
Die SAP-Aktie hat die Handelswoche mit einem Plus beendet und sich wieder etwas näher an die Marke von 200 Euro herangeschoben. Auf Xetra ging das Papier am Freitag, 25. September 2026, bei 185,92 Euro aus dem Handel. Der Kurs lag damit 0,94 Prozent über dem Schlussstand vom Donnerstag. Im Vergleich zum Freitag der Vorwoche ergibt sich ein Anstieg von rund 1,5 Prozent. Die SAP-Aktie 26. September 2026 bleibt damit Teil einer Erholungsbewegung, ohne die 200-Euro-Marke bereits unmittelbar erreicht zu haben.
Der Xetra-Kurs von 185,92 Euro wurde am Freitag um 17.39 Uhr festgestellt. Das Tagestief lag bei 183,76 Euro, das Tageshoch entsprach mit 185,92 Euro zugleich dem Schlusskurs. Gehandelt wurden rund 1,89 Millionen SAP-Aktien. Am Donnerstag hatte der Titel bei 184,18 Euro geschlossen.
Am Freitag, 18. September, hatte die SAP-Aktie den Xetra-Handel noch bei 183,12 Euro beendet. Eine Woche später standen 185,92 Euro auf der Kurstafel. Das entspricht einem Wochenplus von rund 1,5 Prozent.
Der Verlauf war dabei nicht geradlinig. Am Montag schloss SAP bei 182,86 Euro, am Dienstag bei 182,32 Euro. Am Mittwoch folgte ein deutlicherer Anstieg auf 186,46 Euro. Am Donnerstag gab die Aktie wieder auf 184,18 Euro nach, bevor sie am Freitag erneut zulegte.
Damit entwickelte sich SAP in der Wochenbilanz besser als der DAX. Der deutsche Leitindex stieg vom Schlussstand von 25.304,06 Punkten am 18. September auf 25.408,64 Punkte am 25. September. Das entspricht einem Wochengewinn von rund 0,4 Prozent. Am Freitag allein legte der DAX um 0,56 Prozent zu.
SAP gehört aufgrund seiner hohen Marktkapitalisierung zugleich zu den Schwergewichten im deutschen Leitindex. Kursbewegungen der Aktie können deshalb einen spürbaren Einfluss auf die Entwicklung des DAX haben.
Trotz der jüngsten Erholung liegt die psychologisch auffällige Marke von 200 Euro weiterhin deutlich oberhalb des aktuellen Kurses. Vom Xetra-Schlussstand am Freitag wären noch rund 7,6 Prozent Kursanstieg erforderlich, um 200 Euro zu erreichen.
Auch im längerfristigen Vergleich bleibt die Aktie deutlich unter früheren Höchstständen. Das 52-Wochen-Hoch wird für den Xetra-Handel mit 244,30 Euro angegeben. Der aktuelle Kurs liegt damit knapp 24 Prozent darunter. Gleichzeitig hat sich SAP deutlich vom 52-Wochen-Tief bei 127,50 Euro erholt. Gegenüber diesem Niveau beträgt das Plus mehr als 45 Prozent.
Die Annäherung an 200 Euro beschreibt deshalb vor allem die jüngste Kurserholung. Von einer Rückkehr an das 52-Wochen-Hoch ist die Aktie noch deutlich entfernt.
Fundamental richtet sich der Blick weiterhin vor allem auf das Cloud-Geschäft. SAP hatte für das zweite Quartal 2026 einen Anstieg des Current Cloud Backlog um 27 Prozent auf 22,9 Milliarden Euro gemeldet. Währungsbereinigt lag das Wachstum bei 26 Prozent. Die Cloud-Erlöse stiegen um 22 Prozent beziehungsweise währungsbereinigt um 24 Prozent. Bei der Cloud ERP Suite erreichte das währungsbereinigte Wachstum 27 Prozent.
Diese Kennzahlen sind für die Bewertung des Konzerns relevant, weil SAP sein Geschäftsmodell seit Jahren stärker auf wiederkehrende Cloud-Umsätze ausrichtet. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Unternehmen weiterhin währungsbereinigte Cloud-Erlöse zwischen 25,8 und 26,2 Milliarden Euro. Beim freien Cashflow rechnet SAP mit rund zehn Milliarden Euro.
Auch künstliche Intelligenz bleibt ein strategischer Schwerpunkt. SAP baut KI-Funktionen in seine Unternehmenssoftware ein und verbindet diese mit Geschäfts- und Prozessdaten seiner Kunden. Ob und in welchem Umfang sich daraus zusätzliche Erlöse und Margen ergeben, hängt jedoch von der weiteren Nutzung durch Kunden und der Umsetzung der Produktstrategie ab.
Auf der anderen Seite stehen zusätzliche Kosten durch Übernahmen. SAP hatte im Juli die Prognose für das währungsbereinigte Non-IFRS-Betriebsergebnis 2026 leicht angepasst. Statt zuvor 11,9 bis 12,3 Milliarden Euro erwartet der Konzern nun 11,8 bis 12,2 Milliarden Euro.
SAP begründete die Änderung mit dem Verwässerungseffekt der Übernahmen von Dremio und Prior Labs. Dieser soll nach Unternehmensangaben mehr als 100 Millionen Euro betragen. Die Prognose für die Cloud-Erlöse blieb dagegen unverändert.
Damit treffen zwei Faktoren aufeinander: Das weiterhin kräftige Wachstum im Cloud-Geschäft stützt die operative Perspektive, während Investitionen und Akquisitionen zunächst zusätzliche Kosten verursachen.
Hinzu kommt das laufende Aktienrückkaufprogramm. SAP hat 2026 in mehreren Tranchen eigene Aktien erworben. Für die Woche vom 14. bis 18. September meldete das Unternehmen den Rückkauf von insgesamt 50.000 Aktien über Xetra. Zuvor waren in einzelnen Wochen deutlich größere Volumina zurückgekauft worden.
Aktienrückkäufe reduzieren grundsätzlich die Zahl der frei verfügbaren Aktien und können dadurch Kennzahlen je Aktie verändern. Sie garantieren allerdings keine bestimmte Kursentwicklung.
Auch die Analysteneinschätzungen zeigen, dass die weitere Entwicklung keineswegs eindeutig eingeschätzt wird. Jefferies hob das Kursziel am 22. September von 210 auf 220 Euro an und bestätigte die Einstufung Buy. Das Analysehaus verwies unter anderem auf Erwartungen an den Auftragseingang im dritten Quartal.
JPMorgan führte SAP zuletzt dagegen mit einer neutralen Einstufung und einem Kursziel von 175 Euro. UBS bestätigte Anfang September ebenfalls Neutral, setzte das Kursziel aber bei 201 Euro an. Berenberg nannte zuletzt 205 Euro. Diese Kursziele sind Einschätzungen einzelner Analysehäuser und keine Prognosen, deren Eintritt feststeht.
Gerade die Spanne von 175 bis 220 Euro verdeutlicht, wie unterschiedlich die Perspektiven auf Wachstum, Bewertung und KI-Strategie ausfallen.
Der nächste größere fundamentale Termin ist die Veröffentlichung der Zahlen für das dritte Quartal. SAP plant die Bekanntgabe der nächsten Quartalsergebnisse für Oktober 2026. Dann dürfte sich zeigen, ob das Cloud-Wachstum das bisherige Tempo halten konnte und wie sich die jüngsten Übernahmen auf Ergebnis und Ausblick auswirken.
Bis dahin bleibt die Aktie sowohl von unternehmensspezifischen Nachrichten als auch vom allgemeinen Börsenumfeld abhängig. Steigende Zinsen und Anleiherenditen können hoch bewertete Technologiewerte belasten, während ein freundliches Umfeld für Technologie- und KI-Aktien Unterstützung bieten kann. Solche Marktfaktoren erlauben jedoch keine verlässliche Aussage darüber, wie sich der SAP-Kurs künftig entwickeln wird.
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