
Der Sensorhersteller Sick AG aus Waldkirch plant einen weiteren, tiefgreifenden Stellenabbau: Rund 500 zusätzliche Arbeitsplätze sollen an den südbadischen Standorten gestrichen werden. Betriebsrat und Belegschaft wurden in Mitarbeiterversammlungen informiert.
Wie die Sick AG in einer internen Kommunikation an die Belegschaft bekannt gab, sollen rund 500 weitere Stellen in Südbaden wegfallen. Dies kommt zusätzlich zu bereits angekündigten Stellenstreichungen – darunter etwa 100 Positionen an den Standorten Hamburg und Karlsruhe, wobei Karlsruhe vollständig geschlossen werden soll. Konzernchef Mats Gökstorp hatte bereits angekündigt, das Kostenniveau in Deutschland deutlich senken zu müssen.
Von den geplanten Stellenstreichungen betroffen sind der Hauptsitz in Waldkirch sowie die Standorte Reute, Freiburg und Donaueschingen. Ende 2024 beschäftigte das Unternehmen im Emmendinger Landkreis und der Region Südbaden rund 6.500 Menschen – ein erheblicher Teil davon steht nun unter Druck. Ähnlich wie beim Autozulieferer Mahle, der ebenfalls Stellen abbaut, reagiert Sick auf einen veränderten Wettbewerb.
Trotz eines Umsatzes von rund 1,7 Milliarden Euro im Jahr 2024 leidet die Sick AG unter stark gesunkener Profitabilität. Das EBIT lag 2024 bei lediglich 55 Millionen Euro – ein Rückgang um rund 63 Prozent gegenüber dem Vorjahr. CEO Gökstorp begründet die Maßnahmen mit der Notwendigkeit, Kosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit im globalen Sensormarkt zu sichern. Das Kostenniveau in Deutschland sei im internationalen Vergleich zu hoch.
Das Unternehmen hat nach eigener Aussage zugesichert, sozialverträgliche Lösungen zu finden. Betriebsbedingte Kündigungen sind nicht grundsätzlich ausgeschlossen, sollen aber so weit wie möglich vermieden werden. Die Verhandlungen zwischen Betriebsrat und Unternehmensleitung über Sozialpläne und Transfermaßnahmen stehen noch bevor. Für betroffene Mitarbeitende empfiehlt sich frühzeitig der Kontakt zur Agentur für Arbeit.
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