
Bei einem Unfall auf der A8 bei Merklingen im Alb-Donau-Kreis sind am Montagmorgen drei Autos schwer beschädigt worden. An allen beteiligten Fahrzeugen entstand nach Angaben der Polizei Totalschaden. Verletzt wurde niemand. Die Polizei schätzt den gesamten Sachschaden auf rund 90.000 Euro. Gegen einen 27 Jahre alten Mercedes-Fahrer laufen Ermittlungen wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung. Der Unfall ereignete sich gegen 6.45 Uhr auf der Fahrbahn in Richtung München und führte im Berufsverkehr zeitweise zu kilometerlangem Stau.
Der 27-Jährige war mit einem Mercedes AMG auf der linken von drei Fahrspuren unterwegs. Vor der Anschlussstelle Merklingen fuhr vor ihm ein Dacia, den ein 25-Jähriger steuerte. Nach der bisherigen Darstellung der Polizei soll der Mercedes-Fahrer den vorausfahrenden Wagen durch seine Fahrweise bedrängt und wiederholt die Lichthupe betätigt haben, damit der Dacia auf einen anderen Fahrstreifen wechselt.
Der 25-Jährige begann demnach einen Spurwechsel, musste diesen aber offenbar wieder abbrechen, weil sich Fahrzeuge auf der mittleren Spur befanden. Wie die Situation unmittelbar vor der anschließenden Kollision genau verlief, ist Gegenstand der Ermittlungen.
Nach Angaben der Polizei kam es mutmaßlich bei einem Versuch des Mercedes-Fahrers, den Dacia links zu passieren, zu einem seitlichen Zusammenstoß der beiden Autos. Der Mercedes berührte anschließend die Betongleitwand und geriet ins Schleudern.
Auf der mittleren Fahrspur kollidierte der Mercedes daraufhin mit einem VW Tiguan, den ein 58-Jähriger fuhr. Der VW wurde durch den Zusammenstoß quer über die Fahrbahn geschleudert und prallte schließlich im Bereich der Anschlussstelle Merklingen gegen die Schutzplanken. Alle drei Fahrzeuge wurden so stark beschädigt, dass die Polizei jeweils von einem Totalschaden ausgeht. Trotz des Unfallverlaufs blieben nach den abschließenden Angaben alle Insassen unverletzt.
Die Verkehrspolizei Mühlhausen übernahm die Ermittlungen. Gegen den 27-Jährigen besteht nach Angaben des Polizeipräsidiums Ulm der Verdacht der Straßenverkehrsgefährdung. Dabei handelt es sich um einen laufenden Verdacht und nicht um eine Feststellung zur strafrechtlichen Verantwortung.
Während der Unfallaufnahme ergaben sich für die Beamten zudem Anhaltspunkte dafür, dass der Mann möglicherweise unter dem Einfluss von Drogen gestanden haben könnte. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde deshalb eine Blutprobe entnommen. Ob sich dieser Verdacht bestätigt, war zunächst offen. Gesicherte Angaben zu einem Ergebnis der Untersuchung oder weiteren strafprozessualen Maßnahmen lagen zunächst nicht vor.
Der Unfall hatte am Montagmorgen deutliche Folgen für den Verkehr in Richtung München. Die Autobahnmeisterei sperrte die linke und die mittlere der drei Fahrspuren. Fahrzeuge konnten die Unfallstelle zunächst nur über den rechten Fahrstreifen passieren. Abschleppunternehmen mussten alle drei beschädigten Autos bergen.
Im morgendlichen Berufsverkehr bildete sich dadurch ein kilometerlanger Rückstau. Gegen 7.50 Uhr reichte dieser zeitweise auf mehr als sechs Kilometer. Nachdem die Fahrzeuge abgeschleppt und die Fahrbahn geräumt worden waren, konnten die gesperrten Spuren wieder freigegeben werden. Nach Angaben der Polizei war die A8 gegen 9.30 Uhr wieder vollständig befahrbar.
Die Unfallstelle liegt im Alb-Donau-Kreis auf dem A8-Abschnitt in Richtung München. Merklingen befindet sich zwischen Ulm und dem Raum Stuttgart auf einer stark genutzten Verbindung durch Baden-Württemberg. Betroffen war am Montagmorgen der Bereich unmittelbar vor der Anschlussstelle Merklingen.
Die genauen Abläufe unmittelbar vor dem ersten Zusammenstoß werden weiter untersucht. Offiziell bestätigt sind die Beteiligung eines Mercedes AMG, eines Dacia und eines VW Tiguan, die drei Totalschäden, der geschätzte Gesamtschaden von rund 90.000 Euro und die Tatsache, dass niemand verletzt wurde. Der strafrechtliche Ausgang der Ermittlungen gegen den 27-Jährigen ist offen.
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