Stephen Colbert nimmt Abschied von der Late Show

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Finale nach elf Staffeln bei CBS

Stephen Colbert verabschiedet sich am Donnerstagabend in den USA von der Late Show. Die finale Ausgabe der CBS Sendung soll am 21. Mai 2026 ausgestrahlt werden und beendet Colberts Lauf nach elf Staffeln. Für das US Fernsehen ist es zugleich ein Einschnitt in einer traditionsreichen Marke: CBS hatte bereits im Juli 2025 angekündigt, nicht nur Colberts Ausgabe zu beenden, sondern die Late Show Reihe insgesamt einzustellen. Der Sender begründete den Schritt mit wirtschaftlichen Gründen in einem schwierigen Umfeld für klassische Spätabendformate.

Colbert hatte die Sendung 2015 von David Letterman übernommen. In den Jahren danach wurde die Late Show zu einem der sichtbarsten Formate politischer Satire im amerikanischen Fernsehen. Besonders während der Präsidentschaft Donald Trumps prägte Colbert den Ton vieler Late Night Debatten. CBS erklärte die Entscheidung dennoch nicht mit Inhalt oder Quoten, sondern mit finanziellen Rahmenbedingungen. Mehrere Medien verweisen zugleich darauf, dass die Begründung in den USA kontrovers diskutiert wird. Belastbar ist dabei vor allem: CBS nennt wirtschaftliche Gründe, Spekulationen über politische Motive bleiben umstritten und sollten nicht als Tatsache dargestellt werden.

Prominente Gäste in der letzten Woche

Die finale Woche wurde von CBS und der Sendung mit großen Namen besetzt. Zu den Gästen gehörten unter anderem Jon Stewart, Steven Spielberg, David Byrne und Bruce Springsteen. CBS listete für die Ausgabe vom 19. Mai Jon Stewart, Steven Spielberg und einen Auftritt von David Byrne. Auch Michael Keaton und Julia Louis Dreyfus wurden in Berichten über die Abschiedswoche genannt. Die letzte Folge selbst blieb vor der Ausstrahlung in wesentlichen Details offen.

Besonders sichtbar wurde der Abschied durch den Besuch von David Letterman. Letterman hatte die Late Show 1993 geprägt und sie mehr als zwei Jahrzehnte lang moderiert, bevor Colbert übernahm. In einem aufgezeichneten Segment warfen Letterman und Colbert Möbel vom Dach des Ed Sullivan Theaters. Das war eine bewusst überzeichnete Fernsehaktion zum Ende der CBS Ära, aber kein Hinweis auf einen tatsächlichen Konfliktablauf jenseits der Inszenierung.

Warum das Ende über die Sendung hinausweist

Das Aus der Late Show fällt in eine Zeit, in der klassische lineare Fernsehformate in den USA unter Druck stehen. Werbeeinnahmen, veränderte Sehgewohnheiten und die Verlagerung vieler Zuschauer zu Streamingangeboten verändern das Geschäftsmodell. Late Night Sendungen leben traditionell von tagesaktueller Reaktion, prominenten Gästen und festen Sendeplätzen. Genau diese Gewohnheiten verlieren im fragmentierten Medienmarkt an Bindungskraft.

Colberts Abschied ist deshalb mehr als eine Personalie. Er markiert den Rückzug eines großen US Networks aus einer Marke, die über Jahrzehnte für amerikanische Talkkultur stand. Nach Letterman und Colbert endet damit eine Linie, die eng mit CBS, dem Ed Sullivan Theater und der politischen Popkultur der USA verbunden war.

Neues Filmprojekt im Tolkien Universum

Für Colbert ist das Ende der Late Show nicht gleichbedeutend mit einem Rückzug aus der Öffentlichkeit. Im März 2026 wurde bekannt, dass er an einem neuen Film aus dem Lord of the Rings Universum mitschreibt. Das Projekt trägt den Arbeitstitel The Lord of the Rings: Shadow of the Past. Nach Angaben von Warner Bros. arbeitet Colbert gemeinsam mit seinem Sohn Peter McGee und der erfahrenen Drehbuchautorin Philippa Boyens am Skript. Peter Jackson ist nach den vorliegenden Berichten als Produzent eingebunden.

Damit wird ein oft erwähnter Punkt präzise: Colbert arbeitet an einem neuen Tolkien Film mit, aber eine Regie durch Peter Jackson ist derzeit nicht belastbar belegt. Reuters berichtete ausdrücklich, dass für das Projekt noch kein Regisseur feststeht. Das unterscheidet das neue Vorhaben von früheren Darstellungen, die Jackson verkürzt als Regisseur nennen.

Ein Abschied mit offener Fortsetzung

Stephen Colberts letzte Late Show beendet eine prägende Phase im US Fernsehen. Der Moderator verlässt CBS nach elf Staffeln, während die Late Night Landschaft insgesamt kleiner und wirtschaftlich unsicherer wird. Die finale Sendung ist deshalb nicht nur ein Abschied von einem Gastgeber, sondern auch vom bisherigen Selbstverständnis eines großen Network Formats.

Was Colbert danach im Fernsehen, auf Streamingplattformen oder im Filmgeschäft macht, ist nur teilweise geklärt. Gesichert ist sein neues Drehbuchprojekt im Lord of the Rings Universum. Alles Weitere bleibt offen.

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