
Der weltweite Rückruf fehlerhafter Takata-Airbags ist auch 2026 nicht abgeschlossen. Aktuell rückt vor allem BMW erneut in den Fokus: Nach Angaben aus der Rückrufberichterstattung müssen weltweit fast 1,5 Millionen Fahrzeuge mehrerer Baureihen in die Werkstatt, darunter mehr als 370.000 Autos in Deutschland. Betroffen sind Modelle aus den Baujahren 2006 bis 2015. Grund ist ein fehlerhafter Gasgenerator im Fahrerairbag des früheren Zulieferers Takata.
Bei BMW betrifft der neue Rückruf unter anderem Fahrzeuge der 1er-, 3er- und X-Baureihen. In der Werkstatt soll der Fahrerairbag vollständig ersetzt werden. BMW weist darauf hin, dass Halterinnen und Halter über die 17-stellige Fahrzeugidentifikationsnummer prüfen können, ob für ihr Auto ein offener Rückruf oder ein technisches Update vorliegt. Aus Modellname und Baujahr allein lässt sich nach Angaben des Herstellers nicht verlässlich ableiten, ob ein konkretes Fahrzeug betroffen ist.
Nicht nur BMW ist betroffen. Opel informiert weiterhin über einen Takata-Airbag-Rückruf für mehrere Modelle, darunter Astra, Cascada, Meriva, Mokka, Vectra, Zafira und Signum. Zusätzlich nennt Opel frühere Chevrolet-Modelle wie Aveo, Orlando, Cruze und Trax. Der Hersteller beschreibt das Risiko so, dass sich der Gasgenerator unter bestimmten Bedingungen, besonders bei Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit, verschlechtern kann. In Fahrzeugen mit besonders hohem Risiko könne eine Stop-Drive-Maßnahme gelten.
Im Februar 2026 war bereits eine Opel-Erweiterung des Rückrufs bekannt geworden. Nach damals veröffentlichten Angaben waren weltweit mehr als 900.000 Fahrzeuge betroffen, in Deutschland mehrere Tausend. Als Maßnahme wurde der Austausch des Fahrerairbags genannt.
Der technische Hintergrund ist seit Jahren bekannt. Bestimmte Takata-Gasgeneratoren können im Alter instabil werden. Wird der Airbag ausgelöst, kann der Gasgenerator bersten. Dabei können Metallteile in den Innenraum geschleudert werden. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA spricht von rund 67 Millionen zurückgerufenen Takata-Airbags in den USA. Weltweit umfasst die Rückrufwelle mehr als 100 Millionen Fahrzeuge und gilt als einer der größten Sicherheitsrückrufe der Automobilgeschichte.
Die Gefahr betrifft vor allem ältere Fahrzeuge, weil sich das Risiko mit Alterung, Hitze und Feuchtigkeit erhöhen kann. Deshalb setzen Behörden und Hersteller seit Jahren auf gestaffelte Rückrufprogramme. Frankreich ordnete 2025 zusätzliche Fahrverbote für Hunderttausende Fahrzeuge mit Takata-Airbags an.
In Deutschland überwacht das Kraftfahrt-Bundesamt Rückrufe. Ist ein Fahrzeug von einem Rückruf betroffen, muss der Mangel in einer Fachwerkstatt behoben werden. Das KBA kann nach eigenen Angaben weitere Schritte einleiten, wenn Halterinnen und Halter trotz Aufforderung nicht an einer Rückrufaktion teilnehmen.
Für Fahrzeughalter entscheidend ist die Prüfung über die Fahrzeugidentifikationsnummer. Viele Hersteller bieten dafür eigene Online-Abfragen an. Der ADAC weist darauf hin, dass bei einem offenen Rückruf umgehend eine Vertragswerkstatt aufgesucht werden sollte. Unklar blieb zunächst, ob alle betroffenen Halterinnen und Halter bereits angeschrieben wurden.
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