
Steinfurt. Im Kreis Steinfurt warnt die Polizei vor einer besonders perfiden Betrugsmasche am Telefon. In mehreren Fällen haben sich Täter als Ärzte ausgegeben und Angerufenen eine angebliche Krebsdiagnose mitgeteilt. Ziel der Anrufe war es, unter massivem emotionalem Druck Geld zu erlangen. Nach Angaben der Polizei blieb es in den bislang bekannten Fällen zwar bei einem Betrugsversuch, doch die Ermittler sehen in der Methode eine ernstzunehmende Gefahr, weil sie gezielt auf Angst, Überforderung und familiäre Sorge setzt.
Nach Angaben der Polizei wird bei diesen Anrufen ein angeblicher medizinischer Notfall geschildert. Die Betrüger behaupten, ein Angehöriger sei schwer an Krebs erkrankt und benötige dringend eine besondere Behandlung. In den bekannt gewordenen Fällen war von einer neuartigen Chemotherapie in der Schweiz die Rede, für die zunächst hohe Kosten vorgestreckt werden müssten, weil die Krankenkasse nicht rechtzeitig zahle.
Genau auf diese Weise versuchen die Täter, ihre Opfer zu unüberlegten Entscheidungen zu drängen. Die Geschichte ist so aufgebaut, dass kaum Zeit zum Nachdenken bleiben soll. Wer einen solchen Anruf erhält, soll möglichst sofort handeln, Geld bereitstellen und die angebliche Notsituation nicht hinterfragen.
Aktuell ermittelt die Polizei im Kreis Steinfurt in drei Fällen dieser Art. In allen drei Situationen reagierten die Angerufenen nach Polizeiangaben aufmerksam, sodass kein finanzieller Schaden entstand. Dennoch sehen die Ermittler Anlass zur Warnung, weil sich das Vorgehen der Täter gezielt gegen die emotionale Verwundbarkeit der Opfer richtet.
Gerade weil es um schwere Krankheiten und nahe Angehörige geht, kann die Wirkung solcher Anrufe enorm sein. Selbst Menschen, die Betrugsmaschen grundsätzlich kennen, geraten in solchen Momenten schnell unter Druck. Genau darauf setzen die Täter.
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