
Der alternative Karneval „Geierabend“ im Ruhrgebiet steht vor einer wirtschaftlich schwierigen Phase. Die Geierabend Flattermann-Factory gUG hat beim Amtsgericht Dortmund einen Insolvenzantrag gestellt. Damit gerät eines der bekanntesten satirischen Bühnenformate des Reviers in eine rechtliche Neuordnung.
Nach übereinstimmenden Medienberichten betrifft der Antrag die gemeinnützige Unternehmergesellschaft als wirtschaftliche Trägerin der Produktion. Das künstlerische Ensemble selbst gilt demnach nicht unmittelbar als insolvent.
Auslöser des Insolvenzantrags sollen finanzielle Altlasten und Risiken aus früheren Jahren sein. Im Zusammenhang mit dem Saisonabschluss im Februar seien erhebliche wirtschaftliche Belastungen festgestellt worden. Genannt werden unter anderem mögliche Nachforderungen im Zusammenhang mit Urheberrechten, unter anderem durch die GEMA, die sich im unteren sechsstelligen Bereich bewegen könnten.
Der Verlauf der aktuellen Spielzeit allein soll nach bisherigen Angaben nicht ausschlaggebend gewesen sein. Zwar hätten die Besucherzahlen höher ausfallen können, jedoch habe es für die Saison einen kalkulierten Wirtschaftsplan gegeben.
Der „Geierabend“ gilt seit den frühen 1990er-Jahren als feste Größe des alternativen Karnevals im Ruhrgebiet. Seit 1992 verbindet die Produktion politische Satire, Revier-Humor und musikalische Elemente. Organisiert wird das Format traditionell vom freien Theater Fletch Bizzel.
Mit rund 40 Aufführungen pro Saison zählt die Show zu den größeren freien Bühnenproduktionen der Region. Figuren wie der „Steiger“ oder der satirische Negativpreis „Pannekopp des Jahres“ haben über Jahre hinweg Kultstatus erreicht.
Wie sich das Insolvenzverfahren konkret auf kommende Spielzeiten auswirkt, ist derzeit offen. Berichtet wird von Überlegungen für einen möglichen Abschlussauftritt im Sommer. Ob und in welcher Form der „Geierabend“ langfristig fortgeführt werden kann, hängt nun vom weiteren Verlauf des Verfahrens und von möglichen Sanierungsschritten ab.
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