
Ein tödlicher Verkehrsunfall hat am frühen Donnerstagmorgen die A9 bei Pfaffenhofen an der Ilm in Richtung München lahmgelegt. Ein Autofahrer starb noch an der Unfallstelle. Die Autobahn wurde im Bereich zwischen der Raststätte In der Holledau und Pfaffenhofen vollständig gesperrt. Der Verkehr wurde am Autobahndreieck Holledau abgeleitet. Im einsetzenden Berufsverkehr kam es dadurch zu erheblichen Behinderungen.
Der Unfall geschah nach Angaben der Verkehrspolizei Ingolstadt gegen 2.50 Uhr im Gemeindegebiet Schweitenkirchen kurz vor Pfaffenhofen. Zunächst ging über das automatische E-Call-System eines Fahrzeugs bei der Rettungsleitstelle die Meldung ein, ein Autofahrer sei am Steuer eingeschlafen und auf dem linken Fahrstreifen verunglückt. Wenige Minuten später wurden weitere Notrufe zu einem zweiten Zusammenstoß an derselben Stelle abgesetzt.
Nach den Feststellungen der kurz darauf eintreffenden Polizeistreife war der Wagen zunächst in das Heck eines Lastwagens geraten, der auf dem rechten Fahrstreifen in Richtung München unterwegs war. Anschließend schleuderte das Auto gegen die Mittelleitplanke und kam dort zum Stillstand. Die genaue Ursache dieses ersten Zusammenstoßes ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
Der Hinweis, der Fahrer sei zuvor eingeschlafen, stammt aus der ersten E-Call-Meldung. Weitere gesicherte Angaben dazu, wie es zu dem Kontrollverlust kam, lagen am Morgen zunächst nicht vor.
Nach dem ersten Zusammenstoß stieg der Autofahrer aus seinem Fahrzeug aus. Nach Angaben der Polizei wird vermutet, dass er etwas aus dem Kofferraum holen wollte. In diesem Moment näherte sich auf dem linken Fahrstreifen ein Transporter und prallte in das Heck des noch nicht abgesicherten Autos.
Der Mann wurde dabei zwischen den Fahrzeugen eingeklemmt. Er erlitt tödliche Verletzungen und starb noch am Unfallort. Angaben zur Identität des Verstorbenen veröffentlichte die Polizei zunächst nicht. Auch zu möglichen Verletzungen weiterer Beteiligter lagen am Morgen keine gesicherten Angaben vor.
Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt ließ die beteiligten Fahrzeuge sicherstellen. Außerdem wurde ein Gutachter hinzugezogen, der die Unfallstelle und den genauen Ablauf untersuchen soll. Damit soll unter anderem rekonstruiert werden, wie es zum zweiten Zusammenstoß kam.
Wegen der Unfallaufnahme, der Arbeit des Gutachters und der anschließenden Bergungsarbeiten wurde die A9 in Fahrtrichtung München gegen 3.15 Uhr vollständig gesperrt. Betroffen war der Abschnitt zwischen der Raststätte In der Holledau und der Anschlussstelle Pfaffenhofen. Der Verkehr wurde bereits am Autobahndreieck Holledau von der Autobahn abgeleitet.
Der tödliche Unfall auf der A9 bei Pfaffenhofen wirkte sich damit unmittelbar auf den morgendlichen Berufsverkehr aus. Die A9 gehört zwischen Ingolstadt und München zu den wichtigsten Verkehrsachsen in Oberbayern. Durch die Sperrung mussten Fahrzeuge großräumig ausweichen.
BR24 meldete um 7.14 Uhr, dass die Vollsperrung weiterhin bestand und nach damaligem Stand noch mehrere Stunden dauern sollte. Der Bayerische Rundfunk verwies auf die Empfehlung der Polizei, den Bereich weiträumig zu umfahren. Auch aktuelle Verkehrsmeldungen führten den Abschnitt am Morgen weiterhin als gesperrt.
Bereits während der frühen Morgenstunden bildete sich auf der A9 ein Rückstau. Nach Angaben der Verkehrspolizei lag das Stauende mit zunehmendem Berufsverkehr zeitweise im Bereich des Autobahndreiecks Holledau. Dort übernahmen die Autobahnmeistereien Ingolstadt und München-Nord die Ableitung des Verkehrs.
Verkehrsdienste meldeten auf der Strecke Nürnberg Richtung München zeitweise mehrere Kilometer Stau und erhebliche Verzögerungen. Eine belastbare Uhrzeit für die vollständige Freigabe der Autobahn lag am Morgen zunächst nicht vor.
Autofahrer auf dem Weg aus Richtung Ingolstadt nach München mussten deshalb weiterhin mit längeren Fahrzeiten rechnen. Wann alle Arbeiten an der Unfallstelle abgeschlossen werden und die A9 wieder uneingeschränkt befahrbar ist, hing am Morgen vor allem von der Unfallaufnahme und der Bergung der beteiligten Fahrzeuge ab.






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