Betrug in Lengerich: 55-Jährige verliert mehrere Tausend Euro durch Fake-Jobangebot

Gefälschte IHK-Mails verunsichern Betriebe im Münsterland. IHK Nord Westfalen warnt vor Datenklau und gibt Tipps zum Erkennen der Fälschungen.
Albaniaman, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

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Lengerich. Eine 55-jährige Frau aus Lengerich ist auf ein betrügerisches Online-Angebot hereingefallen und hat dabei einen hohen vierstelligen Euro-Betrag verloren. Auslöser war eine Werbeanzeige in sozialen Netzwerken, in der angeblich Mitarbeitende für „Amazon Handmade“ gesucht wurden.

Nach der Kontaktaufnahme wurde die Frau in einen WhatsApp-Chat aufgenommen. Dort erhielt sie weitere Anweisungen zum angeblichen Arbeitsablauf. Ziel der Betrüger war es offenbar, Vertrauen aufzubauen und schrittweise höhere Geldbeträge zu erlangen.

Erst kleine Gewinne – dann hohe Verluste

Im weiteren Verlauf wurde die 55-Jährige aufgefordert, eine spezielle Banking-App zu installieren. Über diese App sollte sie kleinere Beträge auf ein bestimmtes Konto überweisen. Die versprochene Gegenleistung: eine Rückzahlung inklusive Bonus.

Tatsächlich funktionierte das System zunächst. Nach Überweisungen im zweistelligen Bereich wurden ihr die Beträge samt Bonus in der App angezeigt. Sie konnte das Geld sogar wieder auf ihr eigenes Bankkonto transferieren. Dieses Vorgehen verstärkte offenbar den Eindruck, es handele sich um ein seriöses Angebot.

Erst als die Frau höhere Summen überwies, änderte sich die Situation. Zwar wurden ihr auch diese Beträge in der App als Rückzahlung mit Bonus angezeigt, doch eine tatsächliche Überweisung auf ihr Bankkonto erfolgte nicht mehr. Das Geld war verloren.

Polizei warnt vor dubiosen Apps und Zahlungsaufforderungen

Die Polizei Steinfurt warnt in diesem Zusammenhang ausdrücklich vor vergleichbaren Maschen. Kriminelle nutzten zunehmend soziale Medien, um mit vermeintlichen Jobangeboten oder lukrativen Nebenverdiensten zu werben. Ziel sei es häufig, Betroffene zur Installation unbekannter Apps oder zu Geldüberweisungen zu bewegen.

Grundsätzlich gilt: Keine Apps installieren, die von unbekannten Personen empfohlen oder gefordert werden. Zudem sollten niemals Geldbeträge an Unbekannte oder nicht überprüfbare Institutionen überwiesen werden. Auch wenn anfangs scheinbar Gewinne oder Boni ausgezahlt werden, könne es sich um eine gezielte Täuschungsstrategie handeln, um später größere Summen zu erlangen.

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Weitere Informationen und Präventionstipps stellt die Polizei über ihre Beratungsangebote zum Thema Betrug bereit.

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