Auto schanzt über Kreisverkehr in Rottweil und landet im Gebüsch

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Ein 48 Jahre alter Autofahrer ist in der Nacht auf Sonntag bei einem schweren Verkehrsunfall in Rottweil in Baden-Württemberg verletzt worden. Sein Opel Meriva überquerte nach Angaben der Polizei einen Verkehrsteiler und anschließend den Kreisverkehr an der Tuttlinger Straße und der B27, setzte auf einer Leitplanke auf und flog schließlich in ein abschüssiges Gebüsch. Der Mann wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Der Unfall ereignete sich am Sonntag, 20. September 2026, gegen 1.30 Uhr. Bei der Stelle handelt es sich um den am Ende der Tuttlinger Straße gelegenen Kreisverkehr, der vor Ort auch als Hornbach-Kreisverkehr bezeichnet wird und im Bereich der Verbindung zur B14 liegt.

48-Jähriger fährt über Verkehrsteiler und Kreisverkehr

Nach der Darstellung des Polizeipräsidiums Konstanz war der 48-Jährige auf der B27 aus Richtung Lauffen ob Rottweil unterwegs und fuhr in Richtung Saline Rottweil. Vor dem Kreisverkehr überfuhr der Wagen nach Polizeiangaben ungebremst einen Verkehrsteiler. Dabei wurden mehrere Verkehrszeichen beschädigt.

Der Opel setzte seine Fahrt anschließend über die Mittelinsel des Kreisverkehrs fort. Durch die Geschwindigkeit sei der Wagen über den Kreisverkehr geschleudert worden, teilte die Polizei mit. Auf der gegenüberliegenden Seite traf das Fahrzeug auf eine Leitplanke und gelangte von dort in das abschüssige Gelände neben der Straße. Dort blieb der Opel in einem Gebüsch liegen.

Ein regionaler Bericht von der Unfallstelle beschreibt ein weitläufiges Trümmerfeld mit beschädigten Verkehrszeichen sowie Erde und Kies auf der Fahrbahn. Zwei Menschen, die nach dem Unfall angehalten hatten, sollen den verletzten Fahrer aus dem Fahrzeug geholt und anschließend dem Rettungsdienst übergeben haben. Der Rottweiler Feuerwehrsprecher bestätigte gegenüber der NRWZ, dass die beiden nach bisherigem Kenntnisstand nicht an dem Unfall beteiligt waren.

Fahrer kommt mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus

Der 48-Jährige erlitt nach Angaben der Polizei schwere Verletzungen. Ein Rettungswagen und ein Notarzt waren im Einsatz. Nach der Versorgung an der Unfallstelle brachte der Rettungsdienst den Mann in ein Klinikum. Nähere Angaben zur Art seiner Verletzungen oder zu seinem weiteren Gesundheitszustand lagen am Sonntagmorgen zunächst nicht vor.

Hinweise darauf, dass sich weitere Menschen in dem Opel befanden oder andere Fahrzeuge unmittelbar in das Unfallgeschehen verwickelt waren, gab es zunächst nicht. Die Feuerwehr überprüfte nach dem Unfall nach einem Bericht vom Einsatzort auch den Wagen und dessen Umgebung auf mögliche weitere Insassen.

Polizei meldet Alkoholwert von 1,7 Promille

Bei der Unfallaufnahme führte die Polizei bei dem Fahrer einen Alkoholtest durch. Dieser ergab nach Behördenangaben einen Wert von 1,7 Promille. Anschließend wurde eine Blutentnahme veranlasst. Die Fahrerlaubnis des 48-Jährigen wurde einbehalten.

Die Polizei geht nach ihren bisherigen Ermittlungen davon aus, dass der Fahrer den Straßenverlauf vermutlich aufgrund seiner Alkoholisierung nicht erkannt habe. Diese Einschätzung stammt ausdrücklich von der Polizei. Die abschließende Klärung des Unfallhergangs obliegt den weiteren Ermittlungen.

Eine konkrete Geschwindigkeit des Opel wurde von der Polizei nicht genannt. Deshalb lässt sich aus dem Schadensbild allein keine belastbare Aussage dazu ableiten, wie schnell der Wagen unmittelbar vor dem Unfall unterwegs war.

Feuerwehr mit sechs Fahrzeugen im Einsatz

Die Feuerwehr Rottweil rückte nach der offiziellen Polizeimeldung mit sechs Fahrzeugen und 24 Einsatzkräften an. Zusätzlich waren ein Rettungswagen, ein Notarzt sowie zwei Mitarbeiter der Straßenmeisterei Rottweil vor Ort. Die Feuerwehr sicherte unter anderem das im abschüssigen Gelände liegende Fahrzeug und leuchtete die Unfallstelle für die Rettungsarbeiten aus.

Der Opel wurde schließlich von einem Abschleppunternehmen geborgen. Nach Einschätzung der Polizei entstand an dem Fahrzeug wirtschaftlicher Totalschaden. Den Wert beziffert die Behörde auf rund 2.000 Euro. Hinzu kommen etwa 2.000 Euro Fremdschaden, unter anderem an der Verkehrsinfrastruktur.

Während der Rettungsmaßnahmen und der Unfallaufnahme war der Bereich gesperrt. Nach einem Bericht vom Einsatzort musste der Verkehr Umleitungen nutzen. Wie lange die Sperrung dauerte und wann der Kreisverkehr vollständig wieder freigegeben werden konnte, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

Bereits Anfang September Unfall an demselben Kreisverkehr

Erst wenige Wochen zuvor hatte die Polizei einen weiteren Unfall an diesem Kreisverkehr gemeldet. Am Abend des 3. September war eine 56 Jahre alte Autofahrerin aus Richtung Deißlingen auf der B27 unterwegs. Ihr Wagen überfuhr nach Polizeiangaben ebenfalls eine Verkehrsinsel und mehrere Schilder und kam anschließend auf dem Kreisverkehr zum Stehen. Ein Atemalkoholtest ergab damals laut Polizei rund 2,4 Promille. Auch in diesem Fall wurden eine Blutprobe angeordnet und der Führerschein einbehalten.

Die beiden Ereignisse ähneln sich damit in einzelnen Punkten, sind aber getrennte Unfälle. Aus der zeitlichen Nähe lässt sich ohne weitergehende behördliche Bewertung keine Aussage darüber ableiten, ob an dem Kreisverkehr ein grundsätzliches Sicherheitsproblem besteht.

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