Chavez-DeRemer Rücktritt: US-Arbeitsministerin verlässt Trumps Kabinett

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Foto: Marina Constantinoiu

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Chavez-DeRemer Rücktritt: Lori Chavez-DeRemer ist als US-Arbeitsministerin zurückgetreten. Am 20. April 2026 gab das Weiße Haus den Abgang der Ministerin bekannt. Damit verlässt bereits die dritte weibliche Kabinettsmitgliederin Trumps Regierung innerhalb von wenigen Wochen.

Chavez-DeRemer Rücktritt wegen Ermittlungen zu Fehlverhalten

Das Inspector General-Büro des US-Arbeitsministeriums hatte zuletzt eine interne Untersuchung eingeleitet. Gegenstand der Ermittlung: der Vorwurf, Chavez-DeRemer habe eine unangemessene Beziehung zu einem Mitglied ihres Sicherheitsteams unterhalten. Darüber hinaus wurde ihr vorgeworfen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für private Erledigungen eingesetzt zu haben. Weißes-Haus-Kommunikationsdirektor Steven Cheung teilte den Rücktritt am Montag über den Kurznachrichtendienst X mit und erklärte, Chavez-DeRemer werde künftig im privaten Sektor tätig sein.

Chavez-DeRemer war seit März 2025 im Amt und damit nur rund 13 Monate US-Arbeitsministerin. Ihre kurze Amtszeit war von Anfang an von Berichten über Unregelmäßigkeiten begleitet. Im Verlauf dieser Zeit verdichteten sich die Berichte über mögliches Fehlverhalten im Ministerium, bis der öffentliche Druck schließlich zu groß wurde und ein Verbleib im Amt nicht mehr vertretbar schien.

Ehemann mit Hausverbot im Arbeitsministerium

Besonders belastend für Chavez-DeRemer war die Situation rund um ihren Ehemann Dr. Shawn DeRemer. Laut Berichten der New York Times hatten mindestens zwei weibliche Mitarbeiterinnen des Ministeriums Vorwürfe sexueller Übergriffe gegen ihn erhoben. Daraufhin wurde ihm der Zutritt zum Hauptgebäude des Arbeitsministeriums untersagt. Die Affäre um den Ehemann verstärkte den Druck auf Chavez-DeRemer erheblich und machte eine Fortsetzung ihres Amtes politisch unhaltbar. Der Fall zeigt, wie sehr das politische Umfeld in Washington derzeit unter Beobachtung steht.

Die Turbulenzen in Trumps Regierung häufen sich in diesen Wochen auf mehreren Ebenen. Chavez-DeRemers Abgang reiht sich in eine Serie hochkarätiger Abgänge im Kabinett ein, die das Weiße Haus zunehmend unter Erklärungsdruck setzt.

Dritte Ministerin in wenigen Wochen – Nachfolger Sonderling übernimmt

Chavez-DeRemer ist bereits die dritte Kabinettssekretärin, die die Trump-Regierung in kurzer Zeit verlassen hat. Zu Beginn des Jahres 2026 wurde Kristi Noem als Ministerin für Innere Sicherheit entlassen, wenig später traf es Justizministerin Pam Bondi. Alle drei ausgeschiedenen Kabinettsposten waren von Frauen besetzt – ein Umstand, der in Washington für Diskussionen sorgt. Kritiker bemängeln, dass weibliche Kabinettsmitglieder einem höheren Druck ausgesetzt seien als ihre männlichen Kollegen.

Als Nachfolger übernahm Vize-Arbeitsminister Keith Sonderling kommissarisch das Amt. Wer als formale Nachfolgerin oder formaler Nachfolger dauerhaft den Posten besetzen soll, ließ das Weiße Haus zunächst offen. US-Arbeitsministerin aktuell ist damit vorerst niemand in vollem Umfang – in einer Zeit, in der wichtige Wirtschafts- und Tarifdossiers auf Entscheidungen warten. Auch Fragen rund um das Thema Trump Kabinett Rücktritt beschäftigen die US-Medien und internationale Beobachter weiter.

Chavez-DeRemer: Kurze Amtszeit mit viel Lärm

Lori Chavez-DeRemer war im März 2025 vom US-Senat als Arbeitsministerin bestätigt worden. Zuvor hatte sie als Republikanerin den Bundesstaat Oregon im Repräsentantenhaus vertreten. In ihrer Zeit als Abgeordnete galt sie als moderat und suchte gelegentlich die Zusammenarbeit mit Gewerkschaften – was in der Partei nicht unumstritten war. Als Ministerin hatte sie sich vor allem mit Arbeitnehmerrechten und Ausbildungsprogrammen befasst, bevor die Skandale ihre politische Arbeit überschatteten. Mit ihrem Rücktritt endet eine der kürzesten Amtszeiten einer US-Arbeitsministerin der jüngeren Geschichte. Für Trumps Regierung ist der Abgang ein weiteres Zeichen innerer Instabilität in einem ohnehin unruhigen politischen Umfeld.

Quellen: CNN, NBC News, NPR, CNBC, Tagesspiegel, Axios

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