
Nach Temperaturen von bis zu 38 Grad haben am Donnerstagnachmittag kräftige Gewitter Ostwestfalen erreicht. Besonders stürmisch wurde es im Kreis Höxter und im Raum Paderborn. An mehreren Wetterstationen wurden Sturmböen gemessen. Örtlich kam zudem Hagel hinzu. Die zunächst befürchteten Orkanböen traten nach bisherigen Messungen jedoch nicht flächendeckend auf.
Die stärkste bislang aus Ostwestfalen gemeldete Böe wurde in Beverungen im Kreis Höxter gemessen. Dort erreichte der Wind 81 Kilometer pro Stunde. Am Flughafen Paderborn wurden 80 Kilometer pro Stunde registriert. Das entspricht jeweils Windstärke neun und damit einem ausgewachsenen Sturm. Im benachbarten Hochsauerland wurden in Winterberg 85 Kilometer pro Stunde gemessen.
Der Sturm traf Ostwestfalen allerdings regional sehr unterschiedlich. Während es in Beverungen und am Paderborner Flughafen kräftig stürmte, wurden aus anderen Teilen der Region zunächst deutlich schwächere Böen gemeldet. Der Deutsche Wetterdienst warnte am späten Nachmittag im Kreis Paderborn noch vor Gewittern mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 60 Kilometern pro Stunde.
Ein kräftiges Gewitter zog am Nachmittag direkt über Paderborn. Dabei kam es zu starkem Regen und heftigen Windböen. Hagel wurde vor allem nordwestlich der Stadt in Richtung Senne beobachtet. Große Hagelkörner oder erhebliche Hagelschäden waren bis zum späten Nachmittag jedoch nicht bekannt.
Die größte Gefahr ging damit nicht vom Starkregen, sondern vom Wind aus. Durch die lange Trockenheit sind viele Bäume geschwächt. Starke Böen können deshalb auch dann Äste abbrechen oder Bäume umstürzen lassen, wenn die gemessenen Windgeschwindigkeiten unterhalb der Orkanstärke bleiben.
Besonders sichtbar waren die Auswirkungen des Unwetters auf dem Liboriberg in Paderborn. Dort sorgten starke Böen und Regen für stürmische Bedingungen. Die Stadt hatte das Liborifest vorsorglich von 14 Uhr bis mindestens 17.30 Uhr unterbrochen. Fahrgeschäfte standen still, Besucherinnen und Besucher mussten das Veranstaltungsgelände verlassen.
Die Vorsichtsmaßnahme erfolgte auch deshalb, weil für den Osten Nordrhein-Westfalens zunächst schwere Sturmböen und vereinzelt sogar Orkanböen von mehr als 120 Kilometern pro Stunde nicht ausgeschlossen worden waren. Solche Windgeschwindigkeiten wurden in Ostwestfalen bis zum späten Nachmittag jedoch nicht gemessen.
Vor dem Eintreffen der Gewitter war es vor allem an der Weser noch extrem heiß. In Höxter wurden am Nachmittag 37 Grad gemessen, in Beverungen sogar 38 Grad. Auch im Kreis Minden-Lübbecke lagen die Temperaturen noch bei rund 35 Grad, während es in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens bereits deutlich abgekühlt war.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu