Taylor Sheridan beendet Pläne für Yellowstone-Ableger 6666

Lecker aufs Land heute im SWR: Folge 104 aus dem Landkreis Rottweil
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Mehr als fünf Jahre nach der ersten Ankündigung ist das geplante Yellowstone-Spin-off 6666 endgültig vom Tisch. Serienschöpfer Taylor Sheridan hat klargestellt, dass es keine eigene fiktionale Serie über die Four Sixes Ranch in Texas geben wird. Das Projekt war bereits 2021 von Paramount angekündigt worden, kam seitdem aber nie über die Entwicklungsphase hinaus. Nun hat Sheridan selbst die Erwartungen an eine spätere Umsetzung beendet.

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Taylor Sheridan schließt 6666 endgültig aus

Sheridan äußerte sich in der aktuellen Ausgabe des Podcasts Rodeo Time eindeutig zur Zukunft des Projekts. Eine Serie über die Four Sixes Ranch werde es nicht geben. Als Grund nannte er nicht Produktionsprobleme, Terminfragen oder wirtschaftliche Erwägungen, sondern seinen Umgang mit der realen Ranch und den Menschen, die dort arbeiten und leben.

Der Autor und Produzent erklärte, dass eine fiktionale Fernsehserie zwangsläufig erfundene Konflikte und dramatische Geschichten benötigen würde. Damit würde aus seiner Sicht ein realer Arbeits- und Lebensort zur Kulisse für erfundene Ereignisse. Sheridan machte deutlich, dass er das gegenüber den Cowboys, Beschäftigten und ihren Familien auf der Ranch nicht verantworten wolle. Er beschrieb sich zudem als besonders schützend gegenüber der Four Sixes Ranch und ihrer Geschichte.

Damit ist der Status deutlich klarer als in den vergangenen Jahren. Zwar gab es immer wieder Berichte über Verzögerungen oder eine faktische Pause des Projekts. Eine endgültige Absage durch Sheridan selbst lag bislang jedoch nicht vor.

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Paramount hatte die Serie bereits 2021 angekündigt

Paramount stellte 6666 im Februar 2021 zunächst als geplantes Yellowstone-Spin-off vor. Die Serie sollte auf der traditionsreichen Four Sixes Ranch in Texas spielen. Wenige Monate später führte der Konzern das Projekt weiterhin in seinem Programmportfolio. Später war vorgesehen, die Serie nicht bei Paramount+, sondern beim Paramount Network zu zeigen. Einen verbindlichen Produktionsstart oder einen Sendetermin gab es jedoch nie.

Die Ranch selbst wurde anschließend stärker in Yellowstone integriert. Besonders die Figur Jimmy Hurdstrom, gespielt von Jefferson White, verbrachte einen Teil der Serie dort. Diese Episoden nährten über Jahre die Erwartung, dass die Handlung als Ausgangspunkt für einen eigenständigen Ableger dienen könnte. Sheridan sagte nun, dass diese Szenen für ihn bereits eine abgeschlossene Entwicklung der Figur ergäben. Eine weitere Serie daraus wolle er nicht machen.

Four Sixes Ranch ist für Sheridan mehr als ein Drehort

Die Haltung des Produzenten hängt auch mit seiner persönlichen Verbindung zur Ranch zusammen. Sheridan gehört zu einer Investorengruppe, die die Four Sixes Ranch 2022 übernahm. Die historische Ranch ist ein realer Betrieb für Viehzucht und Pferdezucht und kein eigens für Yellowstone geschaffenes Fernsehset.

Sheridan hat öffentlich mehrfach betont, dass er mit dem Besitz eine besondere Verantwortung für die Geschichte und den Ruf der Ranch verbinde. Seine aktuelle Begründung für die Absage bleibt dabei auf diesen beruflichen und kulturellen Aspekt beschränkt. Darüber hinausgehende persönliche Motive nannte er nicht.

Yellowstone-Universum läuft ohne 6666 weiter

Das Ende von 6666 bedeutet nicht das Ende des Yellowstone-Franchise. Die Ursprungsserie Yellowstone wurde nach fünf Staffeln abgeschlossen. Bereits ausgestrahlt wurden außerdem die beiden Vorgeschichten 1883 und 1923, die frühere Generationen der Familie Dutton behandeln.

Inzwischen ist das Universum um weitere Gegenwartsserien erweitert worden. Dutton Ranch mit Kelly Reilly als Beth Dutton und Cole Hauser als Rip Wheeler startete 2026 bei Paramount+. Paramount hat die Serie bereits um eine zweite Staffel verlängert. Auch Marshals mit Luke Grimes in seiner bekannten Rolle als Kayce Dutton gehört direkt zur Yellowstone-Welt. Die CBS-Serie startete 2026 und erhielt ebenfalls frühzeitig eine Verlängerung für eine zweite Staffel.

Deutlich weniger konkret ist weiterhin der Stand des angekündigten Prequels 1944. Das Projekt wurde bereits vor mehreren Jahren als weiterer historischer Ableger genannt und wird in Branchenberichten weiterhin als Teil der Planungen geführt. Belastbare Angaben zu Besetzung, Produktionsbeginn oder Veröffentlichung machte Paramount zuletzt jedoch nicht in vergleichbarer Detailtiefe wie bei Dutton Ranch oder Marshals.

The Madison gehört inzwischen nicht mehr zum Yellowstone-Franchise

Eine Besonderheit ist The Madison mit Michelle Pfeiffer und Kurt Russell. Das Projekt wurde während seiner frühen Entwicklung zunächst mit dem Yellowstone-Universum in Verbindung gebracht. Paramount+ stellt die 2026 gestartete Serie inzwischen jedoch ausdrücklich als eigenständiges Drama dar. Nach Angaben des Streamingdienstes besteht keine Verbindung zwischen der Familie im Zentrum von The Madison und den Duttons.

Damit sollte The Madison trotz Taylor Sheridans Beteiligung nicht mehr als Yellowstone-Spin-off eingeordnet werden. Die erste Staffel erschien im März 2026. Eine zweite Staffel ist bereits produziert, außerdem wurde die Serie für eine dritte Staffel verlängert.

Aus einem jahrelangen Schwebezustand wird eine klare Absage

Bei 6666 ist die Lage nun eindeutiger. Das Projekt war offiziell angekündigt, blieb danach aber jahrelang ohne Produktionsstart. Noch Ende 2025 erklärte Schauspieler Jefferson White öffentlich, dass ihm keine konkreten Pläne für die Serie bekannt seien. Sheridans aktuelle Aussage beendet diesen Schwebezustand.

Paramount hatte bis zum 19. August 2026 keine separate neue Mitteilung veröffentlicht, in der der Sender die Einstellung von 6666 noch einmal selbst verkündet. Die entscheidende Aussage kommt unmittelbar von Sheridan, der das Projekt entwickelt hatte. Danach ist nicht mehr von einer bloßen Verzögerung auszugehen. Eine fiktionale Four-Sixes-Serie innerhalb des Yellowstone-Universums soll nach seinem ausdrücklichen Willen nicht entstehen.

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