
Die Herforder Brauerei Schließung ist beschlossene Sache: Laut der Haus-Cramer-Gruppe, zu der auch der Warsteiner Konzern gehört, soll der Traditionsstandort im ostwestfälischen Herford bis Ende August 2026 geschlossen werden. Laut Unternehmensangaben sollen 98 Mitarbeiter am Standort Herford und 113 weitere am Standort Paderborn von den Maßnahmen betroffen sein. Für die Belegschaft trifft die Nachricht ohne Vorwarnung ein — obwohl erst Anfang 2025 rund 20 Millionen Euro in eine neue Abfüllanlage investiert worden sein sollen.
Laut übereinstimmenden Medienberichten soll die Unternehmensleitung der Haus-Cramer-Gruppe die Belegschaft am Mittwoch in einer internen Versammlung über die geplante Schließung informiert haben. Der Herforder Standort soll demnach spätestens zum 31. August 2026 seinen Betrieb einstellen. Die gesamte Bierproduktion soll künftig am Warsteiner Stammwerk in Nordrhein-Westfalen konzentriert werden. Laut der Unternehmensgruppe soll damit auch Auftragsproduktion für externe Kunden von Herford nach Warstein verlagert werden. Damit verliert die Region Ostwestfalen laut Berichten einen ihrer bekanntesten Traditionsarbeitgeber in der Getränkeindustrie. Auch im Preußenstadion deutet sich ein Wechsel bei der Biermarke an, was die turbulenten Zeiten der regionalen Brauereiwirtschaft unterstreicht.
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) reagierte laut Berichten mit scharfer Kritik auf die Ankündigung. Laut NGG NRW soll die Haus-Cramer-Gruppe damit einen Standortsicherungsvertrag gebrochen haben, der ursprünglich bis Ende 2028 gelaufen sein soll. Besonders pikant: Mitarbeiter sollen in der Vergangenheit auf Lohnbestandteile verzichtet haben, um den Standort zu sichern. Die NGG NRW soll angekündigt haben, es werde kein stilles Brauereibegräbnis in Ostwestfalen geben. Die Gewerkschaft fordere laut Angaben schnelle Verhandlungen über einen Sozialplan für die betroffenen Mitarbeiter. Ein Teil der Belegschaft soll laut Unternehmensaussagen die Möglichkeit erhalten, zum Stammsitz nach Warstein zu wechseln. Ähnliche Stellenabbauwellen sind in Deutschland zuletzt wiederholt aufgetreten — etwa beim Aldi Süd Stellenabbau in Mülheim, wo ebenfalls mehrere hundert Beschäftigte betroffen waren.
Parallel zur Herforder Brauerei Schließung soll die Haus-Cramer-Gruppe auch für den Paderborner Standort Konsequenzen ziehen. Laut Medienberichten soll aktuell ein Käufer für die Paderborner Brauerei gesucht werden. Scheitere der Verkaufsprozess, solle auch in Paderborn der Betrieb spätestens Ende 2026 eingestellt werden. Insgesamt sollen laut Berichten rund 211 Arbeitsplätze an beiden Standorten auf dem Spiel stehen — in einer Region, in der die Brauereien seit Jahrzehnten als verlässliche Arbeitgeber galten. Auch in anderen Branchen häufen sich solche Hiobsbotschaften: Rofu Kinderland meldete 2026 Insolvenz und schloss Dutzende Filialen.
Als Hintergrund für die drastische Entscheidung zur Herforder Brauerei Schließung soll die Haus-Cramer-Gruppe auf den anhaltend sinkenden Bierkonsum in Deutschland verwiesen haben. Laut Unternehmensangaben sollen die Überkapazitäten an den verschiedenen Standorten angesichts des strukturellen Nachfragerückgangs nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben sein. Besonders zynisch wirkt dabei der Zeitpunkt: Laut Berichten soll die Gruppe erst Anfang 2025 nach rund drei Jahren Planungszeit eine neue Abfüllanlage am Herforder Standort in Betrieb genommen haben, in die rund 20 Millionen Euro investiert worden sein sollen. Diese Investition wirft nun Fragen auf, die die Gewerkschaft und die Belegschaft laut Medienberichten deutlich formulieren: Wie kann ein Unternehmen kurz nach einer Millionen-Investition die Schließung eines Standorts ankündigen?
Quellen: nw.de, Westfalen-Blatt, finanznachrichten.de, getraenke-news.de, salzstreuner.de, about-drinks.com
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