
Ein neues Sicherheitsupdate für Windows 11 sorgt bei einem Teil der PC-Spieler für Probleme. Nach der Installation von KB5121003 treten Abstürze unter anderem bei den Spielen ARC Raiders und The Finals auf. Der Entwickler Embark Studios hat die Störungen inzwischen bestätigt und einen Zusammenhang mit einer bestimmten Treiberdatei hergestellt. Microsoft selbst führt für das Windows-11-Update KB5121003 bislang allerdings keine bekannten Fehler auf. Betroffen ist nach derzeitigem Stand deshalb nicht Windows 11 generell, sondern eine bestimmte Kombination aus dem Update und Software beziehungsweise Treibern auf einzelnen Rechnern.
Microsoft hat KB5121003 am 11. August 2026 als reguläres Sicherheitsupdate veröffentlicht. Es gilt für sämtliche Editionen von Windows 11 in den Versionen 24H2 und 25H2. Mit der Installation steigt die Betriebssystemversion bei Windows 11 25H2 auf Build 26200.9168, bei Windows 11 24H2 auf Build 26100.9168. Das Update wird über Windows Update automatisch verteilt.
Neben Sicherheitskorrekturen enthält das Paket Verbesserungen aus zuvor veröffentlichten Updates und weitere Änderungen rund um Secure Boot. Die aktuelle Störung ist deshalb auch aus Sicherheitsgründen relevant: Ein vollständiges Entfernen von KB5121003 beseitigt nicht nur mögliche Kompatibilitätsprobleme, sondern nimmt zugleich Sicherheitskorrekturen vom Rechner. Microsoft rät generell davon ab, installierte Sicherheitsupdates ohne zwingenden Grund zu deinstallieren.
Besonders konkret sind die Probleme bei Spielen des schwedischen Entwicklers Embark Studios dokumentiert. Spieler von ARC Raiders meldeten nach der Installation des August-Updates Abstürze. Vergleichbare Probleme wurden auch bei The Finals beschrieben. Embark bestätigte anschließend, dass seit KB5121003 ein neuer Absturz einige Spieler betreffen kann und dass an einer dauerhaften Lösung gearbeitet wird.
Zu den gemeldeten Symptomen gehören Spielabstürze sowie Fehlermeldungen wie Hang detected on GameThread oder EXCEPTION_ACCESS_VIOLATION. Einzelne Nutzer berichteten darüber hinaus von vollständigen Neustarts des Rechners. Diese weitergehenden Symptome stammen allerdings aus Nutzerberichten und sind von Microsoft nicht als allgemeines Verhalten des Updates bestätigt worden.
Auch für weitere Spiele gibt es einzelne Berichte über Probleme nach KB5121003. Eine belastbare Liste zusätzlicher betroffener Titel existiert bislang jedoch nicht. Ebenso gibt es derzeit keine bestätigte Eingrenzung auf bestimmte Grafikkarten von Nvidia, AMD oder Intel oder auf einzelne Prozessorfamilien.
Embark hat den Absturz mit der Treiberdatei inpoutx64.sys in Verbindung gebracht. Nach Angaben des Studios hat sich im Zusammenspiel dieser Datei mit dem Windows-Update etwas verändert. Der Entwickler arbeitet nach eigenen Angaben an einer längerfristigen Lösung.
Damit zeichnet sich eine wichtige Einschränkung des Problems ab: Nicht jeder Rechner mit Windows 11 24H2 oder 25H2 und KB5121003 muss betroffen sein. Entscheidend scheint vielmehr zu sein, ob inpoutx64.sys auf dem System vorhanden und aktiv ist. Welche Programme oder Hardwarewerkzeuge den Treiber auf allen betroffenen PCs installiert haben, ist bislang nicht abschließend dokumentiert.
Einzelne Nutzer haben bestimmte Hardwareprogramme als mögliche Quelle genannt. Eine allgemeingültige Zuordnung zu einem Hersteller lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Ebenso ist bislang nicht öffentlich geklärt, welche konkrete Änderung innerhalb von KB5121003 die bisherige Kompatibilität beeinträchtigt.
Microsoft hat das Spieleproblem bislang nicht in die offizielle Liste der bekannten Fehler für KB5121003 aufgenommen. Auf der Supportseite des Updates heißt es weiterhin, dass dem Unternehmen derzeit keine Probleme mit dem Update bekannt seien. Auch im offiziellen Bereich für bekannte Probleme von Windows 11 24H2 wurde der Spielefehler zunächst nicht aufgeführt.
Damit unterscheidet sich die Lage von Windows-Problemen, bei denen Microsoft selbst einen Fehler bestätigt, eine Update-Sperre verhängt oder einen offiziellen Known Issue Rollback bereitstellt. Eine solche Maßnahme gibt es im Zusammenhang mit den aktuellen Spieleabstürzen bislang nicht.
Die Bestätigung durch Embark macht die Abstürze bei dessen Spielen dennoch belastbarer als reine Einzelberichte aus Foren. Offen bleibt vor allem, wie groß die Zahl der betroffenen Rechner tatsächlich ist.
Als vorläufige Lösung empfiehlt Embark betroffenen Spielern, zunächst den Dienst für inpoutx64 zu stoppen und zu entfernen. Anschließend soll die Datei inpoutx64.sys aus dem Windows-Treiberverzeichnis gelöscht werden. Optional kann auch der entsprechende Eintrag in der Windows-Registrierung entfernt werden. Danach ist ein Neustart vorgesehen.
Der Eingriff richtet sich ausdrücklich an Rechner, auf denen diese Treiberdatei vorhanden ist und bei denen die beschriebenen Abstürze auftreten. Da Änderungen an Diensten, Treiberdateien und der Registry Auswirkungen auf Programme haben können, die den Treiber verwenden, sollten Nutzer nicht wahllos Systemdateien löschen.
Embark bezeichnet diese Vorgehensweise als Zwischenlösung und arbeitet parallel an einem dauerhaften Fix. Wann dieser veröffentlicht wird, war zunächst nicht bekannt.
Betroffene Nutzer können Windows-Updates grundsätzlich über Einstellungen, Windows Update, Updateverlauf und Updates deinstallieren entfernen. Microsoft weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass das Entfernen eines Sicherheitsupdates Risiken mit sich bringt und nur erfolgen sollte, wenn es notwendig ist.
Bei KB5121003 spricht daher einiges dafür, zunächst die von Embark beschriebene Lösung für inpoutx64.sys zu prüfen, sofern genau dieser Treiber auf dem Rechner vorhanden ist. Eine pauschale Empfehlung, KB5121003 vorsorglich zu entfernen oder Windows-Updates auszusetzen, lässt sich aus dem bisherigen Fehlerbild nicht ableiten.
Für Nutzer ohne Abstürze besteht derzeit kein konkreter Anlass, das Sicherheitsupdate wegen der Spieleprobleme zu deinstallieren. Microsoft verteilt KB5121003 weiterhin regulär für Windows 11 24H2 und 25H2.
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