Fortuna besiegelt Preußens Absturz: Münster steigt aus der 2. Bundesliga ab

Preußen Münster und Hannover 96 trennen sich in einem torlosen Remis. Ron-Robert Zieler wird zur Schlüsselfigur und sichert Hannover einen Punkt. Preußen Münster trifft zum Zweitliga-Auftakt auf den KSC. Alle Infos zu Aufstellung, Taktik, Bilanz und TV-Übertragung. SC Preußen Münster gewinnt 2:1 gegen Nürnberg: Eine kuriose Auswechslung von Oliver Batista Meier sorgt jedoch für Aufsehen.
Foto: Stefan Schwegmann

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Preußen Münster ist aus der 2. Bundesliga abgestiegen. Das 1:1 gegen den SV Darmstadt 98 hätte für den SCP auch ohne Blick auf die Parallelplätze nicht gereicht. Durch den klaren Sieg von Fortuna Düsseldorf gegen die SV Elversberg war jedoch schon früh absehbar, dass Münster keine realistische Chance mehr auf den Klassenerhalt haben würde. Damit endet für die Preußen nach zwei Jahren die Zeit in der 2. Bundesliga. Besonders bitter: In der Hinrunde hatte die Mannschaft unter Trainer Alexander Ende noch vielversprechend gewirkt, danach folgte ein rasanter Absturz.

Frühe Führung, kurze Hoffnung

Preußen Münster bekam an diesem Nachmittag genau den Start, den ein Tabellenletzter in dieser Lage braucht. Bereits in der achten Minute brachte Shin Yamada den SCP in Führung, nachdem er einen langen Ball aufnahm, sich gegen die Darmstädter Defensive behauptete und zum 1:0 traf. Für einen kurzen Moment war im Preußenstadion wieder spürbar, dass dieser Nachmittag noch einmal eine Wendung nehmen könnte.

Doch aus dem frühen Aufbruch wurde schnell wieder Ernüchterung. Nur sieben Minuten später nutzte Isac Lidberg einen Fehler im Münsteraner Aufbau und erzielte den Ausgleich für Darmstadt. Damit war der Vorsprung dahin, und schon früh wurde deutlich, dass Preußen nicht nur ein ordentliches Spiel, sondern einen außergewöhnlichen Kraftakt brauchen würde.

Rote Karte verschärft Münsters Lage

Noch schwerer wurde die Aufgabe in der 28. Minute. Jorrit Hendrix kam in einem Zweikampf zu spät, traf seinen Gegenspieler mit offener Sohle und sah die Rote Karte. Für den SCP bedeutete das mehr als eine Stunde Unterzahl in einem Spiel, das eigentlich gewonnen werden musste.

Dass Münster dennoch nicht sofort komplett aus dem Spiel rutschte, lag vor allem an Johannes Schenk. Der Torhüter parierte kurz darauf einen Foulelfmeter von Lidberg und hielt den SCP damit sportlich im Spiel. Tabellarisch aber wurde die Situation immer aussichtsloser, zumal die Nachrichten von den anderen Plätzen kaum Hoffnung ließen.

Düsseldorf sorgt früh für Klarheit

Während Münster gegen Darmstadt um jede Szene kämpfte, nahm Fortuna Düsseldorf dem SCP parallel früh die letzte realistische Hoffnung. Der klare Düsseldorfer Sieg gegen Elversberg machte schon während der Partie deutlich, dass selbst ein später Kraftakt der Preußen kaum noch etwas am Ausgang des Abstiegskampfs ändern würde.

Besonders bitter war daran die Konstellation: Ausgerechnet ein direkter Konkurrent sorgte dafür, dass der Blick auf die Live-Tabelle immer ernüchternder wurde. Das eigene 1:1 hätte am Ende ohnehin nicht gereicht, doch durch Düsseldorfs Auftritt war der Abstieg bereits früh kaum noch abzuwenden.

Vom guten Gefühl zur Abwärtsspirale

Dass dieser Abstieg so schmerzt, liegt auch am Verlauf der Saison. In der Hinrunde hatte Preußen Münster unter Alexander Ende noch vieles gezeigt, was Hoffnung auf den Klassenerhalt machte. Die Mannschaft wirkte konkurrenzfähig, mutig und in vielen Spielen stabil genug, um sich in der 2. Bundesliga behaupten zu können.

Nach der Winterphase aber kippte die Saison immer deutlicher. Münster verlor an Sicherheit, ließ zu viele Punkte liegen und fand aus der Negativspirale nicht mehr heraus. Aus einer zunächst vielversprechenden Ausgangslage wurde ein rasanter Absturz, der am Ende auch durch Kampf und Moral nicht mehr zu stoppen war.

Zwei Jahre 2. Bundesliga enden bitter

Mit dem 1:1 gegen Darmstadt verabschiedet sich Preußen Münster nach zwei Jahren aus der 2. Bundesliga. Der SCP kämpfte bis zum Schluss, doch die Kombination aus eigenem Punktverlust, langer Unterzahl und Düsseldorfs klarem Sieg ließ keinen Spielraum mehr.

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