
Nach dem Unwetter am Freitagabend hat die Feuerwehr Grevenbroich innerhalb von rund zwei Stunden zahlreiche Einsatzstellen im Stadtgebiet abgearbeitet. Wie die Feuerwehr Grevenbroich in einer Mitteilung vom Samstagmorgen berichtet, mussten die Einsatzkräfte zwischen 18:40 Uhr und 20:40 Uhr insgesamt 17 Einsätze bewältigen. Dabei handelte es sich nach Angaben der Feuerwehr um 13 sturmbedingte Einsätze, zwei Wasserschäden, eine Ölspur sowie einen Einsatz wegen gemeldeten Brandgeruchs. Die Einsatzstellen lagen demnach entlang der Wetterfront vom Süden bis in den Norden des Grevenbroicher Stadtgebiets.
Ein Schwerpunkt der Einsätze lag nach Angaben der Feuerwehr auf umgestürzten oder abgeknickten Bäumen und großen Ästen. Sie wurden im gesamten Stadtgebiet gemeldet. Solche Schäden können auch nach dem Durchzug eines Unwetters gefährlich bleiben, weil gelockerte Äste zeitverzögert herabfallen können. Die Feuerwehr Grevenbroich weist deshalb ausdrücklich darauf hin, Absperrungen nicht zu ignorieren. Außerdem sollen sich Menschen in den kommenden Tagen in der Nähe von Bäumen besonders vorsichtig bewegen. Der Hinweis gilt vor allem dort, wo Sturm oder Gewitter sichtbar Schäden verursacht haben.
Auch Wasserschäden gehörten zur Einsatzbilanz der Feuerwehr Grevenbroich. In Wevelinghoven lief nach Angaben der Feuerwehr am Hemmerdener Weg die abschüssige Einfahrt eines Wohnhauses mit Wasser voll. Weitere Details zum Schaden nannte die Feuerwehr in ihrer Mitteilung nicht. Insgesamt wurden zwei Wasserschäden gemeldet. Zusätzlich mussten die Einsatzkräfte eine Ölspur bearbeiten. Personen- oder Gebäudeschäden über die genannten Einsatzlagen hinaus wurden in der Feuerwehrmeldung nicht genannt.
Besondere Aufmerksamkeit erforderte ein Einsatz an einem Spielplatz am Belmener Weg. Dort hatte nach Angaben der Feuerwehr vermutlich ein Blitz einen Baum getroffen. Weil größere Äste auf den Gehweg und den Spielplatz zu stürzen drohten, rückten die Einsatzkräfte mit der Drehleiter an. Die gefährlichen Äste wurden entfernt, um die Stelle zu sichern. Die Feuerwehr beschreibt den Vorfall als Teil der Unwetterlage vom Freitagabend. Über Verletzte an dieser Einsatzstelle machte die Feuerwehr in ihrer Mitteilung keine Angaben.
Gegen 19:40 Uhr wurden Einsatzkräfte außerdem in den Bend bei Neuenhausen gerufen. Im Bereich der Energiestraße stellten sie nach Angaben der Feuerwehr starken Brandgeruch fest. Trotz intensiver Suche fanden die Einsatzkräfte jedoch keine Ursache. Weitere Angaben zu einem möglichen Auslöser machte die Feuerwehr nicht. Damit blieb es bei dem Einsatz wegen gemeldeten Brandgeruchs ohne festgestellte Brandstelle. Die Feuerwehr ordnet auch diese Lage in die Serie der Einsätze ein, die im Zusammenhang mit der am Freitagabend durchgezogenen Wetterfront standen.
Auch wenn die akute Unwetterlage am Freitagabend abgearbeitet wurde, bleibt der Sicherheitshinweis der Feuerwehr Grevenbroich wichtig. Wer Absperrungen missachtet, kann sich selbst und andere gefährden. Zudem können Äste, die durch Sturm oder Blitz gelockert wurden, auch später noch abbrechen. Die Feuerwehr empfiehlt deshalb, in den kommenden Tagen besonders aufmerksam zu sein, wenn man sich unter oder in der Nähe von Bäumen aufhält. Nach der Einsatzbilanz zeigt sich, dass das Unwetter in Grevenbroich vor allem durch Sturmfolgen, Wasser und einzelne unklare Gefahrenmeldungen für Arbeit sorgte.
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