Vulkanasche verändert Victorias Reise kurz vor Haralds Beisetzung

Mittendrin Flughafen Frankfurt – Terminal 3 Testbetrieb mit Komparsen
Mittendrin Flughafen Frankfurt heute um 21:00 Uhr im HR (Foto: Symbolbild)

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Kronprinzessin Victoria von Schweden muss ihre laufende Reise durch Indonesien kurzfristig ändern. Der Ausbruch des Vulkans Anak Krakatau und die damit verbundenen Einschränkungen im Flugverkehr machen die ursprünglich geplante Weiterreise nach Jakarta unmöglich. Mehrere dort vorgesehene Termine der schwedischen Thronfolgerin entfallen. Stattdessen soll Victoria Indonesien über Bali verlassen. Hintergrund ist auch ihr nächster offizieller Termin: Am Mittwoch, 9. September, wird sie in Oslo zum Staatsbegräbnis von König Harald V. erwartet.

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Die Änderung betrifft eine mehrtägige Reise, die Victoria in ihrer Funktion als Goodwill-Botschafterin des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen, UNDP, unternimmt. Der Besuch begann am 4. September und sollte nach ursprünglicher Planung bis zum 8. September dauern. Inhaltlich stehen Klimaschutz, biologische Vielfalt, nachhaltige Entwicklung und wirtschaftliche Teilhabe im Mittelpunkt.

Termine in Jakarta entfallen wegen Vulkanasche

Kronprinzessin Victoria hielt sich am Montag auf der indonesischen Insel Lombok auf. Von dort sollte sie zunächst nach Jakarta weiterreisen. In der Hauptstadt waren weitere Programmpunkte geplant, darunter nach Angaben der schwedischen Nachrichtenagentur TT auch ein Treffen mit Indonesiens Präsident Prabowo Subianto. Diese Station fällt nun aus.

Der schwedische Hof bestätigte, dass die Vulkanasche eine Reise nach Jakarta verhindert. Informationschefin Margareta Thorgren erklärte gegenüber Svensk Damtidning, dass die geplanten Termine in der Hauptstadt für Victoria entfallen. Die Weiterreise soll stattdessen über Bali erfolgen. Damit soll vermieden werden, dass die Kronprinzessin durch weitere Störungen des Flugverkehrs in Jakarta festgehalten wird.

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Der aktuelle Anlass rund um Kronprinzessin Victoria von Schweden hängt damit unmittelbar mit einer Naturkatastrophe zusammen, deren Auswirkungen weit über ihren eigenen Reiseplan hinausreichen.

Tausende Flüge in Indonesien betroffen

Anak Krakatau liegt in der Sundastraße zwischen Java und Sumatra. Nach mehreren Eruptionen gelangte große Mengen Vulkanasche in den Luftraum. Indonesische Behörden hielten am Montag mehrere Flughäfen geschlossen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters waren rund 341.000 Reisende von Flugausfällen oder Verspätungen betroffen. Nahezu 3.000 Flüge waren demnach gestrichen oder verzögert worden.

Auch die Nachrichtenagentur AP berichtete von weiterhin geschlossenen Flughäfen. Zwar hatte die Stärke der Eruption zwischenzeitlich nachgelassen, doch die Behörden hielten wegen wechselnder Windrichtungen und möglicher Aschebelastung an Vorsichtsmaßnahmen fest. Vulkanasche kann für Flugzeuge erhebliche Risiken darstellen, weshalb Flughäfen und Airlines den Betrieb erst nach Sicherheitsprüfungen wieder aufnehmen.

Für Victoria bedeutet dies, dass nicht nur einzelne Termine verschoben werden. Die gesamte Rückreiseroute musste angepasst werden.

UNDP-Reise führt Victoria nach Indonesien

Die Reise nach Indonesien war bereits Mitte August vom UNDP angekündigt worden. Victoria ist seit Oktober 2023 Goodwill-Botschafterin des UN-Entwicklungsprogramms. In dieser Funktion soll sie unter anderem Aufmerksamkeit für die UN-Nachhaltigkeitsziele schaffen.

Zum Programm in Indonesien gehören Gespräche mit Regierungsvertretern, internationalen Organisationen, Unternehmen und jungen Menschen. Außerdem stehen Projekte zum Schutz von Natur und Klima im Mittelpunkt. Victoria besuchte im Verlauf der Reise unter anderem Regionen außerhalb Jakartas, um sich über nachhaltige Wirtschaftsmodelle und Naturschutzprojekte zu informieren.

Die Mission verdeutlicht zugleich einen Teil ihrer zunehmend internationalen Rolle. Als schwedische Thronfolgerin nimmt Victoria bereits seit Jahren offizielle Aufgaben im In- und Ausland wahr. Der schwedische Hof beschreibt Klimaschutz, Meeresfragen, internationale Zusammenarbeit und Konfliktprävention als Schwerpunkte ihres eigenen Programms.

Staatsbegräbnis von König Harald steht am Mittwoch bevor

Zusätzlichen Zeitdruck erzeugt das für Mittwoch angesetzte Staatsbegräbnis von König Harald V. in Oslo. Der norwegische Monarch war am 28. August im Alter von 89 Jahren gestorben. Der norwegische Königshof bestätigte seinen Tod im Osloer Universitätsklinikum Rikshospitalet.

Der offizielle Kalender des schwedischen Königshauses führt Kronprinzessin Victoria weiterhin ausdrücklich als Teilnehmerin der Trauerfeier am 9. September. Auch König Carl XVI. Gustaf, Königin Silvia, Prinz Daniel, Prinz Carl Philip, Prinzessin Sofia, Prinzessin Madeleine und Christopher O’Neill sollen nach Oslo reisen.

Der schwedische Hof hält trotz der Schwierigkeiten in Indonesien an diesem Plan fest. Nach Angaben von Informationschefin Thorgren ist weiterhin vorgesehen, dass Victoria nach Oslo reist und am Staatsbegräbnis teilnimmt. Eine Garantie dafür, dass sämtliche Verbindungen wie geplant funktionieren, gab es am Montag angesichts der weiterhin angespannten Lage im indonesischen Luftverkehr jedoch nicht.

Victoria ist Schwedens Thronfolgerin

Victoria wurde 1977 geboren und ist seit dem Inkrafttreten der geänderten schwedischen Thronfolgeregelung im Jahr 1980 Thronfolgerin. Sie vertritt Schweden regelmäßig bei offiziellen Auslandsreisen und übernimmt bei Bedarf auch Aufgaben als vorübergehende Reichsverweserin, wenn König Carl XVI. Gustaf seine Funktion als Staatsoberhaupt nicht ausüben kann.

Die Ereignisse in Indonesien verbinden damit zwei unterschiedliche Bereiche ihrer öffentlichen Tätigkeit. Einerseits betrifft die Reise ihre Arbeit für das UNDP und internationale Nachhaltigkeitsprojekte. Andererseits muss der Reiseplan nun an einen der bedeutendsten protokollarischen Termine der skandinavischen Königshäuser in diesem Jahr angepasst werden.

Ob die Rückreise über Bali anschließend ohne weitere Verzögerungen verläuft, hing am Montag weiterhin von der Entwicklung des Flugverkehrs ab. Fest stand zunächst, dass Victoria nicht wie vorgesehen nach Jakarta zurückkehrt und ihre dortigen Termine gestrichen wurden. Ihre Teilnahme am Staatsbegräbnis in Oslo blieb offiziell eingeplant.

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