15-Jähriger stirbt bei E-Scooter-Unfall in Alzey: Weiterer Jugendlicher schwer verletzt

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

Teilen:

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Alzey in Rheinland-Pfalz ist ein 15 Jahre alter E-Scooter-Fahrer ums Leben gekommen. Der Jugendliche war am Samstagabend, 17. Oktober 2026, gemeinsam mit einem gleichaltrigen Mitfahrer auf einem elektrischen Tretroller unterwegs, als es zu einem Frontalzusammenstoß mit einem Auto kam. Beide Jugendlichen erlitten schwere Verletzungen. Der Fahrer starb später im Krankenhaus. Der zweite 15-Jährige wurde ebenfalls in einer Klinik behandelt. Auch der Autofahrer wurde verletzt. Die Polizei untersucht die Umstände des tödlichen E-Scooter-Unfalls in Alzey.

Anzeige

Frontalzusammenstoß zwischen E-Scooter und Auto

Der Zusammenstoß ereignete sich am Samstagabend im Stadtgebiet von Alzey im Landkreis Alzey-Worms. Nach den Angaben der Polizei, über die die Deutsche Presse-Agentur am Montag berichtete, waren zwei 15-Jährige gemeinsam auf einem E-Scooter unterwegs. Dabei kollidierte das Fahrzeug frontal mit einem Pkw.

Beide Jugendlichen wurden bei dem Unfall schwer verletzt und anschließend in Krankenhäuser gebracht. Für den 15 Jahre alten Fahrer kam die medizinische Hilfe zu spät. Er starb nach seiner Einlieferung an den Folgen seiner Verletzungen. Der ebenfalls 15-jährige Mitfahrer überlebte den Zusammenstoß, erlitt jedoch schwere Verletzungen. Der Fahrer des beteiligten Autos wurde leicht verletzt.

Eine genaue Uhrzeit und die Straße, auf der sich der Unfall ereignete, waren zunächst nicht bekannt. Auch zur Fahrtrichtung der Beteiligten und dazu, wie es unmittelbar vor der Kollision zu dem Frontalzusammenstoß kam, gab es zunächst keine gesicherten Angaben.

Anzeige

Gutachter sichert Spuren nach tödlichem Unfall

Zur Untersuchung des Unfallhergangs wurde ein Gutachter hinzugezogen. Dieser sicherte nach Polizeiangaben Spuren an der Unfallstelle. Die Ergebnisse der Untersuchung waren zunächst nicht bekannt.

Unklar blieb insbesondere, welche Verkehrsbewegungen dem Zusammenstoß vorausgingen. Auch zur Geschwindigkeit der beiden beteiligten Fahrzeuge und zu möglichen Verkehrsverstößen gab es zunächst keine gesicherten Angaben.

Die Polizei muss klären, wie es zur Kollision zwischen dem Auto und dem E-Scooter kam. Aus dem Umstand, dass zwei Jugendliche gemeinsam auf dem Tretroller standen, lässt sich allein noch keine Aussage über die Ursache des Unfalls ableiten. Angaben zu möglichen strafrechtlichen Konsequenzen oder zu einer abschließenden Bewertung des Unfallhergangs lagen zunächst nicht vor.

Zwei Personen auf einem E-Scooter sind nicht erlaubt

Der Unfall berührt eine wichtige Regel für die Nutzung elektrischer Tretroller in Deutschland. Nach der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung dürfen E-Scooter grundsätzlich nur von einer Person gefahren werden. Die Mitnahme eines zweiten Menschen ist nach Paragraf 8 der Verordnung untersagt.

Das Mindestalter für das Fahren eines zugelassenen E-Scooters beträgt 14 Jahre. Ein Führerschein ist dafür nicht erforderlich. Beide in Alzey beteiligten Jugendlichen hatten somit das gesetzliche Mindestalter erreicht. Die gemeinsame Nutzung eines einzelnen E-Scooters entspricht allerdings nicht den geltenden Vorschriften.

Für elektrische Tretroller gelten darüber hinaus weitere Verkehrsregeln. Sie benötigen eine gültige Versicherungsplakette und müssen für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen sein. Innerhalb geschlossener Ortschaften sind insbesondere vorhandene Radwege, Radfahrstreifen und Fahrradstraßen vorgesehen. Fehlen geeignete Radverkehrsflächen, dürfen E-Scooter auf der Fahrbahn genutzt werden.

Ob neben der Mitnahme eines weiteren Jugendlichen zusätzliche Regelverstöße eine Rolle spielten, war zunächst nicht bekannt.

Zahl schwerer E-Scooter-Unfälle deutlich gestiegen

Der tödliche Unfall in Alzey ereignete sich vor dem Hintergrund steigender Unfallzahlen mit elektrischen Tretrollern in Deutschland. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes registrierte die Polizei im Jahr 2025 insgesamt 16.496 E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden. Das entspricht einem Anstieg um 38,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich von 27 im Jahr 2024 auf 38 im Jahr 2025. Zusätzlich wurden 1.895 Menschen schwer und 16.184 leicht verletzt. Die Zahlen veröffentlichte das Statistische Bundesamt am 16. Juli 2026.

Besonders häufig sind junge Menschen betroffen. Nach der amtlichen Statistik waren 53,6 Prozent der 2025 verunglückten E-Scooter-Nutzenden jünger als 25 Jahre. Insgesamt 822 verunglückte Menschen waren als zusätzliche Personen auf einem E-Scooter mitgefahren. Im Jahr zuvor hatte diese Zahl noch bei 508 gelegen.

Zusammenstöße mit Autos gehören zu den häufigsten Unfallkonstellationen

Auch Kollisionen zwischen E-Scootern und Autos spielen in der Unfallstatistik eine bedeutende Rolle. Bei 7.215 der bundesweit registrierten E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden im Jahr 2025 war ein Pkw beteiligt. Sechs Menschen, die auf einem E-Scooter unterwegs waren, starben bei solchen Zusammenstößen.

Daneben waren 30,5 Prozent aller erfassten E-Scooter-Unfälle sogenannte Alleinunfälle, bei denen kein weiterer Verkehrsteilnehmer beteiligt war. Die bundesweiten Zahlen verdeutlichen, dass sich schwere Unfälle sowohl bei Kollisionen mit anderen Fahrzeugen als auch ohne unmittelbare Beteiligung eines weiteren Fahrzeugs ereignen.

Der Fall in Alzey gehört zu den Unfällen mit mehreren Beteiligten. Die genaue Ursache der Frontalkollision ist Gegenstand der Ermittlungen. Für die beiden 15-Jährigen hatte der Zusammenstoß unterschiedliche Folgen: Während der Mitfahrer schwer verletzt überlebte, starb der Fahrer nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus.

Mit MS-Aktuell immer ohne Paywall lesen
Bei Google bevorzugen

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu