
Volvo hat mit dem EX60 sein neues vollelektrisches Mittelklasse SUV vorgestellt und damit eine wichtige Lücke in der eigenen Modellpalette geschlossen. Das Fahrzeug ist der elektrische Gegenpart zur erfolgreichen 60er Baureihe und basiert auf der neuen SPA3 Architektur, die speziell für Elektroautos entwickelt wurde. Die Premiere fand bereits am 21. Januar 2026 in Stockholm statt. In Deutschland nennt Volvo für den Einstiegspreis 62.990 Euro.
Mit dem EX60 zielt der schwedische Hersteller auf ein besonders umkämpftes Segment. Elektrische Mittelklasse SUVs gehören inzwischen zu den wichtigsten Fahrzeugklassen im europäischen Premiummarkt. Modelle von BMW, Mercedes, Audi, Tesla und weiteren Herstellern konkurrieren dort um Kunden, die Reichweite, Ladeleistung, Platzangebot und digitale Funktionen miteinander vergleichen.
Der EX60 ist laut Volvo auf der neuen SPA3 Plattform aufgebaut. Diese Architektur soll Skalierbarkeit, Effizienz und Softwarefähigkeit verbessern. Volvo beschreibt den EX60 als Fahrzeug mit Cell to Body Technologie, neuen Elektromotoren, weiterentwickeltem Batteriedesign und Megacasting Elementen. Diese Bauweise soll Gewicht reduzieren, Bauraum besser nutzen und die Effizienz steigern.
Für Volvo ist der EX60 deshalb mehr als ein weiteres Elektroauto. Die Plattform soll als technische Basis für kommende Modelle dienen. Gleichzeitig markiert sie einen Schritt hin zu stärker softwaredefinierten Fahrzeugen. Das sogenannte HuginCore System bündelt zentrale Rechenfunktionen des Autos und soll unter anderem Sicherheitsfunktionen, Infotainment und spätere Software Updates unterstützen.
Ein zentrales technisches Merkmal ist die 800 Volt Architektur. Sie ermöglicht hohe Ladeleistungen an geeigneten Schnellladesäulen. Volvo nennt für die Versionen P6 und P10 eine Ladezeit von 10 auf 80 Prozent in 16 Minuten. Beim stärkeren P12 gibt Volvo 19 Minuten an. Die tatsächlichen Ladezeiten hängen jedoch von Batterietemperatur, Außentemperatur, Ladezustand, Ladeinfrastruktur und Fahrzeugzustand ab.
Die Batteriekapazitäten unterscheiden sich je nach Variante deutlich. Der P6 kommt mit 83 kWh, der P10 mit 95 kWh und der P12 mit 117 kWh nominaler Batterieenergie. Damit positioniert Volvo den EX60 bewusst auch für längere Strecken. Die offizielle Modellseite weist allerdings darauf hin, dass Reichweitenangaben vorläufig sind und reale Werte je nach Nutzung abweichen können.
Zum Marktstart nennt Volvo drei Antriebsvarianten. Der EX60 P6 Electric startet bei 62.990 Euro und verfügt über Hinterradantrieb. Die Leistung liegt bei 275 kW beziehungsweise 374 PS. Die WLTP Reichweite beträgt bis zu 611 Kilometer, der Sprint von 0 auf 100 km/h wird mit 5,9 Sekunden angegeben.
Darüber rangiert der P10 AWD Electric mit Allradantrieb. Er startet in Deutschland bei 65.990 Euro. Volvo nennt 375 kW beziehungsweise 510 PS, 710 Nm Drehmoment und eine WLTP Reichweite von bis zu 660 Kilometern. Der stärkste P12 AWD Electric kostet laut deutscher Volvo Spezifikationsseite ab 71.990 Euro. Er leistet 500 kW beziehungsweise 680 PS und erreicht laut vorläufigen WLTP Angaben bis zu 810 Kilometer Reichweite.
Die maximale Reichweite von bis zu 810 Kilometern ist eines der auffälligsten Datenblattmerkmale des EX60. Sie gilt für die stärkste Variante P12 und basiert auf vorläufigen WLTP Angaben. Volvo selbst schränkt ein, dass die reale Reichweite von Fahrstil, Wetter, Topografie, Geschwindigkeit, Ausstattung und Batterietemperatur beeinflusst wird.
Gerade im Segment der elektrischen Familien und Langstrecken SUVs ist diese Zahl wichtig. Viele Käufer achten nicht nur auf den Preis, sondern auf die Kombination aus Reichweite, Ladegeschwindigkeit und Alltagstauglichkeit. Der Volvo EX60 2026 soll hier mit großem Akku, hoher Ladeleistung und effizienter Karosserie punkten. Volvo nennt außerdem einen Luftwiderstandsbeiwert von 0,26, der zur Reichweite beitragen soll.
Im Innenraum setzt Volvo auf ein reduziertes Bedienkonzept, digitale Anzeigen und Google Dienste. Der EX60 ist laut Volvo das erste Modell der Marke, das mit Google Gemini startet. Der KI Assistent soll natürliche Sprache verstehen und tief in die Fahrzeugfunktionen eingebunden sein. Volvo verweist jedoch darauf, dass Verfügbarkeit, Kompatibilität und Funktionen je nach Markt variieren können.
Zur Rechenplattform gehören laut Volvo unter anderem NVIDIA DRIVE AGX Orin und Qualcomm Snapdragon 8255. Das System soll bis zu 254 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde ermöglichen. Damit will Volvo Funktionen für Assistenz, Infotainment und spätere Over the Air Updates stärker zentralisieren.
Mit dem EX60 tritt Volvo in einem Markt an, der sich 2026 stark verändert. Viele Hersteller bringen elektrische SUVs der Mittelklasse auf neue Plattformen. Für Volvo ist das Modell besonders wichtig, weil der XC60 über Jahre zu den zentralen Baureihen des Unternehmens zählte. Der EX60 überträgt dieses Konzept nun in ein reines Elektrofahrzeug.
Ob der EX60 im Alltag die hohen Erwartungen erfüllt, wird sich erst nach breiteren Tests und Kundenerfahrungen zeigen. Die offiziellen Daten sind stark, aber Reichweite, Ladeleistung und Softwarequalität müssen sich unter realen Bedingungen beweisen. Gesichert ist: Volvo bringt mit dem EX60 ein technisch ambitioniertes Elektro SUV in die Mittelklasse, das für die weitere Elektrifizierung der Marke eine zentrale Rolle spielt.
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