Uniqlo-Konzern wächst auf Rekordniveau und könnte H&M weltweit überholen

Aktienhandel: Kurstafel mit Kursverläufen an der Börse
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Der japanische Modekonzern Fast Retailing steht vor einer möglichen Verschiebung der Kräfteverhältnisse im internationalen Modegeschäft. Nach einem weiteren Rekordjahr könnte das Unternehmen hinter der Bekleidungskette Uniqlo den schwedischen Konkurrenten H&M beim Jahresumsatz überholen und zur weltweiten Nummer zwei unter den großen Modeketten aufsteigen. Besonders das starke Wachstum in Europa und Nordamerika treibt die Entwicklung voran.

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Fast Retailing steigert Umsatz um 16,6 Prozent

Der japanische Konzern hat im Geschäftsjahr 2025/2026, das Ende August abgeschlossen wurde, einen Umsatz von 3,963 Billionen Yen erzielt. Das entspricht einem Anstieg um 16,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig erhöhte sich der den Anteilseignern zurechenbare Jahresüberschuss um 25,3 Prozent auf 542,5 Milliarden Yen.

Damit verzeichnete Fast Retailing zum fünften Mal in Folge ein Rekordgeschäftsjahr. Die Entwicklung verdeutlicht, wie stark sich der japanische Konzern im internationalen Bekleidungsmarkt etabliert hat. Neben Uniqlo gehören unter anderem die Modemarke GU und weitere Bekleidungsunternehmen zum Konzern.

Der Vergleich zwischen Fast Retailing und H&M gewinnt dadurch an Bedeutung. Bislang lag der schwedische Wettbewerber im Umsatzranking der weltweit führenden spezialisierten Modeketten vor dem japanischen Unternehmen.

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H&M könnte seinen zweiten Platz verlieren

H&M erzielte im Geschäftsjahr 2024/2025 einen Umsatz von rund 228,3 Milliarden schwedischen Kronen. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2025/2026 erreichte der Konzern knapp 161,6 Milliarden Kronen. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren es rund 169,1 Milliarden Kronen gewesen.

Allerdings beeinflussen Wechselkurse die Entwicklung. In lokalen Währungen lag der Umsatz von H&M in den ersten neun Monaten auf dem Niveau des Vorjahres. Zugleich verbesserte sich das operative Ergebnis des schwedischen Unternehmens.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 rechnen Marktbeobachter dennoch damit, dass Fast Retailing beim Umsatz vor H&M liegen könnte. Die Rangverschiebung wäre ein wichtiger Schritt für den japanischen Konzern, der zuletzt noch den dritten Platz unter den großen internationalen Modeketten belegte.

Eine endgültige Einordnung steht allerdings aus. Das Geschäftsjahr von H&M endet erst am 30. November 2026. Außerdem hängen internationale Umsatzvergleiche von den jeweiligen Wechselkursen ab.

Europa und Nordamerika werden für Uniqlo immer wichtiger

Besonders deutlich fiel das Wachstum außerhalb Japans aus. Die internationalen Uniqlo-Geschäfte erwirtschafteten einen Umsatz von 2,411 Billionen Yen und damit 26,2 Prozent mehr als im vorherigen Geschäftsjahr.

Europa entwickelte sich dabei besonders dynamisch. Der Umsatz stieg um 38,7 Prozent auf 512,6 Milliarden Yen. In Nordamerika erzielte Uniqlo ein Wachstum von 34,6 Prozent auf 364,9 Milliarden Yen.

Zusammen erreichten Europa und Nordamerika damit erstmals einen höheren Umsatz als die Region Greater China, zu der Festlandchina, Hongkong und Taiwan gehören. Diese Entwicklung unterstreicht die zunehmende geografische Verbreitung des Geschäfts.

Uniqlo setzt insbesondere auf funktionale Alltagskleidung, schlichte Designs und Produkte, die unabhängig von kurzfristigen Modetrends angeboten werden. Hinzu kommen neue Geschäfte und größere Verkaufsflächen an international bedeutenden Standorten.

Zara-Mutter Inditex bleibt weltweit an der Spitze

Trotz des starken Wachstums liegt Fast Retailing weiterhin deutlich hinter dem spanischen Konzern Inditex. Das Unternehmen hinter Zara, Bershka, Pull&Bear und weiteren Modemarken steht im Umsatzranking der großen internationalen Modeketten an der Spitze.

Während Inditex im Geschäftsjahr bis Januar 2026 umgerechnet einen Umsatz von rund 47 Milliarden US-Dollar erzielte, lag Fast Retailing im inzwischen abgeschlossenen Geschäftsjahr bis August 2026 bei umgerechnet rund 25 Milliarden US-Dollar.

Der Abstand zur weltweiten Nummer eins bleibt damit erheblich. Gleichzeitig zeigt die Entwicklung, dass sich der Wettbewerb zwischen den großen Bekleidungskonzernen verschiebt.

Dabei unterscheiden sich die Geschäftsmodelle. Während Zara stark mit wechselnden Kollektionen und modischen Neuheiten arbeitet, legt Uniqlo einen besonderen Schwerpunkt auf funktionale Kleidung und dauerhaft angebotene Grundprodukte.

Fast Retailing erwartet auch 2027 weiteres Wachstum

Für das neue Geschäftsjahr 2026/2027 rechnet Fast Retailing mit einer Fortsetzung seines Wachstumskurses. Der Konzern erwartet einen Umsatz von 4,45 Billionen Yen. Das wäre ein weiteres Plus von 12,3 Prozent gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr.

Auch beim Gewinn geht das Unternehmen von einer Steigerung aus. Der Jahresüberschuss soll nach der aktuellen Prognose auf 560 Milliarden Yen wachsen.

Die geplante Expansion soll insbesondere vom internationalen Uniqlo-Geschäft getragen werden. Für Europa und Nordamerika erwartet das Unternehmen erneut zweistellige Wachstumsraten bei Umsatz und Gewinn.

Sollte Fast Retailing tatsächlich an H&M vorbeiziehen, würde sich die Rangfolge der führenden Modeketten erstmals seit längerer Zeit verändern. Fest steht bereits, dass Uniqlo mit seinem Rekordjahr erheblich an wirtschaftlichem Gewicht gewonnen hat.

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu