Chargen mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 3. Juni und 16. Juni 2027 könne eine Salmonellenbelastung nicht ausgeschlossen werden, erklärte das Unternehmen.

Anders als bei dm und Alnatura werden die betroffenen dennree-Produkte durch zwei konkrete Kombinationen aus Chargennummer und Mindesthaltbarkeitsdatum eingegrenzt. Andere Chargen seien von der Warnung nicht betroffen.

Auch dennree bietet eine Rückerstattung des Kaufpreises an. Ein Kassenbon ist für die Rückgabe laut Unternehmen nicht erforderlich.

Ursache der Salmonellenbelastung noch nicht geklärt

Auslöser der Rückrufe ist die mögliche Verunreinigung von Lebensmitteln mit Salmonellen. Bei Alnatura wurde eine entsprechende Belastung in einer Probe nachgewiesen. dm und dennree begründen ihre Maßnahmen dagegen mit einer möglichen Kontamination, die sie nicht ausschließen können.

Ob die Rückrufe auf eine gemeinsame Lieferung, einen bestimmten Zulieferer oder dieselbe Ursache zurückgehen, blieb zunächst unklar. Angaben zu einem möglichen Zusammenhang zwischen allen betroffenen Produkten machten die Unternehmen nicht.

Salmonellen sind Bakterien, die über belastete Lebensmittel in den menschlichen Körper gelangen können. Eine Infektion kann eine akute Magen-Darm-Erkrankung auslösen. Pinienkerne werden häufig ohne weitere Erhitzung verwendet, beispielsweise als Zutat in Pesto, in Salaten oder als Garnierung verschiedener Gerichte.

Die betroffenen Produkte sollten deshalb unabhängig von ihrer geplanten Verwendung nicht mehr verzehrt werden.

Rückgabe und Erstattung für Verbraucher

Wer Pinienkerne der genannten Marken zu Hause hat, sollte zunächst die Produktbezeichnung, das Gewicht und das Mindesthaltbarkeitsdatum kontrollieren. Bei dennree ist zusätzlich die Chargennummer entscheidend.

Die Rückgaberegelungen unterscheiden sich in einzelnen Punkten. dm erstattet den Kaufpreis ausdrücklich auch bei angebrochenen Packungen. dennree akzeptiert die Rückgabe betroffener Ware ohne Kassenbon. Alnatura bietet für die zurückgerufenen Produkte Ersatz an.

Für Verbraucher ist außerdem wichtig, dass nicht grundsätzlich sämtliche Pinienkerne der drei Marken zurückgerufen werden. Die veröffentlichten Warnungen beschränken sich auf bestimmte Produkte und Kennzeichnungen.

Salmonellen können Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber auslösen

Eine Infektion mit Salmonellen äußert sich häufig durch plötzlich auftretenden Durchfall, Bauchschmerzen, Unwohlsein und teilweise Erbrechen oder Fieber. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts beträgt die Zeit zwischen einer Infektion und den ersten Beschwerden meist zwölf bis 36 Stunden. Möglich ist auch ein Zeitraum zwischen sechs und 72 Stunden.

Besonders gefährdet sind Säuglinge, Kleinkinder, ältere Menschen und Personen mit einem geschwächten Immunsystem. Bei ihnen kann eine Erkrankung schwerer verlaufen. Insbesondere der Flüssigkeitsverlust durch Durchfall kann gesundheitliche Probleme verursachen.

Die Beschwerden klingen häufig nach mehreren Tagen wieder ab. Bei schweren oder länger anhaltenden Symptomen ist eine ärztliche Abklärung erforderlich. Wer betroffene Pinienkerne gegessen hat und anschließend entsprechende Beschwerden entwickelt, sollte beim Arztbesuch auf den möglichen Zusammenhang hinweisen.

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