Plöckenpass vor Wiederfreigabe: Was Reisende ab Freitag wissen müssen

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Symbolfoto

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Der Plöckenpass zwischen Kärnten und Friaul-Julisch Venetien soll ab Freitag, 22. Mai 2026, wieder für den Verkehr freigegeben werden. Damit endet vorerst eine erneute Sperrphase auf der wichtigen Alpenverbindung zwischen Österreich und Italien. Der ÖAMTC meldet, dass die Sperre der B110 bis 21. Mai um Mitternacht verlängert wurde. Als Gründe werden weitere Felsstürze auf italienischer Seite und die ungünstige Wetterlage der vergangenen Wochen genannt. Ab 22. Mai soll die Strecke wieder befahrbar sein, jedoch nicht ohne Einschränkungen.

Ampelregelung und Sperre für schwerere Fahrzeuge

Nach Angaben des ÖAMTC wird der Plöckenpass ab 22. Mai zunächst mit Ampelregelung und wechselseitigen Anhaltungen befahrbar sein. Diese Verkehrsführung soll voraussichtlich bis Ende Juli 2026 gelten. Für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen bleibt die B110 nach dieser Verkehrsinformation bis Ende Juli gesperrt. Damit ist die Wiederfreigabe vor allem für Pkw und leichtere Fahrzeuge relevant. Für den Güterverkehr und größere Fahrzeuge bleibt die Route weiterhin nur eingeschränkt nutzbar.

Felssturz von 2023 hatte die Straße schwer beschädigt

Der Hintergrund der langen Sperren liegt in einem Felssturz vom 2. Dezember 2023. Damals wurde die Verbindung auf italienischer Seite erheblich beschädigt. Die italienische Straßenverwaltung Anas hat Arbeiten zur Sicherung des Hangs, zur Wiederherstellung der Fahrbahn und zur Erneuerung beschädigter Schutzbauwerke durchführen lassen. Betroffen war die SS52bis Carnica auf italienischer Seite. Unter anderem wurde eine Steinschlaggalerie im Bereich einer stark betroffenen Kehre verlängert.

Sicherheitsarbeiten noch nicht vollständig abgeschlossen

Die Region Friaul-Julisch Venetien hatte bereits im April erklärt, dass die Wiederöffnung zunächst mit Einschränkungen geplant sei. Genannt wurden ein abschnittsweiser Einbahnverkehr, technische Überwachungssysteme und weitere Arbeiten zur Erhöhung der Sicherheit. Die zuständige Regionalpolitik betonte, dass die aktuelle Lösung nur ein Zwischenschritt sei. Langfristig werden weitergehende Varianten geprüft, darunter eine Tunnellösung oder eine neue Trassenführung. Eine endgültige Entscheidung liegt bei Anas und dem italienischen Infrastrukturministerium, wobei wegen der Grenzlage auch Österreich einbezogen ist.

Bedeutung für Tourismus und Grenzregion

Der Plöckenpass ist keine große Transitachse wie Brenner oder Tauernroute, für die Grenzregion aber wirtschaftlich und touristisch wichtig. Er verbindet das Gailtal in Kärnten mit der Carnia in Friaul-Julisch Venetien und ist besonders für Ausflugsverkehr, regionale Betriebe und den Sommertourismus relevant. Die erneute Öffnung kurz vor Pfingsten dürfte daher vor allem für lokale Pendler, Reisende und touristische Betriebe spürbar sein. Gleichzeitig bleibt die Lage für größere Fahrzeuge eingeschränkt, sodass die Route zunächst nicht vollständig zur Normalität zurückkehrt.

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