
Die Immobilienbranche hat in Köln ihre Preisträger des Jahres gekürt. Beim Deutschen Immobilienpreis 2026 wurden am Abend des 25. März im Palladium in Köln Unternehmen, Projekte und Einzelpersonen in insgesamt neun Kategorien ausgezeichnet. Nach Angaben von immowelt gab es dafür mehr als 600 Bewerbungen, die Sieger wurden nach einem mehrstufigen Verfahren aus Nominierung, Pitch-Phase und finaler Juryentscheidung bestimmt.
Der Preis ist kein staatlicher Wettbewerb, sondern eine von immowelt initiierte Branchenauszeichnung, die seit 2020 vergeben wird. Gerade deshalb ist für die Einordnung wichtig, dass sich die Veranstaltung vor allem als internes Schaufenster der Immobilienwirtschaft versteht. Zugleich zeigt die Zahl der Bewerbungen, dass der Preis innerhalb der Branche inzwischen eine feste Rolle spielt.
Zu den ausgezeichneten Preisträgern zählt Mayer & Dau Immobilien GmbH als „Makler des Jahres“. In der Kategorie „Verwalter des Jahres“ setzte sich Gundlach Haus- und Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG durch. Als „Green Project“ wurde das Projekt „ZERO.“ des Architekturbüros RIEHLE KOETH ausgezeichnet. Den Titel „Newcomer des Jahres“ erhielt inGemeinschaft GmbH, während aptum GmbH als „Best Brand“ geehrt wurde. In der Kategorie „Branchen-Pionier“ gewann Ogulo GmbH. „Local Hero“ wurde Peggy Stüber Immobilien. Den Publikumspreis „Haus der Herzen“ gewann RENSCH-HAUS GmbH mit dem Musterhaus Palermo. Als „Persönlichkeit des Jahres“ wurde Rolf Buch ausgezeichnet, der früher Vorstandsvorsitzender von Vonovia war und heute unter anderem als Berater für KKR und BCG genannt wird.
Damit deckt der Deutsche Immobilienpreis erneut sehr unterschiedliche Bereiche ab, von klassischer Maklerarbeit über Verwaltung und Markenauftritt bis hin zu Architektur, Digitalisierung und Wohnkonzepten. Das ist Teil des Selbstverständnisses des Wettbewerbs: Nicht nur einzelne Vertriebsleistungen, sondern die ganze Bandbreite der Immobilienwirtschaft soll sichtbar gemacht werden. Genau darauf verweist auch die offizielle Darstellung des Preises, der nach Angaben der Veranstalter die Branche möglichst vollständig abbilden soll.
Der Wettbewerb begann mit der Bewerbungsphase am 1. September 2025, die am 21. November endete. Danach prüfte die Fachjury die Einreichungen. Am 4. Februar 2026 wurden die Nominierten bekannt gegeben. Es folgte eine Pitch-Phase vom 9. bis zum 27. Februar, in der die Nominierten zusätzliches Material einreichen konnten. Die zweite Jurysitzung fand am 24. März statt, also einen Tag vor der Preisverleihung. Erst bei der Gala am 25. März im Palladium in Köln wurden die Gewinner öffentlich bekannt gemacht.
Die Struktur zeigt, dass der Preis auf ein gestuftes Auswahlmodell setzt. Zunächst werden Bewerbungen gesichtet, dann verdichtet sich das Feld über die Nominierung und die Pitch-Phase, bevor die Jury im letzten Schritt die Sieger bestimmt. Eine Ausnahme bildet der Publikumspreis „Haus der Herzen“. Hier entschied nicht die Jury, sondern ein Online-Voting. Laut den Angaben zum Wettbewerb beteiligten sich daran mehr als 16.000 Nutzer.
Nach Angaben der Veranstalter besteht die Jury aus elf Fachleuten aus Verbänden, Unternehmen, Medien und Praxis. Auf der offiziellen Website wird sie als unabhängige Fachjury beschrieben. Zu den genannten Mitgliedern gehören unter anderem Vertreter des IVD, des Verbands der Immobilienverwalter Deutschland, der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen sowie der Immobilien Zeitung. Sieben Jury-Mitglieder treten zudem als sogenannte Ambassadors einzelner Kategorien auf.
Für die Branche ist ein solcher Preis vor allem ein Reputationsinstrument. Auszeichnungen dieser Art ersetzen keine Marktanalyse und sagen auch nicht automatisch etwas über die wirtschaftliche Stärke eines Unternehmens aus. Dennoch sind sie in einer angespannten Immobilienkonjunktur ein Signal nach innen und außen. Unternehmen nutzen solche Preise, um Sichtbarkeit bei Kunden, Partnern und potenziellen Mitarbeitern zu gewinnen. Dass immowelt den Preis selbst als Maßstab für Qualität in einem von Wandel geprägten Markt beschreibt, passt in dieses Bild. Der Nachrichtenwert liegt daher weniger in einer überraschenden Einzelentscheidung als in der Frage, welche Themen die Branche aktuell nach vorn stellt: Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Markenbildung und neue Wohnformen.
Die diesjährige Ausgabe macht deutlich, wohin sich die Immobilienwirtschaft kommunikativ entwickelt. Auffällig ist, dass nicht nur klassische Makler- und Verwaltungsleistungen ausgezeichnet wurden, sondern auch Unternehmen, die mit digitalen Werkzeugen, neuen Wohnideen oder starker Markenführung auftreten. Gerade Kategorien wie „Branchen-Pionier“, „Best Brand“ oder „Newcomer des Jahres“ zeigen, dass die Außendarstellung und der technologische Wandel für die Branche weiter an Bedeutung gewinnen.
Hinzu kommt der Ort der Veranstaltung: Mit dem Palladium in Köln wurde 2026 erstmals eine Bühne im Rheinland gewählt. Auch das passt zur Inszenierung des Preises als großes Branchentreffen. Rund 500 geladene Gäste kamen nach Angaben von immowelt zur Gala.
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