
Ein Autofahrer hat sich am Mittwochabend, 4. November 2026, in Köln einer Polizeikontrolle entzogen und ist wenig später mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammengestoßen. Anschließend prallten beide Autos gegen eine Straßenbahn. Bei dem Unfall im Stadtteil Weidenpesch wurden zwei Menschen leicht verletzt. Die Neusser Straße musste mehrere Stunden gesperrt werden. Auch der Straßenbahnverkehr war bis zum Donnerstagmorgen erheblich beeinträchtigt.
Der Vorfall begann am Mittwoch gegen 22.30 Uhr. Eine Polizeistreife wollte auf der Neusser Straße einen Autofahrer kontrollieren, dessen Wagen nach bisherigen Angaben kein Kennzeichen hatte. Der Mann reagierte nicht auf die Aufforderung zum Anhalten, sondern beschleunigte und fuhr stadtauswärts in Richtung Longerich davon.
Auf seiner weiteren Fahrt kam es im Bereich der Jesuitengasse zu dem Unfall. Nach den bisherigen Angaben wollte der Autofahrer eine Straßenbahn überholen, die in dieselbe Richtung unterwegs war. Dafür geriet sein Wagen auf die Gegenfahrbahn.
Dort näherte sich ein weiteres Auto, das von einem 48 Jahre alten Mann gesteuert wurde. Die beiden Fahrzeuge stießen frontal zusammen. Durch die Kollision wurden sie anschließend gegen die Straßenbahn geschleudert.
Damit waren insgesamt drei Fahrzeuge an dem Unfall beteiligt. Die Straßenbahn wurde nicht unmittelbar von dem flüchtenden Wagen getroffen, sondern erst nach dem Zusammenstoß der beiden Autos in das Unfallgeschehen einbezogen.
Bei dem Unfall mit Straßenbahn in Köln erlitten beide Autofahrer leichte Verletzungen. Betroffen waren der Mann, der sich zuvor der Polizeikontrolle entzogen hatte, und der 48 Jahre alte Fahrer des entgegenkommenden Fahrzeugs.
Nach den am Donnerstagmorgen vorliegenden Informationen blieb eine 19 Jahre alte Beifahrerin im Wagen des geflüchteten Autofahrers unverletzt. Auch unter den Menschen in der Straßenbahn wurden zunächst keine Verletzten gemeldet.
Weitere Einzelheiten zur medizinischen Versorgung der beiden Autofahrer lagen zunächst nicht vor. Ebenso gab es keine gesicherten Angaben darüber, ob einer der Beteiligten vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht werden musste.
Der Zusammenstoß ereignete sich auf einer Straße, die sowohl vom Autoverkehr als auch von den Stadtbahnen der Kölner Verkehrs-Betriebe genutzt wird. Deshalb wirkte sich der Unfall nicht nur auf die unmittelbar beteiligten Fahrzeuge aus, sondern führte auch zu erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr.
Nach dem Zusammenstoß musste die Neusser Straße im Bereich der Unfallstelle für mehrere Stunden gesperrt werden. Einsatzkräfte waren in der Nacht damit beschäftigt, die Folgen des Unfalls zu beseitigen und die Fahrbahn wieder freizumachen.
Die Sperrung dauerte bis in die frühen Morgenstunden des Donnerstags, 5. November. Nach Angaben aus dem Umfeld der Kölner Verkehrs-Betriebe waren die Aufräumarbeiten gegen 6.20 Uhr abgeschlossen.
Zwischen dem Unfall am späten Mittwochabend und dem Ende der Arbeiten lagen damit fast acht Stunden. Die Auswirkungen reichten bis in den morgendlichen Berufsverkehr.
Wie stark die beteiligte Straßenbahn beschädigt wurde, war zunächst nicht abschließend bekannt. Auch zur Höhe des Sachschadens an den beiden Autos und am Schienenfahrzeug lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor.
Die Neusser Straße gehört zu den wichtigen Verkehrsverbindungen im Kölner Norden. Sie verbindet mehrere Stadtteile miteinander und wird auf Teilen ihres Verlaufs gemeinsam von Autos und Stadtbahnen genutzt. Die Sperrung beeinträchtigte deshalb sowohl den Straßenverkehr als auch den öffentlichen Nahverkehr.
Besonders deutlich waren die Folgen für Fahrgäste der Kölner Verkehrs-Betriebe. Nach dem Unfall konnten die Stadtbahnlinien 12 und 15 den betroffenen Streckenabschnitt zunächst nicht mehr regulär befahren.
Die KVB meldeten einen Verkehrsunfall im Bereich der Haltestelle Scheibenstraße. Während der Unterbrechung mussten die Bahnen auf anderen Streckenabschnitten wenden beziehungsweise ihre Fahrten vorzeitig beenden.
Für einen Teil der betroffenen Verbindung kamen Ersatzbusse zum Einsatz. Diese verkehrten zeitweise zwischen den Bereichen Neusser Straße/Gürtel und Niehl Nord.
Nach Abschluss der Arbeiten konnte der Bahnverkehr am Donnerstagmorgen wieder aufgenommen werden. Allerdings kam es zunächst weiterhin zu Verspätungen auf beiden Linien. Die Einschränkungen wirkten sich damit auch nach der Beseitigung der unmittelbaren Unfallfolgen auf Fahrgäste aus.
Die Störungen betrafen eine Verbindung, die den Kölner Norden mit weiteren Stadtteilen verknüpft. Für Reisende bedeutete die Unterbrechung insbesondere am frühen Morgen zusätzliche Umstiege und veränderte Fahrtmöglichkeiten.
Die Polizei beschäftigt sich nun mit den Umständen des Unfalls. Im Mittelpunkt steht unter anderem die Frage, weshalb der Autofahrer der geplanten Kontrolle entkommen wollte.
Bekannt ist bislang, dass die Beamten das Fahrzeug wegen des fehlenden Kennzeichens anhalten wollten. Ob darüber hinaus weitere Gründe für die Flucht eine Rolle spielten, blieb zunächst offen.
Auch zu möglichen strafrechtlichen Konsequenzen gab es zunächst keine abschließenden Angaben. Welche Vorwürfe im Einzelnen geprüft werden und ob bereits Ermittlungsmaßnahmen gegen den Fahrer eingeleitet wurden, war am Donnerstagmorgen nicht näher bekannt.
Für die Rekonstruktion des Verkehrsunfalls ist insbesondere die Abfolge zwischen der verweigerten Kontrolle, dem anschließenden Überholmanöver und der Kollision mit dem entgegenkommenden Fahrzeug relevant. Nach den bisherigen Angaben geriet der flüchtende Autofahrer beim Überholen der Straßenbahn in den Gegenverkehr.
Ob weitere Umstände zum Zusammenstoß beigetragen haben, war zunächst nicht geklärt. Angaben zur Geschwindigkeit des Fahrzeugs unmittelbar vor der Kollision lagen ebenfalls nicht vor.
Fest steht, dass der Vorfall neben den beiden Verletzten erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr im Kölner Norden hatte. Während die unmittelbaren Aufräumarbeiten am Donnerstagmorgen beendet waren, blieben die genauen Hintergründe der Flucht Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
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