Fund im Münsterland: Forschende stoßen auf neue Tierart

In den Borkenbergen wurde eine bislang unbekannte Fliegenart entdeckt. Der Fund zeigt den besonderen Wert der Naturerbefläche.
Charles Schurch Lewallen, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

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In den Borkenbergen ist eine bislang weltweit unbekannte Fliegenart nachgewiesen worden. Sie trägt den Namen Megaselia heimingshofensis und wurde nach dem Heimingshofmoor am Südrand der Borkenberge benannt. Der Fund gelang im Rahmen einer aktuellen Biodiversitätsstudie auf der DBU-Naturerbefläche, die vom Biologen Karsten Hannig und dem Naturschutzzentrum Kreis Coesfeld mit Unterstützung externer Fachleute durchgeführt wird. Untersucht wird, wie sich Arten und Lebensräume zehn Jahre nach dem Abzug des britischen Militärs entwickelt haben.

Ehemaliger Truppenübungsplatz als wertvoller Lebensraum

Die Borkenberge liegen in den Kreisen Coesfeld und Recklinghausen und umfassen rund 1.570 Hektar. Nach dem Ende der militärischen Nutzung im Jahr 2015 wurde ein großer Teil der Fläche in das Nationale Naturerbe überführt. Heute gehört das Gebiet der DBU Naturerbe GmbH. Die Landschaft ist geprägt von Heideflächen, Wäldern, Mooren, Sandflächen und Kleingewässern. Gerade diese Mischung macht das Areal ökologisch wertvoll, weil frühere Militärflächen häufig offene und nährstoffarme Lebensräume bewahrt haben, die für viele gefährdete Arten wichtig sind.

Fund zeigt Forschungsbedarf und Schutzbedarf

Megaselia heimingshofensis gehört zu den Buckelfliegen und ist inzwischen wissenschaftlich beschrieben. Der Nachweis zeigt, dass selbst bekannte Schutzgebiete biologisch noch nicht vollständig erfasst sind. Zugleich stehen die Borkenberge unter Druck: Offene Heideflächen wachsen ohne Pflege zunehmend mit Gehölzen zu. Bereits frühere Kartierungen hatten gezeigt, dass Teile dieser Lebensräume verloren gegangen sind. Die Entdeckung der neuen Art unterstreicht deshalb nicht nur den Forschungswert des Gebiets, sondern auch die Bedeutung einer aktiven Pflege der offenen Landschaften.

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