Neuer Campus am Coesfelder Kreuz: Großprojekt der Uni Münster kommt voran

Die Universität Münster kann die nächsten Planungsschritte für den Campus Mathematik und Informatik am Coesfelder Kreuz einleiten.
Blick auf den zukünftigen Campus Mathematik und Informatik: Im Vordergrund entsteht derzeit das Centre for Mathematics Münster, rechts daneben ist das flache Hörsaalgebäude und im Hintergrund das Mathematik-Hochhaus zu erkennen. © Uni MS - Linus Peikenkamp

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Die Universität Münster kommt beim geplanten Campus Mathematik und Informatik am Coesfelder Kreuz einen wichtigen Schritt weiter. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen hat die nächsten Planungsschritte für das Großprojekt an der Ecke Einsteinstraße und Orléans-Ring freigegeben. Damit rückt ein Areal stärker in den Fokus, das für Forschung, Lehre und die Entwicklung moderner Studienangebote in Münster zentrale Bedeutung hat.

Der neue Campus soll die Mathematik und Informatik räumlich enger zusammenführen. Gleichzeitig entsteht ein Umfeld, das internationale Spitzenforschung, wissenschaftlichen Austausch und neue Studienangebote im Bereich Data Science stärken soll.

Land gibt weitere Planung für Großprojekt frei

Bereits vor zwei Jahren hatte das Ministerium die Freigabe für das sogenannte MAB-Verfahren erteilt. Dabei wird die Wirtschaftlichkeit eines Bauprojekts geprüft. Im ersten Bauabschnitt geht es um ein neues Hörsaal- und Seminarraumgebäude mit rund 2.650 Quadratmetern Fläche.

Nun wurde auch die Planung für den zweiten Bauabschnitt freigegeben. Dieser umfasst unter anderem Flächen des Mathematik-Hochhauses an der Einsteinstraße. Für die Universität ist das ein wichtiger Schritt, weil beide Bauabschnitte nun gemeinsam weiterentwickelt werden können. Das soll Kosten und Zeit sparen und die Gebäude früher verfügbar machen als zunächst vorgesehen.

Zwei neue Gebäude sollen bis 2035 betriebsbereit sein

In den kommenden Monaten erweitert die Universität Münster das bisherige MAB-Verfahren um die zusätzlich freigegebenen Flächen. Die Ergebnisse werden anschließend dem Ministerium vorgelegt. Ab Mitte 2027 soll eine Prüfungsphase durch das Land folgen. Auf dieser Grundlage wird später über die Finanzierung entschieden.

Nach der aktuellen Planung sollen die beiden vorgesehenen Gebäude bis Ende 2035 betriebsbereit sein. Damit handelt es sich um ein langfristiges Infrastrukturprojekt, das den Wissenschaftsstandort Münster über viele Jahre prägen dürfte.

Forschungsgebäude des Centre for Mathematics Münster fast fertig

Ein zentraler Baustein des neuen Campus ist bereits weit fortgeschritten. Das Forschungsgebäude des Centre for Mathematics Münster, kurz CMM, soll Ende 2026 vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW an die Universität übergeben werden. Der Bezug ist für 2027 geplant.

Das CMM-Gebäude entsteht zwischen Orléans-Ring und Einsteinstraße, direkt vor dem Hörsaalgebäude des Fachbereichs Mathematik und Informatik. Vorgesehen ist ein fünfgeschossiger Forschungsbau mit rund 3.500 Quadratmetern Fläche. Offene Arbeitsbereiche, Treppen, Galerien und Begegnungsflächen sollen den Austausch zwischen Forschenden erleichtern.

Architektur soll wissenschaftlichen Austausch fördern

Beim neuen Campus geht es nicht allein um zusätzliche Räume. Die Architektur ist darauf ausgelegt, Begegnungen zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu ermöglichen. Der BLB NRW beschreibt dieses Prinzip als „organisierten Zufall“. Gemeint sind offene Strukturen, die spontane Gespräche, Zusammenarbeit und neue Ideen begünstigen sollen.

Das passt zur Rolle des CMM. Das Forschungsgebäude basiert auf einem Konzept von 47 Forschungs- und Nachwuchsgruppen des Fachbereichs Mathematik und Informatik. Ziel ist es, mathematische Teildisziplinen stärker zu vernetzen, internationalen Austausch zu fördern und bessere Bedingungen für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler zu schaffen.

Data Science soll Münster zusätzlich stärken

Auch in der Lehre setzt die Universität Münster auf neue Schwerpunkte. Zum kommenden Wintersemester ist die Einführung eines fachbereichsübergreifenden Studiengangs Data Science geplant. Der englischsprachige Master soll Themen wie Statistik, Big Data, Datenanalyse sowie Daten- und Informationsmanagement vertiefen.

Damit reagiert die Universität auf die wachsende Bedeutung von künstlicher Intelligenz, Datenwissenschaft und digitaler Forschung. Der neue Campus Mathematik und Informatik soll dafür langfristig die räumliche Grundlage schaffen.

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