
Die Weltgesundheitsorganisation hat den aktuellen Ausbruch von Ebolafieber in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda als gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite eingestuft. Betroffen ist nach WHO-Angaben das Bundibugyo-Virus, eine seltenere Ebola-Variante. Die Einstufung bedeutet nicht, dass die WHO von einer Pandemie ausgeht. Sie soll vielmehr die internationale Koordination, medizinische Hilfe und Überwachung der Lage beschleunigen.
Der Ausbruch wurde in der kongolesischen Provinz Ituri festgestellt. Nach WHO-Angaben wurde die Organisation am 5. Mai 2026 über eine Erkrankung mit hoher Sterblichkeit in der Gesundheitszone Mongbwalu informiert. Am 15. Mai bestätigten Laboruntersuchungen in Kinshasa das Bundibugyo-Virus in mehreren Proben. Die Behörden der Demokratischen Republik Kongo erklärten daraufhin offiziell den 17. Ebola-Ausbruch des Landes.
Nach dem WHO-Lagebericht waren zunächst die Gesundheitszonen Rwampara, Mongbwalu und Bunia betroffen. Bis zum 15. Mai wurden in der Demokratischen Republik Kongo 246 Verdachtsfälle und 80 Todesfälle gemeldet. Offiziell bestätigt war zunächst nur ein Teil dieser Fälle durch Labortests. Das CDC berichtete am 18. Mai von 11 bestätigten Fällen, 336 Verdachtsfällen und 88 Todesfällen. Die Zahlen können sich ändern, weil Verdachtsfälle weiter untersucht und Kontakte nachverfolgt werden.
Besonders schwierig ist die Lage, weil Ituri von Unsicherheit, Bevölkerungsbewegungen und schwacher Gesundheitsinfrastruktur geprägt ist. Die WHO verweist zudem auf die Nähe zu Uganda und Südsudan sowie auf die Bedeutung der Region als Handels- und Migrationsraum. Dadurch steigt das Risiko, dass einzelne Fälle über Grenzen hinweg auftreten.
Auch Uganda meldete nach Angaben der WHO bestätigte Fälle des Bundibugyo-Virus. Der erste bekannte Fall betraf einen aus der Demokratischen Republik Kongo eingereisten Mann, der in Kampala behandelt wurde und am 14. Mai starb. Nach WHO-Angaben wurde später ein zweiter importierter Fall bestätigt. Eine lokale Weiterverbreitung in Uganda war im WHO-Bericht zunächst nicht festgestellt.
Das Auswärtige Amt weist ebenfalls auf den Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und die bestätigte Lage in Uganda hin. Reisende sollten die aktuellen Hinweise der Behörden beachten, insbesondere bei Aufenthalten in betroffenen Regionen.
Beim aktuellen Ausbruch handelt es sich nicht um die bekanntere Zaire-Variante, für die es Impfstoffe und spezifische Gegenmaßnahmen gibt. Nach WHO und CDC gibt es für das Bundibugyo-Virus derzeit keinen zugelassenen spezifischen Impfstoff und keine spezifisch zugelassene Therapie. Die Behandlung beruht vor allem auf früher Erkennung, Isolierung, unterstützender medizinischer Versorgung, Infektionsschutz in Kliniken, Kontaktverfolgung und sicheren Bestattungen.
Ebolafieber wird nicht über die Luft verbreitet. Entscheidend ist der direkte Kontakt mit Blut, Körperflüssigkeiten, Organen oder kontaminierten Oberflächen von Erkrankten oder Verstorbenen. Nach WHO-Angaben liegt die Inkubationszeit bei 2 bis 21 Tagen. Betroffene sind in der Regel erst nach Symptombeginn ansteckend.
Für die betroffenen Regionen in Zentral- und Ostafrika ist die Lage ernst, weil die Eindämmung in unsicheren Gebieten besonders schwierig ist. Für Europa ergibt sich daraus jedoch nicht automatisch ein hohes allgemeines Risiko. Das US-CDC bewertet das Risiko für die amerikanische Öffentlichkeit und für Reisende insgesamt als niedrig, obwohl es zugleich Schutzmaßnahmen und Reisehinweise ausgeweitet hat.
Unklar blieb zunächst, wie viele der Verdachtsfälle sich nach weiteren Laboruntersuchungen bestätigen werden. Ebenso können sich Angaben zu Fallzahlen und Todesfällen kurzfristig ändern, weil die Lage dynamisch ist und die Gesundheitsbehörden weitere Kontakte prüfen.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu